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aet. Jedoch ist dieses nicht Key denen Löwin-nen zusinden. Sein Bauch ist dünne, die Len-den derb und starck, der Schwany lang unddicke, die Fusse sind ihm gespalten, wie denenKatzen, daher kommen auch seine Jungenblind auf die Welt: Denn alle Thiere, diezertheilte Zehen haben, werden blind ge-bohren. Diese seine Klanen, deren er fünffan den vordem und vier an den hinter» Füssenhat, verbirgt er auch !M gehen wiedieKsxen.Die Schönheit desselben bestehet ha,ptsachlichin der Brust und vorder» Leib, die Starcke Kcr-gegen hat er in dem Kopffe und Klauen.^ Dasgreulichste an ihm ist das Brüllen. Erschlafftwie der Hase mit offenen Augen. Des LöweNs^unge, di- er nur sechs Monat trägt, sindanfangs gantz ungestalt uns sehr klein, undhat er deren nicht esst, auch beläufft sich dieAnzahl derselben anfangs auf fünff, und zu-letzt, wenn er aufhört zu jungen, beschleuster mit einem? solche brauchen zwey Monat,ehe sie aehen lernen. An dem Selmanyc kanman seken, was er im Sinne führet, dennist er erzürnet, so schlagt er mit dem Schwangauf die Erde, wenn er aber gute» Muths undbesänftiget ist, so schlagt er damit seinen eige-nen Rücken. Wenn er nicht erzürnet wordenoder sehr hungrig ist, thut er den Mensche»so leicht keinen Schaden, sondern lasset sichvon selbigen gank zahm machen, denen Thie-ren aber ist er gewohnt sehr hinterlistig nach-zustellen ; so bald er nun einen Raub erhalten,saugt er zuvörderst das Blut aus selbigem,kommt ihm indessen ein anderer vor, spieleter diesem eben so mit, und gehet alsdenn erstwieder zum ersten Raub, um selbigen zu verzeh-ren. Er tragt seinen Groll seinem Belei-diger lange nach. Die Lösung des Löwens,welche er aller zwey oder drey Tage giebt, Mwegen seiner hitzigen Natur gantz trocken undstinckend, dergleichen auch sein Athem undUrin, bey welchem letzten, wenn er solchenlauffen lässet, er das hintereBei»,wie einHund,darzu aufhebet. Sie sauffen sehr wenig, fres-sen kein Kraut, ausser wenn sie kranck sind,sondern Luder, werden sehr alt u. s. f. EinesLöwen Fleisch wird wegen der so gar hitzigenNatur und groben Substantz nicht verspeiset:Das Blut soll wegen seiner Hitze den Dia-mant auflösen, und aus seinen harten Kno-chen, wie aus Kiesel-Steinen, sich Feuer schla-gen lassen. Das Fett dienet wider den Gifft,die harten Geschwüre zeitig zu machen, undwas damit bestrichen worden, davor sollen al-le Thiere, sonderlich aber die Wvlffe undSchlangen fliehen.
Löwen-Fuß, Güldcn-Gänserich, Sinau,ist eines der vortrefflichsten Wund-Krauter,welches gerne an grasichten und feuchten Ortenauf Wiesen und Auen wächset, aber auch umseines Artzney-Gebrauchs Wille», in den Gattenaus dem Saamen gezogen, oder auch durch Zer-reißung der Wurkeln, fortgepflanzt wird. Erbat eine schwartze, holtzigte Finger-lange Wur-zel, welche nach der Qvere in der Erden liegt,«it vielen Zttieri» betzäW, und eines rauhen
Löwen -Zahn
und bittern Geschmacks ist. Die Blätter stildbreit, rund, und ja neun oder zehen Unter-schiede, gleich einem Stern gespalten, bj'n«gen an langen und rauhen Stielen, und h»»den das vor andern Blättern besonders, daßder Thau auch bey Sonnen-Kchein daraus ste-hen bleibet. Zwischen denen Blättern wach-sen dünne, eines Fusses lange Stänaelei»Herfür, die sich oben in Keine Zweiglein aus-theilen. An den Gipffein derselben erschei-nen transchlichte kleine grün-gelbe oder blei-che Biümlein. denen folget im Iulio einkleiner gelber Saamen, dem Mohn Samennicht ungleich. Das von dem Kraut d-Al-lirte Wasser, heilet alle innerliche Verlegun-gen, äusserlich aber die Wunden und Fistel»damit gewaschen, und mittelst darein genetz-ter Tüchlein übergeschlagen, reiniget undheilet dieselbe. Das pulverisirte Kraut hei-let die Darm-Brüche der Kinder, wenn manes ihnen in dem destillirten Wasser einzuneh-men giebt.
Löwen-Maul, siehe Dorant.
Löwen-Zahn, Apsstem-Röhrlein, pfas-fen-Röhrlein oder Röhrlein-Rraut, ist einwildes Heil-Kraut, welches unter dem Grase,an Wegen, anf Rainen und andern ungebau-ten Orten wächset, hat eine weisse und schlech»te mit wenig Jasem behängte Wurtzel, derWeawart-Wurtzel ähnlich, ausgenommen, daßsie Milch giebst, auch bitterer uud härter ist.Im Anfang des Frühlings thun sich die Blät-ter hersür, welche anfder Erden liegen, und wiedie Wegwart - Blätter zerspalte» nnd zer-schnitten sind. Im Avril schiessen Spannen-lange, hole, subtile Rötzrlein oder Stengelauf, an deren Gipffel ein grünes rundesKnöpflein stehet, daraus gelbgefüllte Blumenkommen, diese verwandeln sich hernach in ei-nen runden und wollizten pflaumigten Knopf,dessen Pflaumen alsdenn von der Lufft abqe-wehet werden, und stehen darauf die weissenblossen Knöpflein, wie geschorne Mönchs-Platten. Das gantze Gewächs giebet eineweisse bittere Milch von sich. D/s Krauthat eine Krafft zu reinigen, zu kühlen, zutrocknen und der Fäule zu widerstehen. MitBlumen und Wurkeln in Wasser gesotten, da-von getruncken, vertreibet das Jucken derHaut,die Gelb- und Wassersucht,auch die Fieber, son-derlich das dreytägige, treibt den Harn undlindert die Harn - Winde. Der aus den zer-brochenen Stengeln oder Röhrlein diesesKrautes schwitzende weisse Milch-Safft, zu-weilen ein paar Tröpfleinweis in die Außengelassen, soll dieselbe» hell machen, und alleFlecken daraus vertreiben. Aus dem gantzenKraut wird ein Wasser distilliret, welches eineherrliche Arkncy in hitzigen Krancklieiten, Zu-bern und Pest, lindert das Seitenstechen, die-net äusserlich zu hitzigen und rothen Augen,benimmt die Finnen im Gesicht, und machteine reine Haut, wenn man sich offt damitwäscht. Die Wurl-el dieses Krauts wird vrneinigen Augen-^vuryel genennet, weil dleiei-be, wenn sie i» der Zeit, da die Sonne in ne
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