Z45 Futter-Kasten Futte^Schwinze
Futter-Danck, siehe HeckerlingsVaiick.
Futter-Rasten, ist eil! nothwendiges Be-hältniß in einem Pferd-Stall, worein H-berund Herling, als das ordentliche PferdeMutter gethan lind aufbehalten wird. Einjeglicher Knecht muß vor feine Pferde einenbesondern und verschlossenen Futter-Kastenhaben, damit keiner dem andern, wie manchemahl zu geschehen pfleget, das Futter bemau-sen möge. Sie werden gemeiniglich in ei-nem Wmckel, oder an einem solchen Ort desStalls angebracht, wo sie bequem und ohneHinderniß stehen können. Ein ieder Kastenso!! zwey Fache haben, davon das eine vorden Heckerling noch ein mahl so groß, als dasandere, worein der Haber geschüttet wird,seyn soll ; wiewohl andere, welche den Knech-ten, und zwar nicht ohneUrsach, manchmalnicht viel gutes zutrauen, solchen Unterschiednicht leiden, sondern Haber und HeckerlingANter einander in einem Kasten schütten las-sen; doch kan diese Vermischung auch in demdoppelten Futter-Kasten geschehen, wennnemlich der Knecht so viel Heckerling in dem«rossen Fache hat, als er eine halbe WocheLber haben muß, mit demselben aber den Ha-ber, so bald er solchen von seinem Herrn oderdein Verwalter erhalten, in desselben Beyseynunter einander menget, welches gemeiniglichund am beqvemKcn Mittwochs uns Sonn-abends geschiehet Uiber solchen Futter-Ka-sten pflegt m >n zugleich die Heu - Bucht, aufdie h -.lbe Woche gebunden Heu hinein steckenzu können, anzubringen, und mit einerFall-Thüre und Vorlege? Schloß zn ver-sehen.
Futter - Bkinge, ist einemigefehr vier Zollbreite, und über fünff viertel Ellen lanae vongutem Stahl verfertigte Klinge, welche andie Heckeklings-Banck feste gemacht, unddas Srroh damit zu Heckerling oder Hachse!,oder auch das Grummet zur Siede vors Rind-vieh damit geschnitten wird. Siehe Hecker-lings-Danck.
Futter-Rah/ eine Pferde - Kranckheit. Sie-he Rah.
Futter-Rauffe, ist diejenige, welche zuWinters - Zeit, und wenn das Vieh nicht aus-zetrieben wird, demselben in den Hof auf dieMist - Stäke gesieller wird, um daß sie dar-aus d>is «orgeworffene Stroh fresse» sollen.Siehe Rauffe
Futter-Säcke, heißt man diejenigen Sä-cke, weiche den Pferde - Knechten zum Inven-tar!? gegeben werden, und worinnen dieselbedas Futter vor ihre Pferds von dem Bodenholen müssen.
Futter - Schwinge oder Futter-Wanne,ist ein von Weiden in Gestalt einer! Muschelgeflochtener Korb/worinnen das Futter vordieMrde so rein, als immer möglich ist, ge-schwungen werden muß. Denn so dasselbeunrein oderstaubigt, oder etwan Hüner-oderGänse-und anders Federn oder Koth darin-ne gelassen, und also vorgegeben wird, sobekommen die Pferde alsodald den Husten,
Futter-Sieb E^e! Gchörn 846
und werden Haarschlächtig, oder vergehen,!verdorren und verkrop-en davon,l Futter Sieb , ist ein Sieb, wcrinne dieKnechte das Futter sieben u'ld von fdicherUnreiüiareit lefr^ye», welche durch daSSchwingen nichf hinweg gehet-
Futter-^trol). ist Nicht nur das Weitzsn-Gersten-Haber - Bohnen-Erbsen - Linsen - undWicken-Stroh, sondern es werden auch disAchren - Gebünde, Wirr-Bnnde oderWurm-Gebünde, von Roggen-und andern Strohdarunter verstanden.
Futter-Wanne, siehe Futter-Schwin-ge-
abe, Gaben, sind entweder Almosen, soman denen Armen giebt, oder Geschen-ke, daher die Redens-Art! Gift und Ga-be» nehmen, die zu nehmen sich die Beam-ten enthalten sollen: Oder es bedeutet end-lich die Landes - Abgaben oder Gaben vonGütern, Gewerben und Köpfen. Ein Wirtmuß sich sonderlich um die Gabe,, bey denenGütern Und Gewerben bekümmern, und sol-che bey der Würderung des Gutes abziehen,ehe er den rechten Werth setzet.
Gabel, ist ein entweder von Holst odervon Eisen verfertigtes und seinem Gebrauchnach aus zweyen oder dreyen ?incken und ei-nem langen Stici bestehendes Werckzeug, des-sen man bey einer Haushaltung verschiedeneGattungen hat. als Fleisch , abel,^e>!-Ga-bei, Mist Gabel, Ofen Gabel, Reich-Ga-bei, Schütte-Gabel, Snnu-Gabel. derenErklärung unter ihrer besondern Benennungzu findeinst.
Gabel, Heisset auch insonderheit dasjeni-ge Instrument, welches man nebstdem Mes-ser über der Mahlzeit zum Speisen gebrau-chet, um solche theils be -Mm zn zerlegen,theils zum Genuß zu dem Munde damit zuführen. Diese Gabeln sind entweder, wieam gcwynlichsten, zweyspitzig, groß und starck,wie die zum Tranchiren dienliche, oder aufFrantzösische Art zuaerichtet, drey ja vier-spitzig, derer man sich zum Salat und denübrigen Speisen insgemein bediene:-
Gabel, so die Jäger gebrauchen, einenin Netzen gefangenen Wolff, Lux, Dachs,Fuchs, Fisch-Otter oder anderes dergleichenwildes und beißiges Thier, um den Halszur Erden zu drücken, damit man ivlchesdesto sicherer angreifen, und hernach um ssviel besser mit demselben handthieren könne,ist wie eine mäßige Streu-Gabel zweyzan-kigt, entweder gantz von Holtz oder vonEisen mit einem höltzernen Stiel, zu denFisch-Ottern aber muß solche dreyzanckigtsey".
Gabel, ist auch das vorderste Stuck emeSeinspännigen Wagens, welche aus zweyenvor der Vorder- Achse zusammen gefugtenBäume» oder Deichseln bestehet, zwischenwelche» das Pferd zum Ziehen eingcipannetwird. ^ ^ ...
Gabel-G-Körn oder Sabllchtes GeHornnenne» die Jäger, wenn zu rberst an iederDd 4 Stan-