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[1] (1764)
Entstehung
Seite
1567-1568
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i;C? Kuppel - Fischers» Kutsche

en, und wenn gleich sein Grentz-Nachbarömmt, so muß er doch, als der letzte, wei-che», wenn er, als der erstere, nur ein Garnangebunden hat. Wiewvhse» es auch ande-rer Orten in einigen Stücken anders gehal-ten, und dabey dieses observiretwird, daß,wenn gleich ihrer zwey oder mehrere eineKuppel-Jagd mit einander geniein haben,mithin iedweder besonder», vhngehindert desanderen, Jagen und Weydwerck treiben darff,iedennoch zu HerbK-Zeile», und nach derWein-Lese, das erste Jagen von allen Thei-len sämtlichen, auf zuvörher beschehene nach-barliche Vergleichung, verrichtet, und was da-von gefangen, in so viel Theile, als Perso-nen sind, denen die Kuppel-Jagd zustehet,ausgetheilet wird.

Ruppel-Fischerey, Heisset eine Fischerev,zu welcher zwey Nachbarn gleich berechtigetfind- Sie wird in wilden Fisch-Wassern,Seen, Flüssen, Bächen:c. woran dies- undjenseits eine andere Herrschafft rmt ihre» Gu-tern stösset, exercirer, und ist fast gleicher Artmit der Kuppel-Jagd.

Ruppel-Neye, ist ein leichtes Wild-Gar»,weiches im Busen sechzig gute Schritte stellet.DiA^einche», davon ein solches Garn gestri-ckt wird, sind neunfädenig ooer neunschäff-lig , in der Dicke einer Trommel-Leine, ausrecht kiarem ausgehechelten Hauff geschlagen.Die Maschen oder Schinassen kommen sechsZoll ins Gevierte, und ist ein solches Garnsechzehen solche Schniassen hoch; die Knotenwerden über der Rück-Banck dichte zugezo-tz?n. Die Ober- und Unter-Leinen kommenvon znantzig Faden, wiewohl dünner, als aneinem schweren Wild-Garn- Am Gewichtekommet ein solches Kuppel-Netze über an-derthalden Centner, und an Gelde vhngefehraul sechzehen Thaler zu stehen. Es kan das-selbe auf einem grossen Haacke», von dreyEllen lang, gar füglich von zwey Mann, wel-che auch einander im Aufstelle» und Fangenhelffen könne», getragen werde».

Ruppel-Trifft und Ruppel-IVeide, oderNUr-^Veide, ist eine Triff:, Hut oder Wei-de, worauf zwey oder mehr Dorffschaften oderGemeinden ihr Vieh zutreiben, zu hüten und,u weiden berechtiget sind. Es entstehen solcheTrissten noch aus der alten Deutschen Ver-fassung, da wenig Land;u Acker angebauet,und kem Mangel an Weyde, ja da alles Landin Ansehung der Vieh-Zuwt gemein war.Es ist aber mmmehro eine sehr verderblicheSache in der Vieh-Zucht, und zu wünschen,daß dieselbe abgeschaffet, die Trifften aber ae-theilet würden. Man kan hiervon v.«noldS oeccinorn. ex^erim«nrz!>!m nachsehe».

Riiryes Vvlldprck, ist ein Jäger-1-rml-nus, und werben von ihnen die Geilen oderHoden eines Arsche» also genannt.

Rutsche, he.sset insgemein ein vierrädrigerWage», der mir einer Decke oder einem sogenannten Himmel versehen, im übrigen aber

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nach der Absicht, zu was vor einem Gebrach»

»einlich dienen soll, zusammen gebauet m>»ausgeputzet ist, und eben dahero auch unter-schiedene Benennung bekommt. Denn emanders ist eine Sradt- oder vielmehr Staats-Rutsche, so man auch eine Larosse zu nenne!,

pfleget, die vielmahls auf das zierlichste und

aüerprächtigste gebauet; e!» anders ist-inReise-"wagen oder Post-Rutsche, bieschvnstammhafftig und auf die Dauer, darnebnaber doch nicht gar zu schwer gemacht sey«muß; ein anders ist eine gemeine oder soge-nannte Mieth-Rutsche, und denn eineLand-Rursche, die mit vielen Gütern bepacket wer-den kan- An alleu muß befindlich seyn, eingutes, tüchtiges, wie auch wohl proportioim-tes Gestelle, und auf demselben ein beqmierKutsch-Kasten, der entweder unmittelbar aufdie Bäume des Gestelles befestiget, oder nijl-teist stareker Riemen in die Schwebe zwischendas Gestelle gehangen wird.

Ruttel-Flecke, Ruttel-V?amme, sichAaldaunen.

Rybiy, suche Ribiy.

»aab, Lab, Laff, Lupp, Aase-Härte,Rase-Laab, Renne, Rogen, heissel ei-gentlich die i» dem Magen eines Sog-Kal-bes befindliche Säure , oder die amwch un-verdaute Milch, so das Kalb von der Muttergesogen, ehe es noch was anders genossen,als welche auf gewisse Art zugerichtet, dieMilch gerinnen macht, daß man Kase dar-aus verfertigen kan. Es wird aber das Laabfolgender Gestalt zubereitet: Man waschetden Kälber-Magen sauber aus, und liefet diedarinnen befindliche Milch-Körner oder Kls-sichen heraus, klaubet die Haare davon, undwäschet sie auch fei» rein, saltzet hernach dellMagen ei», und lässet ihn drey'Tage im Saltzeliegen; siedet ferner fünfoder sechs Eyer, bissie hart sind, hacket sie klein, und menget siemitden Milch-Kiösichen unter einander, thatauch ein wenig Mehl darunter, salM es,und knetet es wohl durch einander, füllet eiwieder zusammen in den eingesaltzeneii M»-gen/ und hänget solchen ohngefehr drey Wo-chen in de» Rauch, und nach diesem, >»><sonst ein geräuchertes Stücke Fleisch / w dieLufft, daß er nicht stinckend oder madicht wer-de- Am einfältigsten aber geschicht es, irMman in den zubereiteten Kalber Magen ßPse» Qvarck füllet, ihn mittelmäßig preMund wie einen Käse trockne» lässet. Einftl-eher Laab-Sack hält sich überhauvt nicht v>elüber ein Jahr. Es ist aber kein Aweisel, dmman nicht auch andere Vieh - >a Kuh- it. WSchaass-Milch Schaass-Mägen brauaMkönne. Will man nun die Milch stelle» owlaben, das ist, gerinnen machen, davon unn»gehandelt wird, so schneidet man ein wemdavon in einen Lössei voll Milch, undunterdieandereMilch, von welcher derAModer die Sahne abgenommen worden, sorinnet sie in kmer Zeit: Denn rühret »W