Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
595-596
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Dutzend

Eber

Erbsen-Blättern nicht ung!eich, iedvch zar-ter und glätter. Auf den Gixffeln der Zwei-ge erscheinen gekrönte und gelbgrüne Blüm-lein. Der S^iue istgMischwartz, Die Wur-zel aver schiecht weiß und zaficht. Man fin-det dieses Kraut auf den Feldern und Rai-nen in den Weinbergen, und an andern Or-ten, wird aber auch seiner Nutzbarkeit wegen,in die Garten gexflantzet, und muß jährlichvon dem Saanieii augebauet werden, iwe-wvhl es sich, wenn es einen bcgvsmen Ortfindet, vou selbsten durch gedachten seinenS..a^ :en fortp-iantzet; es blühet im Julio,und wird aisdenn'gesammlet, in Wein em-gedeitzt, und ei« heilsames Wasser darausgebrannt, wie iuan denn auch so wohl ausdem frischen Kraut, als aus demSaameiieingutes Wund - und Bruch - Pflaster verferti-get.

Durchwurff, ist ein von Drat geflochtenes,und mit breite-! böl-'-ernen Rahmen versehe-nes Gegitter, so au be:>dm Seiten uut etwaserhabenen Leisten versehen, wodurch die Gärt-ner und Handlanger Sand und Erdreich zuWersten, uuo dadurch selbiges vou den Kiesel-Steinen und anderm groben Zeug zu reini-gen offeacn-

Turä>,le!?e!7, wird bey der Nahterey in«weyerles Verstand gebraucht, einmahl ver-stehet man danuner, wenn einige Gold-Sil-ber - oder Zwirn - Fäden zugleich eiugefädmet,und m Nesseltuch, Leinwand und anderesklares Zeug, ms» den Faden nach,eingez»gen,und an den Seiten oder Rand zu einer Zie-rat!) neben einander qeneher worven, als wä-ren sie daselbst eingewircket: Nebst diesemHeisset dieses auch dürchziehen, so bey der War-kiüe Naht auf der linckeu Seite die Fullun-<zen mitvrelfachemVaumWolleuen Garn durch-zogen werden, damit auf der rechten Seite dieErhöhungen dem Muster das behorige Anse-hen geben.

Durst, wird diejenige Reikung genennet,welche bey Menschen und Vieh, aus Man-gel der Feuchtigkeit entstehet. Dieser ist nunentweder natürlich, da derjenige Dampff,weicher aus dem Magen in die Höhe steiget,und die Kehle ordentlich feuchte erhalt, durchuiaucheriey sich ereignende Umstände, der-gleichen saltzige Speisen, starcke Bewegungpnd solche Mittel, die eine innerliche Hitzezuwege dringen, gleichsam verrauchet oderLerzehret worden, und die Kehle trocken las-set; oder ausser-natürlich, wie beyfebrili-schen und anderen Kranckheiten; diesem istnoch beyzufügen der zweyfache falsche Durst,davon der erste bloß in einer Trockenheit desMundes oder vielmehr Gaumes bestehet,womit insonderheit diejenige» beladen, dieNachts - Zeit mit offenem Munde zu schlafengewohnt sind, dafür das sicherste Mittel dieUnterlassung solcher üblen Gewohnheit, unddenn ein Glas Wasser, darein geröstet Brotgeweichet, um in bedÄssendem Fall, etwasdavon im MuM zrl nehmen und den Halsdamit auszuspülen; der andere ist nur de-nm serttuMeiM Brüder,'! und Bier-

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Eseln gemein, welche, so bald sie n»? ^nes mir ihrem Element gefüllten Kru»'»oder anderen Tunck - Geschirres a,M.tig werden, ane!, sogleich zu dem feue-ren Inhalt desselben hcsstige Neitzu,,, i!--kommen.

Duycnd, ist eine gewisse Anzuhl einU,.Dinge von einer Art, derer zwölffe ei» GW.zes, das ist ein Dul?end, ausmachen. Es Hei-den im Handel und Wandel, unterschiedeWaaren nach dieser Zahl abaerheilec, »iidd>mit notiret; insonderheit führen ben erdenk-licher Haushaltung die Frauens - Person^mancherle:» Gerathschafft nach dieser AiWin ihren Küchen-Wasch - und ander» derglei-chen luvsnrsnis.

/Abene, ist eine ganke Kegend der Erde «h-

ne Berge uud Thäler, derenganft gleich und nicht abhängig, über de-iiaber auf keinem Gebirge lieget. De.iiider Wirtschasst ist es noch nicht gleich MEbene, wenn man keine Berge und Hiizelsiehet, sondern es muß die Flache auch keuieGebirge ausmachen. Eine solche GeMdienet zwar zum Acker-und Garten-Äu;allein sie ist auch eben nicht allemahl diebeste.

Eben-Holy, ist ein Stein - festes und mFener einen wohlriechenden Geruch von sichgebendes Holü, das! gerne brennet, so «SAfrica und Indien zu uns gebracht, und di-hero unter das Pfund - Holtz gerechnet nmd,das mau nach dem Gewicht bezahle» muß.Es ist an diesen Orten so gemein, alS irMben uns das Eichen - Hol«, aber unzleichharter und fcster;dieRindedaransiehelM,das Holn aber, und zwar das Äfric-niijchegani; schwark, das Indianische hergege», alsob es strieniig wäre, sein Laub^ gleicher dmLorbeer-Blattern, und die Fruchte deirÄ-cheln. Das schönste wachset in der MlMauritius. Es kan aber von Apffel-Birii-uudWelschen Kirsch-Baum - HM ze. wel-ches fest, starck und ohneAderu ist, jiembchnachgekünsteit werden. Denn man lasset der-gleichen Holtz, wenn es glatt gehobelt, iiilieiner feinen schwarken wohleinbeissendeil Mbe offt bestreichen, oder bey einem ^uten»seinem schwarten Farbe-5ressel, dariinlc»te gesarber werden , recht einziehen, b>»^neS Messerrückens starck, wei>n eS nun»»Schatten wohl trocken worden, politt n«dasselbe erst mit einem Eisen aus dem gr«»'sten, daß der llurath der Farbe abgebe,nach aber mit Schasst-Heu, Kohleil-^r«'beund Baum-Oel, wie daS Eben-yoltz, 'derer Arten dergleichen Holn zu falben » 'ietzv zu gesehweiaen; wenn aber l'0"!°'« ^falschen Holtz etwas geschadet und -len geworffeii wird, verräth der davon eimhende üble Geruch gar bald, daß es keintes Eben - Hol» sey.

»Lbcv, sönsten auch der Bahr, -Hccker, oder^ackschgeuannt, ill j-

lein unter den wilden uud zaymennen, welches zum Belege» der