Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
1329-1330
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IZZ? Jupe Kaan

süßest,! Nacht mach" In der dentschmSprache ist dieser Monat von Kavier Carldem Grossen der Brach - Monat benähmetworden/ weil vornehmlich um diese Jett die-jenigen Felder, so dasselbe Jahr ruhen, undnicht besäet worden, gebrächet, das ist, »»tdem Pflug oder Egen gebrochen, und zurnächst sollenden Herbst - Sant bereitek-wer-tden- Was ein gur^r Haus-Wirt diesen Mo-nat über in seiner Haushaltung hier und dazn verrichten habe, kan nian in dem zu Endedieses Buchs befindlichen Wlrtschaffts-Calen-der nachlese».

"Ziipe, nennet inan an einige» Orten emkan-es Wamstlem, so die Bauren - Weiberund ibre Mägde über den ober» Leib zuziehen»nd überzuWerssen pflegen; sie sind geraume,und werden von ihnen mehr offen gelassen, alszuqchesstet. Sonst aber heißt m SchwabenT'aiiren - Jupe auch ein Weiber-Rock, oderKittel der Bauren, .

?»/, Heisse» die Frankosische» Koche über-haupt eine iede Brühe, die sich aus denenSpeisen kochen oder braten lasset; insonder-heit aber verstehen sie darunter eine solcheaus Rindfleisch, Hünern, Tauben, u. s. s. diein brauner Butter und Speck nebst gutenKräutern, Gewürtz und andern Dingendämpffen müsse»/ bereitet werden. Und dabereits bey der Zurichtung dieser und »enerSpeisc», auch von der darzu dienlichen >5Nachricht gegeben worden; als will man hiernur eine einige Art noch beyfügen, der mansich am meisten bedienet: Man nimmt einderbes oder sonst anderes gutes Stücke Rind-fleisch, klopffet es wohl, und dämpffct es solange in brauner Butter und Sreck, bis esauch braun ist. Hieraus werden Rübe», Krautund Zwiebeln auch hinein geschnitten, unddarinnen gebräunet; alZdenn leaet man Lor-beer-Blätter, einen Stengel Thymian, Eilronen - Schalen , Brst-Rinden und gan-ze,! Gewurtz hinein, gießet guteFleisch-Brü-ke daraus, wirfst eine Hand voll Moraelnhinzu, und lässels mit einander kochen. End-lich wird diese entweder durch einHaar-Tuch gestrichen , »der a»ch gleich also ver-brauchet.

Iuwelen, begreiffen in sich allen Schmucklind Kostbarkeiten, an Gold und Silber, dasmit Edelgesteinen versetzet, und sind nichtnur alle Edelgesteiue selbst dahin zu rechnen,dergleichen alle Arten der Diamanten, Saphir, Rubin, Carbunckel ». sondern es gehö-ren auch dazu die daraus verfertigte» Ringe,Angeliencke, Hals - Bänder, Aaraffen, Brasse-lette», Vorsteck i Rosen, allerley von Flim-mer-Aitter- Haar- und Versteck- Nadel»; dieverschiedene beseltte Schlösser und Schnallen«n KeltM, Pcrle,, imd dergleichen Haar-Ba'n-der,Krä»tze, Ä. s. f.

Q)aan, R«hm, Rakm oder Raim, ist im. / Weiü,Bier, Eß'g,Coft«t und anderm Ge-trSncke ein Ania? zum Verderbniß derselben,«kichel sich als kleine misse Flocken d«>n-

Kaa» izz»

> nen sehen läst, und endlich solche l^iors«in denen Gefässen mit einer ziemlich dickenHaut überziehet. Es entsteher derselbe,wenn die Fässer nicht vorher», ehe man siefüllt, inwendig recht ausaesäubert, und nachdem Füllen mit dem Spunde nicht aenailverwahret werden, folglich die Lufft leichtlichdarzu kan. Wenn die Fässer nicht fleißignachgefüllt, und alle Wochen zweyinal, ode'wenigstens einmahl sauber abgewischt, undvon allem Wust und Unrath, so ihnen Scha-den bringen können, gereiniget werden, undwenn endlich insonderheit der Wein keinentuchi.acn Einschlag bekommen, oder ein a»'gestecktes Faß lange zu Zapffett gehet. Daßder Wein keinen Kaan bekomme, sollein neu-gelegtes Ey vom Nest her annochlaulichl in das Faß zum Spund - Loch hin-ein siiicken lsssen; oder Haselnuß-Laub, ^ai'i-buchen Laub, Esche» - und Pfersich - Laub,'von iedem drey Blätter oben bey dem Spun-de in den Wein hänge». Das beste Mittelist, daß man die Fässer vorher» wohl säube-re, und de»en>e!ben gute Einschläge gebe,ehe ein Wein hinein komnit, solche hernachmit den Spunden genau verwahre, und dieLufft nicht dazu lasse, auch endlich mit Aus-füllen und Abwischen nichts versehe. Da-mit auch der angezaxffte Wein nicht kaa-nicht werde, giessen etliche einen oder zweyLöffel voll heisses oder kaltes Baum - Oeldarauf, welches denselben davor bewahret.Ist aber der Wein bereits kaanicht worden,so nimm von einem Erlen - Baum ein Stü-cke Rinde, schabe die obere Haut davon hin-weg, und laß die innere Rinde dürre werden,hänge sie hernach bloß in den Wein, so ziehtsie allen Kaan an sich, und das thue so offt,bis der Kaan völlig heraus ist. Der Er!en-Rinden kan man sechs oder sieben zusammenbinden, Nachdem das Faß groß ist, ein Lochdadurch stechen, und an einem Bindfadendurch den Spund in das Faß hinein hängen,so leget sich aller Kaan daran, da man sieden» herausziehen und iedesmahls mir fri-schem Wasser reine waschen kan- Oder nimmneue Eyer , und thue sie hinein, bis allerW^in geläutert ist; oder hänge Eiter-Nes-seln hinein, so r-fft es vonuöthen ist, undwische sie allezeit wieder mit frischem Wasserab, so !nld der Wein dadurch reine worden,muß er 'auf ein anderes und reines Gefässeabgezogen werden. Daß ein Vier nicht kaa-nicht werde, soll man im Mayen im abneh-menden Monden Stecke» von einem Hollän-der-Baum nehmen, in der Länge, daß einieder vom Spund bis auf den Boden desFasses reiche, von solchem die obere Rinde bisaus das Grüne abschälen . und in ein jedesFaß einen dergleichen Stecke» stecken, daß eroben am Spunde anstehe, oder man kan ihnauch darinnen schwimmen lassen, solcherge-stalt soll das Bier weder kaanicht noch abge-schmackt werden: Oder man soll eine dickezerschrundene Rinde von eiuer alten BirekeeniecSpannen laug schneiten, in derBreite,Tt; daZ