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[1] (1764)
Entstehung
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Vorrede

Von dem Jnnhalt und rechten Gebrauch dieses I ^exici.

Hochgeehrtester und geneigter Leser.

§. i.

ls ich mich nunmehro fast vor z o Jahren aufdie Oeconomie, die Poli-ce!) und das Cameral-Wefen zu legen anfing, fand ich in dieser Bemü-hung zwey sehr wichtige Schwierigkeiten. Die erste war, daß ich sahe,es sey dabey nicht allein mit allgemeinen Grund - Sätzen und Regeln gethan,sondern man müsse auch cineungemein grosse Menge von besondern und aller-besondersten Begriffen, Sätzen, Regeln und Vortheilen wissen und lernen, wen»man sich in der Praxi finden wollte. Und dabey wurde ich zugleich gar bald gewahr,daß das Leben eines Menschen nimmermehr zureiche, auch das nöthigste nur durcheigene Erfahrung und Uebung in so vielen Haupt-und Neben-Geschassten derWirtschaft, die doch der Grund von einer gründlichen Erkenntniß in der PoliceynndimCammer- oderFinantz-Wesen ist, selbst zuerkennen. Die andere Schwie-rigkeit bestund darinne,daß ich zwar eine grosse Menge von Ham.Mungs--chern, wenig zuverlaßige Sammlungen in Policey-Sachen, und ausser des be-rühmten Herrn von Seckendorffs Fürsten-Staat, lauter Stückwerck, oder nurgantz allgemeine Anweisungen im Cammer- und Finantz-Wesen, dagegen aber we-der in dem einen noch in dem andern ein eintziges Buch fand, worinne man ausser,was in der Lehre der allgemeinen Klugheit von denen vernünftigen Lehrern derWeisheit nnr überhaupt geschahe, die besondern Satze der Wirtschaft in einengelehrten und ordentlichen Zusammenhang zu bringen sich bemühet hatte. Wie vielaber dieses letztezu einer gründlichen Erkenntniß bey einem Gelehrten beytrage,das ist, ohne mein Erinnern, aus der vernünftigen Art und Weise zu lehren und zulernen bekannt. Es erhellet aber auch zugleich dieWichtigkeit dieserHinderniß,wenn man sich sonderlich einen Menschen vorstellender nicht allein damals keineGelegenheit gehabt hatte,etwa ein Collegium über diese Dinge zu hören, (denn der-gleichen war zu meinerZeit auf hohen Schulen nicht gewohnlich), sondern auchnoch keine zulängliche Geschicklichkeit besaß, sich selbst etwa ein Systema in dieserSache zu erfinden und zu machen. Mein gantzer Trost bestund also darinne, daß ichalles, was ich in meinen jüngernJahren von der Land-Wirtschaft, da ich auf demLande gebohren und erzogen war, überdem aber einen in der Wirtschaft gewiß nochvielmals ein erfahrner Mann bekannten, werthen und seligen Vater gehabt, undwas ich nachhero so wohl darinne als in der Stadt-Wirtschaft, auf meinen Her-ttmwallen und Reifen gesehen, gehöret und angemerket hatte, in mir selbst gleich-sam wieder aufsuchte, ein Haufen Bücher las, die von schon gedachter Beschaffen-heitwaren, und endlich in meinem darauf folgenden praktischen Leben und Bedie-nungen durch fremde und eigene Erfahrung, und das dazu kommende Nachdenken

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