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Beiträge zur Geschichte der Familie von Kameke
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genealogischen Notizen soft gänzlich, nur der Zusammenhang der vcrschiedentlichen Verhandlungen crgiebteinen Aufschluß. Die Churbrandenburg'sche Zeit (1650) unterscheidet sich hiervon. Ans den Agnaten-nachweis wird der größte Werth gelegt, und nennen beispielsweise nunmehr die Lchnbriefe Vater undGroßvater der Belehnten: nach diesen Angaben stellten unsere Voreltern 2 s) ihre Stammtafeln auf.

Es entsteht gewissermaßen für die Zeit um 1450 e. für die Genealogie eine Lücke, indem von1300—1450 c. deseendental vorgegangen werden kann, dagegen von 1600—1450 c. nur aseendentalsich die Vorfahren bestimmen lassen. Um 1600 geben uns die weitern ausführlicheren Daten bereitsdie Kirchenbücher und unterstützen die Acten. Es ist nun z. Z. nicht möglich, um 1450 c. urkundlichdie Väter für die sich genau abzeichnenden Haupt-Linien zu finden. Möglicherweise stellen die nochunerforschten herzoglichen 3 0) Acten weitere, oder vielleicht andere Thatsachcn fest. Weil die Ur-knndentnfel Blatt I eine von den folgenden Blättern verschiedene Grundlage hat, ist hier ein Abschnitt 31)gemacht und beginnen diese letzteren mit den aseendental zu bestimmenden Ahnherren der beiden Linienum 1450 c. Für die Schwarze Linie findet man Jürgen Kamele -65g,.- No. 201. Blatt II zuCordccchagen (sein Sohn ist Paul), für die Weiße Linie ist Joachim - 85g. - No. 402. Blatt IV zuRützow, später Varchminshagcn ?c. der Ahnherr. Eine dritte, bald erlöschende Linie ist die desLazarus -89g.- zu Strachmin No. 401, dort dein Blatt IV angeschlossen, da sie mit der WeißenLinie Lehnsgcmeinschaft hielt.

Es ist nicht unwesentlich für diese Zeit, daß Elzow-Brüggemann 3 2) ,„>s eine kurze Reihe Negestenüber die Besitzer von Barenhagen giebt. Diese, Dessen und Dinnies -90. und 91.-, Vettern zu Baren-hagcn, Dessen ein Brndcrsvhn des Bispraus (- 81. -) verkaufen einmal (1488), ebenso wie Paul Kamele-65d. - etliche Bauern zu Strippvw, sodann aber (1511 wird an Caspar -89.- ein AntheilStrachmin verkauft. Neben diesen nennt Elzow eine Lehnstheilnng in 5 Strängen 3 3) uns einesSwantes -88.- zu Lasscne Nachlaß (1511), aus welchem dem Dessen Kameke -85.- zu Riitzvw einTheil zusteht, „doch habe der alte Paul die Wittwe des Dessen ausgesteuert und andere Unpflichtvorgelegt, daß ihm itzo nicht viel übrig verblieb." Wenn nun Elzow uns Dessen -85.- auf Rützowals Vater des Joachim - 85g. - nennt, so stellt er selbst es fraglich hin, daß dieses der obige Baren-hagener Dessen -91.- sei (1511). Das Lebensalter des Joachim, 3 4) Me auch, daß die Nachlaß-regulirung des Swantes -88.- bereits vvr 1511 begann (schvn 1509 wird über seinen Schulden-Nachlaß unterhandelt Dvm-Cap. No. 119.) beweisen es, daß zu jener Zeit ein Dessen -91.- zu Baren-hagen und die Wittwe eines älteren Dessen - 85. - zu Rützow zu nennen war, und daß dieser Ver-storbene es nur sein kann, welchen Elzow als Vater des Joachim -85g.- anspricht. Man kann

2 s) Ein Beispiel ist die Heinrich Casimir-Tafel über die Weiße Linie, über deren Zweck nnd Entstchnng (1722)bereits berichtet ist; ncrgl. Seite 2.

3 0) Allzuviel möchte man sich hiervon nicht versprechen, denn es ist in herzoglichem Dienste nm 1456 c.kein Kameke bekannt: inwiefern die herzoglichen Acten über die „bischöflichen" Lande bei CöSlin nrknnden, läßtsich nicht ermessen.

3 1) Es kann mir den Werth einer genealogischen Aufstellung vermehren, wenn man in den Dcsccndcnzendie urkundlichen Lücken schnell und sicher erkennt. Der Stipcs bestimmt sich nicht durch die Dcscendenz allein.

3 2) Sammlung von Brüggcmann ans der Gcncrallandschnftsbibliothck in Stettin; V. G. A. v. K. Cr.erhielt eine Abschrift hiervon durch Walter 1838. Es konnten diese Angaben aber nicht benutzt werden, weil diebez. Urkunden fehlten; vcrgl. S. 5 n. 6.

3 3) Es erscheinen hier also einschließlich des ausgestorbenen sechsten Stranges wiederum 6 lchnsbcrcchtigtcLinien und ist die Annahme der früheren Stammtafel, welche die Lehnstheilnng in 6 Strange in das 14. Jahr-hundert ans einen Paul (1322) nnd dessen 5 Brüder verweisen, wohl nm 299 Jahre verfrüht. (?) S. 4 n. 36.

3 4) Joachim Kameke - 85n - zu Rützow, auf der großen Kirchenglockc daselbst (1529); die älteren Söhnedes Joachim müssen bald nach 1566 handlungsfähig gewesen sein. — Joachim hatte einen jüngeren Sohn gleichenNamens, welcher nur zwei Erbtöchter hinterließ. An Stelle des Joachim - 85n - nennen die alten Stammtafelneinen Carz - 93 - als Stammvater. Cartz (1599-12 c. verstorben) hatte Söhne - 93a. (?) - hinterlassen, welche