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Beiträge zur Geschichte der Familie von Kameke
Entstehung
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dieser Zeit durch die Vereinigung seiner Nachbarn auf der Seite seiner Gegner die Niederlage beiTannenberg (1410) erlitten und war in seiner Macht beschränkt worden. Die Kamele sind in diesenerbitterten Kämpfen nicht unbetheiligt geblieben. Es verschwinden verschiedene Personen der so zahl-reich verzweigten Familie; die Schuld giebt man den Kriegen und den Klöstern. Von Seiten desStolper Herzogs trat ein Rath Claus Kamele (des Conrad Kamele -39.- Sohn?) ans (1404). a)Derselbe (?) Claus fährt späterhin 2 s) gefürchteten Parlcigängerkrieg 2 e>) gegen den Orden in

der Gegend von Schlochau und in der Neumark.

Diese besprochenen Urkunden geben einen Abriß der Verzweigung der Familie Kamele, ohnedaß hier aus die Descendenz des Blatt I. näher eingegangen werden soll oder etwa versucht würde,zu begründen, wie diese Ausstellung aus den Urkunden entstanden ist. Es ist ersichtlich, daß für das12. und 13. Jahrhundert der Name Bisprans den Anhalt geboten hat, entsprechend den Auffassungenvon Klempin P. U. I. p. 196 und 289, weil dieser Name in der Folge im 14. Jahrhundert mitdem Kamele-Namen fast ausschließlich und nur ausnahmsweise mit anderen Familiennamen verbundenist. Erst später tritt er bei den Kleist auf, s. n. Patronhme kommen nur für Conig evcntl. für Carz (?)vor. 2?) Einige Jahre vor Beginn des 14. Jahrhunderts nennen sich die 1301 als Gebrüder be-kannt werdenden Kamele, Strachmin ?c. und von diesem Jahre an können Descendcntal-Reihen biszur Zeit 1450 c. gebildet werden. Name, Wappen, Zeit und Interessen localer und politischer Art,beziehungsweise zum Gegenstande der betreffenden Urkunden, geben mit mehr oder weniger Sicherheitdie Aufstellung von Blatt I.

Um 1450 c. beginnt das Quellcnmaterial bereits sich zu ändern. In seinen Anfängen trittdas Actenwesen (Bogislaf X) auf; 28) Lehnskanzlei, Hofgericht, Reichskammergericht berichten unsvon c. 1500 ab. Es gehen noch eine geraume Zeit die alten Urkunden-Pergamente nebenher; auf-fülligerweise aber werden in den Schuldurkunden dieser Zeit die patronymischen Angaben seltener.In den Acten der Lehnskanzlei ans der bischöflichen bezw. herzoglichen Zeit verschwinden diese

2 s) Man gicbt dem Kriege die Zeit 1435. (?) >-) Angabe des Archivar Dr. Meyenburg, Königsberg.

2 s) Des Claus Sohn ist gefangen durch den Orden (1414)»)- —

lieber die c. 1419-1415 im Stolper Herzogthum auftretenden Kameke berichtet der Archivar, Dr. Joachim,Königsberg, 29. März 1892, und nennt dort Knrtse Kameke, Sivantcn Kamike, Kratz Kameke Vogt von Ncustettin,Karezke Kamike Vogt von Polnow, der junge Claus Kameke, Kare; Kampkens Knecht von Dargcn. Ferner wirderwähnt: Der Komthur zu Schlochau benachrichtigt den Komthur zu Elbing, Hochmeisters Statthalter, daß derVogt des Herzogs Boguslaus von Pommern, Hans vom Walde und Claus Kameke als Botschafter zum Königvon Polen geritten seien. Schlochau 1497 Mai 25. — Nicolaus Kameke milss bittet den Komthur zu Schlochauum Beförderung eines Briefes an den Hochmeister, und Claus Kameke (Kampkkeu) Vogt des Herzogs Bogislausgiebt dem Hochmeister Nachricht von der beabsichtigten Verbündung des Königs von Polen mit Herzog Boguslausund dem König von Dänemark. —

Es ist noch nicht möglich gewesen, diese Urkunden weiter zu verfolgen; schon die Namcnaufführung diesesBriefes genügt, um anzudeuten, daß ein großer Thcil der Kameke zu Beginn des 15. Jahrhunderts im Herzog-thum Stolp sich zeitweise aufhielt, wenigstens mit den politischen Interessen dort (Neustettin?) verknüpft war.

2 ?) Verschiedene Gründe veranlassen trotz der augenscheinlichen Patronymform z. B. für Testen, PeterTesszicz (1334), ebenso wie für das Pntronpm der polnischen Form des Namens Testen (cicszc) diese alsgesonderte Familien Testen (Bock) und Zizcwitz (Adler) zu betrachten, wovon hier Abstand genommen ist. AchnlichcBedenken liegen vor bei der Familie des Iwan Bclow (Adler) vergl. Bagmihl und Notat. Fam. Kleist II p. 173.

2 8) Die Urkunden des deutschen Ordensarchivs entspringen einem schon frühzeitig ausgebildeten actcn-mäßigeu Bureau- und Geschäftsgange.

Quellen: -) Königsberg d. Orden Missive kl. Copiarium No. 3 p. 168. ch Kratz Urk. kam. Kleist.°) Königsberg d. Orden Missive No. 8 p. 6.

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