l-69 Hyacinth Jäger
Jägerei)
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Orientalische, der gestern« mit zwey undder mit drey Blättern, und denn der gros-se und kleine gesternte Herbst - Hyacinth.Alle diese werden »ach der gemeine» Wei-se der Zwiebel - Gewächse gewartet, i unddurch Abseklinge von der Wurhel vermeh-ret/ weil sie hier zu Lande selten Saamentrage», und die von dem Saamen gepflantztt Blumen sich auch qerne sehr verändern.Endlich wird hinzu geseget der IndianischeHyacinth mit knolligter Wnrtzel, sonst Tube-rosen genannt, davon unter diesem Wort«in mehrers. ^ ^ „ .. ... ,,
Hyaeinrk, lst auch e-n durchsichtiger gelb-rttner und seue-^rbichter Edelgestein. sieheund Runst - I.e»icon.
Hypocisteii - Gafft, ist ein dicker, schwar-zer , harkigter, herber, saurer Safft ausxaugvedvck, so von einem Gewächse, wel-ches ^>üu5 Heisset, gemacht wird, und wi-der Bauch- Blut - Flüsse, das Breche» :c.dienet.
r^yppocras, siehe Hippocras.
Hysop, suche Isop-
c^acke,Iacklein/ ist ein gani? kurlzeS Kleid,so die gemeinen Bauers-Weiber und dasGesinde anzuziehen gewohnet sind, und ist sol-ches um vieles kleiner denn ein Wämstlein,Rock-ein oder Camissl.
Jacobs - Rraur, ist ein ausländisches Ge-irächse,welches über und über mit AschfarbnerWolle überzogen ist, und eine lange graue mitwenig Zäserlein und Neben-Wursteln besetzteWurstel, zerkerbte Blätter, wie das gemeineCreuy-Kraut, aber grössere und gelbe gestirnteBlumen hat- Es wachset gerne an der See,wird aber bey uns zur Zierde in Geschirren er-halten, und durch Zerreissnng der Stöcke sort-gcxflantzet und vermehret Hat mit dem ge-wcuien Creuy - Kraut gleiche Krassr undTugend.
I eobs - «Strasse, s. Milch - Strasse.
Jacobs - Lauch oder Hollauch, siehe
Jach-Seil, suche Jagd-Seil.
Jäger, deiffet derjenige, der die Natur, Ti-geni«ait:,nd den Unterschied der wilden Thie-re und Geflügel, vom größten bis zum kleine-steu wei", und die,elbe aus eine aeschickte Art zuwigenoder zufallen gelernet hat,oder mit ei-nem Wort nicht nur die Wirtschaft der w,I-oen Vieh-Nahrung und Zucht verstehet, son-dern auch die Iagerey, oder das Fanaen derwilden Thiere, als eine Kunst gelerner hat.Siehe Jagd.. Es wird aber zu einem voll-kommenen ^ager erfordert, daß er gottes-furchtia sey, und sich vor allerhand verbote-nen Künsten, Aberglauben, Fluchen, Sauf-fen, Spielen, und andern Lastern hüte, daß er°'''csgutt"u,>d schaffe,, Gesichtes,eines gute»Gehöres,schnellerFüsse,nicht gebrechlich, einesPfunden Athems, und dahero laut vomHaise,vanerhasttg, wachsam, gedultig und unverdros-je», von reiffem ^uliicio, aufmercksam, gesun-der und gerader Zahne zum Blasen, hurtig und
geschwind in seinem Vornehmen, unverzagtund nicht furchtsam, eines anschlägigen undverschnitten KopffeS, verschwiegen, treu undnicht neidi!ch sey, das- er Liebe zu denen Hun-den habe, seinen Seit-Hund wohl zu arbeiten,und andere zur Jagd gehörige Hunde behörigabzurichten wisse, wohl reiten und schwim-men könne. Daß er ein auter bewährter Schu-lze, auch Forst-Hirsch - Holy-und Jagd-gerecht sey, sein Jagd - Zeug wohl in achtnehme, auch wenn einem Menschen, Pferde,Hunde - und Raub - Vögel jähe eine Verle-kunq oder Unfall zustösset, denenselbeil in derNoth mir Hülffs-Mitteln beyzuspringen undzu rathen wisse. Er muß wissen den Vogel-Leim zuzurichten, die Leim-Spindeln auf dieFall Leim-und Platt-Baume zu stecken, dieWald - und Feld-Tennen zuzurichten, dieReb-Hüner mit dem Treibe- Zeua, Hoch-Ne-ke und Tiraß zu fangen, Wachteln und an-dere Vögel zu locken, die Raub-Vogel zu be^-stricken, den Wasser-Leim, iiigleichendieWild«pret - und wilden Tanben-Suiyen zu bereiten,die Maschen,Schlingen und Dohnen zu stellen,dem WMr-Geflügel nachzugehen, und demsel-ben Fänge zu stellen. Er muß auch allerhandArten Tücher,Garne und Netze, ausdashohe,mittlere und kleine, auch Feder Wild zu stellenverstehen, damit er nach einer ieden Iahrs-Zeit,und nach einer ieden Gelegenheit gehörige«Nuften schaffen könne. Weil aber einem Iä---er allein so vielen Sachen vorzustehen, und zubestreilen nicht wohl möglich, auch die Zeit, al-les allein zu verrichten, nicht zulänglich, altwerden mehrentkeils zu einer ieden besvndem-<agd auch besondere Leute bestellet, und die, ssten den hohen Jagden dienen, eiaentUchJä-ger; die bey dem Renn - und Jagenbestellet,^?"«""oder^»/ö^-Jäger;die derReiger-und anderer Baw vorgehen, Falcke-nier, und die. so allerhand klein Weidwerek zufanac» be^ellet find,Hasen Iager oderFeder-«Schulzen und Hüner-Fänger genenner- EinJäger bedarff zu seiner Profeßion mancherleyZeug, gute Pürsch-Röhre, Schrot-Büchlen,ßlinten, eine Weide-Tasche, ein Pulver Hornmit a item raschen Pulver, (dessen er noch »lehrzu Hause an einem trockenen Orte verwahrethaben soll, weil die Feuchtigkeit des Pulversdieses an geschwinder Entzündung verhindert,und dadurch mancher Fehl - Schuß verursachetwirb), Spanner, Raum-Nadel, einen Weidneroder Kirsch-Fänger mit »Messern, Schrauben,Saaen undNcbem oder Bohrern,Hals-Bän-der, Kuppeln und Hey-Riemen vor die Hunde,,starcke Schweins-Spiesse oder Fana - Eisen aufdie wilden Schweine und Bären, Gabeln undZangen, dieDächse, Füchse, Wölffe, Luchse,wilde Kake» und Fisch-Ottern vom Leibe zuhalten und anzufassen, auch Spaten, Schaui-fein und Hacken, die Dächse damit auSzugra-ben :c.
Iagerey, heissen mit einem Wort die ge-sammren Bedic»leii,so zu dem Zagen gehören,und dabey ein Amt oder Verrichtung habe»,Siehe Iagd-Vedien».
Jagcrey,