iszz Linsen-Getraide ^och-Baum
Zoch-Stein kock-Tnte is^
Jahr. Die Blätter kommen m der Wir-kung mit denen Senes-Blättern überein;der Saame aber purgieret den Menschen mitDeschwernnq. Dieses Bäumlein wächset inItalien wiid, und wird von einigen Schaaf-Luisen genennet, weil man die Schaase da-mit soll mästen können. Eine andere Artvon diesem Gewächse ist die ^»iurea siiiczuvl»oder ücorpiniciez mzjor, welches kleinere linddnnckel-grünere Blätter bat, und seinenSaamen in krummen gelenckigten Schotenträget. Die Blüthe davon riechet lieblich,und muß im Winter beygesetzet werden. Sei-ne Vernichtung geschiehet so wohl durch dieZertheilung der Stöcke, als auch durch denSaamen.
Linsen-Getreide, wie es im Oesterreichi-schen genennet, und an vielen Orten gebauekwird, ist eine Vermengnng des Saamens, daim Frühjahr Gersten und Linsen unter ein-ander gebauet,' und die davon eingeerndteteFrucht, zur Helffte, oder zum dritten Theilunter das Korn oder den Roggen gemengt,gemahlen, und vor das Gesinde und arbeit-same Leute ein Brot daraus gebacken wird,weiches man vor sehr ergiebig und wohl näh-rend hält. Die Felder, darauf es wachsenund fortkomme» soll, müssen gleich denenGerste» - Weckern wohl gedüngt und behönggearbeitet seyn-, gemeiniglich wird eS auf dieFelder, wo das vorige Jahr Weiyen gestan-den, oder doch auf die trächtigsten und bestenKorn-Felder gebauer.
Lißte, Liste, Liese, wird an einem Leiter- ^Wage» oder Karrn das Stell-Holtz genen-^liet, welches an die Achse vor das Rad miteinem eisernen Ringe geschoben wird, obenaber die hohe Leiter, indem es durch dieLießt-Kette dann befestiget und gesteckt wird, indie Höhe stemmet und nnterstünet.
Loch - Äaum, Loche, Lauche, oder auchCreuy - Baum, heissst ein an der Grenye!zum Mahl oder Marckung dienender, undmit einem eingehauenen oder gebohrten Lo- iche bemerckter Baum, welcher gemeiniglich!zwischen Wald und Wald, oder zwischen Holst !und Feld den Unterschied anzeiget; wiewohl!man auch einige findet, die Feld von Feld oderFeld von Wiesen abmarcken oder abmahlen. >Hierzu nimmt man Bäume, die in Wiud und !Wetter dauerhafftig genug sind, z. E. Eichen, jLinden :e. und an sumpsigten Orten Erlen.!Dergleichen Bäume werden von gewissen dazu !verordnet-und verpflichteten Leuten gezeichnet,!und gewöhnlicher Massen ein Crentz hineingehauen, deshalben man sie auch Creuy-Bäu- jnie nennet, zugleich aber indessen Mitte vor-gedachter Massen einLoch gebohret, sie sind ent-weder eigen oder gemein- Die EigeneLoch-Däume stehen zwar am Unter-Marck,, aberaantz auf des einen Eigenthums-Herrns Bo-den; weswegen sie demselben allein zugehü-ren, und hat der anstoffende Nachbar keine»Theil daran, Sie werden aber also gezeichnet,daß die Lochen nur auf der einen Seite gegenden anzrenkellden Nüchlm sich befinden, aus
^ der andern Seite hingegen die Bäume »nbe.^ merckt und frey gelassen seyn. Die gemeinenLoch-Däume aber stehen mitten aus demUnterziel, und sind beyden Eigenthums-Herren gemeinschafftlich oder theilsamlich zu-ständig, dergestalt, daß einem ieden der hal-be Theil daran gehöret; dahero siedennhi,,-ten und vornen, in der Mitte des Baumsdem geraden Untermarck nach, gelochet wer-den sollen; wenn sich aber die Marckung wen-det, und nicht stracks für sich gehet, so wirdein Eck-Lochen gemacht, und also bezeichnet,daß sie einen Winckel beschliesset. Doch istüberhaupt bey dieser Marck- und ihrer Be-zeichnung zu mercken, daß es hierbey m-nemiich auf eines ieden Orts Gewohnheit an-komme Sothane Lochen sollen aufs weich-ste in fünff Jahren einmahl erneuert und wie-der auSgehauen werden, immassen sie sonst»verwachsen, absonderlich wen» die Bäumegesund und nicht alt sind, an denen die aus-gehauenen Creutze durch Länge der Zeit, s»sie nicht verneuert werden, dermassen »er-wachsen und verwimmern, daß man gar keinZeichen von aussen her mehr sehen kan, undofft wohl etliche Zoll tieff in den Ban«hinein hauen muß, bis man dieselbizen an-trisst.
Loch-Stein, ist eine Art eines Mahl-Ste»-ncs, davon dieses Wort nachzuschlagen.
Loch-Taube, suche Holy-Taube.
Lsck-Ente, ist eine zahm auferzogenewilde Ente, welche, andere wilde Enten aufdem Enten-Fang zu locken, abgerichtet ist.Man muß sie aus wilden Enten-Eyern durchHaus-Hüner oder zahme Brüt-Enten aus-brüten lassen, und denenselben, wenn sienoch jung sind, gewisse Kennzeichen aufdem breiten Schnabel schneiden, nach welchemSchnitt die Haut des Schnabels abgezogenwird, damit man die Lock-Enten vor andernerkennen möge; sie können auch an den Fü>-sen ein wenig aemercket werden. Man mußihnen täglich Haber in die Röhren vor-iverffen, damit sie gerne hinein geben; >ndiesen Röhren müsse» sie länger denn sechsWochen, zur Abrichtung, innc sitzen; solch-Röhren werden vorn und hinten wohl unosest zugemacht, und die Lock-Enten darin-nen mit allerley Getraide oder auch grumnKräutern, als Erbsen, Bohnen und ander»dergleichen annoch unreiffen Fruchten, I»man vorhero klein schneiden muß, mgieichenmit Trebern gespeiset- Der Entenfanger voerWeydmann, der diese Enten zum Fangenabrichtet, muß ihnen iedesmahls selbstenKörner vorwersscn, dabey mit Reden mioMissen sich hören lassen, auch seme auf dwEntensana abgerichtete Hunde bey NW ^den- Wenn sie also obgedachte Zeit u»eingesperret gesessen, und des WeydmaiinPerson, Stimme und Pseiffen wohl kenne,auch der Hunde und des Haber - Äorwu Mwohl gewöhnet sind, werden sie wsgelM,und ihnen gegönnet, daß sie des Nachtt !