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Beiträge zur Geschichte der Familie von Kameke
Entstehung
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Mumdenbuch und NeMpensummIung.

Nur durch eine gründliche Keuutuis; der Originalurkunden bezw. deren mehr oder wenigeroriginalgetreuen Rcprodnctionen wird eine historische Darstellung vergangener Zeiten möglich. Esist deshalb eine Urknndcnsamililiiiig die Grundlage für die Familiengeschichte. Die Drucklegung derUrkunden hat jedoch nur dann einen „wissenschaftlichen" Werth, wenn sie auf einem gründlichenVerständnis; und auf der vollständigen Kenntniß der Originale beruht. Von einem maßgebendenwissenschaftlichen Urtheile muß diese Arbeit geleitet werden. Wohl ist es möglich, daß in Auszügen,welche Ort und Zeit der Urkunden angeben und genaustem? neben dem Inhalt die Personenreihen(Aussteller und Zeugen) uns nenne», ein werthvoller Beitrag von Familienglicdern selbst geliefertwerden kann, doch trägt eine derartige Rcgcstcilsanimlung häusig das Merkmal der Unvollkommenheit,sofern die Arbeit nicht einen fachmännischen LäntcrungSprozeß durchlaufen hat. Derartige Samm-lungen erhalten ihren Werth durch eine genaue Angabe der Quellen. Alsdann bieten sie für dieSpezialgeschichte im weiteren Sinne eine willkommene Hülfe; für die historische Darstellung der Familiemachen sie sich unentbehrlich und werden je wcrthvoller, je genauer der Verfasser der historischenEntwickelnng folgte, ohne sich von den oft widersprechenden neuen Thatsachen der Urkunden abzuwenden.

Viele Familien haben in Rcgestensammlnngen, andere, wie die Kleiste, in einem vollständigenUrknndcnbnche die Geschichte der Familie dargestellt. Daß ein erläuternder Text den Znsammenhanggeben muß, ist erklärlich, und meistens ist dieser Tcxtband der gelesenste Theil des Buches, währenddie Urkunden beiseite gelegt werden. Für ein genaueres Studium sind die mitgethcilten Urkunden keines-wegs entbehrlich.

Das Material, welches jetzt in den Staatsarchiven für die Familie Kameke erhalten ist, kannimmerhin reichhaltig genannt werden. Nur ein geringer Theil ist durch den Druck veröffentlicht; derweitaus größere ist allein durch die bereitwillige Unterstützung der Archivare dem Laien zugänglichund verständlich. Eine Negestensannnlung wird für die pommerschen Familien durch unser Pom-mcrsches Urknndenbnch bis 1300 unterstützt, bis 1400 bietet das Meklenbnrgsche uns durch vieleDargnner Urkunden wegen des unserem Besitze benachbarten Klosterhofes BastZv) Unen schätzens-werthcn Beitrag. Diese Urkunden in Verbindung mit den ans den Originalurkunden-Auszügen desStaatsarchivs in Stettin und den Aeten-Exeerptcn des Reichskammergerichtes in Wetzlar, wenn auchnur auszugsweise, mitzntheilen, verbietet sich z. Z. im Hinblick auf obige Ausführungen. Um jedocheinen Ersatz für die im 17. bezw. 13. Jahrhundert entstandene, in den ersten Theilen lückenhafteStammtafel der älteren Stammbäume von Müller, Hehdebreck, König und Thilo zu bieten, sei esversucht, dem Ursprünge unserer Familie nachzugehen. Zu diesem Zwecke ist nach einer Sammlung vonetwa 500 Regesten mit 31 wiederkehrenden Namen die Descendcnz in dem Blatte I dargestellt; sämmtlicheUrkunden in den kurzen Text-Abschnitten wiederzugeben ist nicht möglich, wenn nicht diese Blätter zueiner Geschichte und das Heft zu einem Urknndenbnch anschwellen soll.

Z o) Die Matrikel Bast befindet sich im Besitz der Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Alterthums-kunde, und ist durch den Vorstand, Director Professor Dr. Lemke in Stettin, eine vollständige Abschrift mitgctheiltworden und zu der vorliegenden Arbeit benutzt.

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