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Beiträge zur Geschichte der Familie von Kameke
Entstehung
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Urlnindüchr Htmnmtafrl.

(Genealogische Eutwickeluug der Hauptlinien bis znin Jahre 1450; nach den Urkundender Staats- und Privatarchive bearbeitet durch F. v. K. Cr. 1802.)

Kamcke, ein Darf aus der Insel Ilsedom, erwarb das Prümvnstmtcuscr-Klvstcr tlsedvm (1203) a)pfandweise. Die edlen Wenden Michael und Dvbrvmarus, des ConiqS -5.- Söhne, i) waren die Besitzer. 2)Nach einer kurzen Verpfandung an die Swerinc (1302) b) durch Peter Kamckc») — unter Bürgschaftvon vier Brüdern — verkauft (1307) c) dieser Peter Kamckc -17.- daS Olnt dem .Klvstcr, welchesans den Hufen dieses jetzt verschwundenen OrteS 4) die noch heute kenntlichen Mauern einer neuen

r) Conigniz (des Chcmcko Söhne d. i. des Kannte Söhne), vergl. den Text des Pommcrschcn Urknndcn-hnches P. N. I. p. 106 dnrch Kleinpin.

2) Durch die Bezeichnung mausi „deutsche Hufe" ist angedcntct, daß das Dorf Kaincke bereits eine neue„deutsche" Hufcncinthcilung hatte, obwohl im Allgemeinen auf Usedom, namentlich im Licperivinkcl, sich dasWendcnthum auffällig lange erhielt; schon hierdnrch wird gekennzeichnet, daß „diese Familie Kamckc" den „deut-schen" Verhältnissen sich anschloß; daß sie „nrcigcnthümlich" in dieser Ortschaft, welche Klcmpin ein „eingezogenes"Gut s. 0. P. N. I p. 106 nennt, angesessen gewesen ist, ist nicht zu erweisen.

3) 1302. Intor dominum Hotrum do Xamio ox umr parte ok klormnnum ac Iklorinnm t'ratrss da

Knorin Vidslieot dictus Östrus posuit suam villam Ixamio titulo piAnoris diolis kratribns

und 1307 IZoFusInus dux slavornm et eassukis . . . satutsm. (sluod do nostro eonsonsu

Uotrus dominus do Ixamoko noster vasallus, villam Oamoles sitam iu terra ur.nam eeolesis uxnanr-ii eonvontualivendidit. Das Wort de bezeichnet, daß Peter sich nach seinem Dorfe Kamckc als Peter von (aus) Kamcke nennt.Später fällt dieses Wort fort, als Kamcke Familienname geworden ist nnd 1448 liest man: -Iß VossomorKamel«? radman tl>o Ousslin. Kloster Cöslin No. 157.

4) Das Dorf Kamckc lag nahe bei der Domainc Pudagla. Es ist nicht zu verwechseln oder zn idcntifieircnmit dem noch heute bestehenden Kaminkc, Dorf bei Garz und Kaseburg ans Usedom (eine neuere Ortsbezcichnung,Diminutiv-Form für Camin); diese Orte kaufte (1242) >>) das Cistercicnscrklostcr Dargun von Sabie und RoSzuar,ivclche Quandt Fam. Kleist Th. II p. 252 mit Bnrtus nnd Borke in Verbindung bringt. MiroSlaus Ros-warowitz (1277), Ritter bei Herzog Mcstwin II. cfr. P. ll. II 350. weist ans Mircslaus Oldcnborch - 15a - (1322)s. u. als Erbe des Bispraus - 13 -. Die Borke und namentlich die Bartus findet man neben den Kamcke(Bispraus, später Peter Kamckc u. s. >v.) als Urkundcnzcngen, nnd wie hier auf Usedom, in unmittelbarer Nach-barschaft bei Colberg, Balditz und am Jamnndcr See (Cöslin). Die Nachrichten sür Schlawc (Buckow!) undStolp sind noch sehr lückenhaft.

Quellen: Es ist der Dcposilionsort der Urkunden nicht besonders bemerkt, falls die Urkunde beimStaatsarchiv Stettin lagert. ->) P. U. 742. P. Urk.-Buch. >-) Kosegarten p. 62. °) Kl. Grobe No. 46. 6) P. U. 402.