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[1] (1764)
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1673-1674
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Limon i«

kimonien- Baum

1674

kange ein Rißgen hinein, und wirfst sie iin GIaS, welches man wohl zubinden und behöfrisches Wasser, lässet sie nachgehends ">e>' rig verwahren muß. M.,11 versekr diesennem Kessel imt Wasser so lange sied-n , bis -sie etwas weich worden. Wenn sie sich mireiner Steck-Nadcl weich stechen lassen, mmmtman sie heraus, leget sie in frisches.Wa< er,lässet sie d«ey oder vier Tage darinnen Ue-aen , und giebt ihnen alle Tage dreymahlfrisch Wasser. Nach diesem sucht man durchden geschnittenen Spalt das A^rck samt denKernen heraus zu bringen, daß die Frucht inihrer Form bleibe, oder man zerschneidet siein halbe oder vier Theile, und wirfft sie wie-der in frisches Wasser, darinnen sie noch ei-nen Tag oder Nacht liegen bleiben können.

Hernach thut man so viel Zucker in einen!,ich hat, daß er Perlen, Edeigesteine und der-Kessel, als man, die Limonien darinnen sie-> gleichen aufzulösen vermag. Der aus »nzei-den zu können, von nöthenhat, giesset etwas ^ligen Limvnien gepreßte Saffc, auf drey LochWasser darauf, daß es zerschmelize, setzet ihn mit Malvasier getruncksn, rreioet den Nie-

S>-5t auch zuweilen mit Bisam oder Ambra,und stellet ihn in kleinen Mschlein an die Son-ne- Ohne Feuer den Limonien - Gafft zu nia-^egt man auf ein Pfund Limonien-L)afft zwey Pfund Zucker zu nehmen, und sol-ches zutammen in einein Glas an die heisseSonne zu stellen. Dieser also an der Son-nen oder am Feuer bereitete Saffr dienet, ii»Fiebern den Durst und Hitze zu stille» und zudampffen; dahingegen der rohe Suffr au«den sauren Limonien , wenn er häaffig undunvermischt genossen wird, dem Magen sehrschädlich ist, weil er eine solche Schckr.se bei,

hernach aufs Feuer, und lässet ihn eine Vier-tel- Stunde sieden, schäumet ihn fein rein,nimmt sodenn den Kessel vom Feuer, legetdie Limvnien, von welchen man vorher» dasWasser rein abttieffen lassen muß, in den Au-

ren - Stein gewSltig aus , und lobtet dieBauch-Wurme. Aeusserlich gebraucht manihn wider die Krcktze und Wartzen, machetauch die Hände zart und weiß, wenn manihn mit ein wenig Saltz vermischt, und sich

«er, hierauf icksset man es zusammen eine damit waschet; doch muß man die HändeViertel - Stunde sieden, nimmt den Kessels von sich seibsten trocken werden lassen. Diewieder vom Feuer, und lässet ihn eine Stunde^ Limonien «Schalen, nachdem der Safft auS-vder anderrhalbe stehen, tauchet aber indessen-gedruckt ist, wenn sie auch schon faul sind,die Limonien immer unter, darnach letzet man^so sie mit Kessel-RuS vermischt, und als»sie wieder aufs Feuer, und lässet sie, wenn ^ das schwarye Leder oder Schuhe damit ge-sie eine Viertel-Stunde lang gesotten, wieder^ rieben werden, gebe» einen überaus schöne»so lange stehen, wie schon gemeldet. Wie sie! Glantz, als ob sie neu wären. Limvnien-im»

nun also fünf oder sechs mahl ab - und überzeseyet worden, so nimmt man auf die setztedie Limvnien, wenn sie ein wenig verkühlet,heraus, und leget sie aus ein mit ein wenigStroh überleitetes Gegilter, damit sie aufsolchem allmckhlig treuze werden. Den Lt-mo»ien-Safft zu machen, schneide man diegelbe Schien von denen Limvnien fein dün-ne und Stuck - weise herab, thue dieselbe inei» Glas, und setze sie in den Keller, druckehernach den Safft auch in ei» Glas, so vielmöglich, als aus dem Marck zu bringen, setzees also verdeckt an einen Ort, laß es dreyTage stehen, damit er sich setze, hernach seihe«nd giesse man ihn erliche mahl durch einenwollenen Sack, daß er sein klar werde, als-dem, Mse man ihn in das andere Glas überdie Schalen, lasse es also einen oder zwey Ta-ge beysammen stehen, seige den Safft wiederdurch ein Tüchlein, drucke die Schalen ans,und lasse sodenn den Safft «och etliche mahldurcy einen wollenen Sack lauffen, damit er,so viel möglich, lauter werde. Zu einemMüde dieses SafftS nun nehme man andert-halb Pfund geflossenen schönen Zucker, giesseden Safft über den Zucker in emcn irdenenTiegel, setze es auf eine Kohl-Pfanne, undlasse es also stehen, bis der Zucker gantz ier-gangen ist, doch daß es nicht siede, rühre es auchi» Zeiten mit einem höltzernen Löffel auf, (dennman darff weder mit Silber noch mit einemandern Metall hinein greiffen) hebe alsdennden Safft herab, und seige ihn, wenn er kaltworden , durch ein dickes Tuchlein in ein

Pomeranzen - Schalen eine Hand voll mitzwey Loth Würtz - Nckgelein und Zinuuet instinckenden Wein gehckngel, und denselbenvier Wochen ruhen lassen, michet solchenwieder gut. Der Rauch von dürren Limv-nien-Schalen vertreibet allen andern bösenGeruch, ingieichsn auch, wie man sagt, dieSchlangen; mit dem Safft kan man Din-ten - Flecken aus leinenem Zeuge bringen.Die gar kleine» Limonien, wenn sie nur wieeine Olive, oder noch kleiner sind, die vhne-dis allsallen, kan man in Eßig und Saltz ein-machen. Man macht auch von Limvnien-Scheiben, nachdem die Aepffel geschäiet, ei-nen eilfertigen Salat, wenn man Jucker dar-auf streuet. Uiber dem aber kan man mitHulffe dieses SaffteS aus Sellerie - Wurtzeln,wenn dieselbe in dünne Scheiben geschnitten,und mit Zucker wohl über-und durchstreuet,eine Weile gelegen haben, dergleichen ver-fertige» , indem man Limonien - Gasst dar-über drücket, und wieder eine Weile stehe»lässet. Die Limonien kan man übrigens infrischen Zimmern in Sand, Kleyen oder Hir-sen lange gut erhalten.

Limonien-Daum, der Baum, auf wel-chem die nächst vorher beschriebene Früchte,nemlich die Limvnien, wachsen. Er ist iitder Grösse eines Citronen - BaumS, deineer auch sonsten in vielen Stücken gleichkommt, denn seine Aeste und Zweige sindschlanck, und mit einer grünen Rinde be-deckt , daran hin und her Stacheln oderGgg j Domen