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[1] (1764)
Entstehung
Seite
1657-1658
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wenige; von diesen kan man »ach'ehends aufvor besagte Art, Schößlinge abbrechen, scloiae»«setzen, und sich stdenn weiter damit verjc-hen. Die Kälte können die einfachen gelbenkevevlen noch ziemlich vertrage!!, und schadetdenenselben eben so viel nicht, ob iie Mchein wenig gefrieren, wenn sie nuraii emcii Ortgebracht werde», da sie wieder aufthauenkönnen, doch werden die Blumen nicht >oschon, als wenn sie vom Frost mcht getrof-fen worden wären. Die gesuliten gelbenkevcvjeü aber sind viel zärter, und könnendie geringste Kalte nicht leiden ; werdendemnach beyde zugleich im Gewächs-Hau-se, oder auch nur in einer Schlaff-Kam-mer, wo man so viel Raum hat, und es mchtgefrieret, am besten und sichersten überwintert.Wenn diese einfachen und gefüllten gelbenkeveojen schön roth werden sollen,muß man sievfft mit etwas Ochsen-Blut, oder aber mitWasser, woraus Fleisch gewaschen worden, be-sessen. Ausser diesen erstbeschriebenen gel-ben Levcojen, giebt es noch welche von andernFarben und gefüllt, als gank »veisse, Purpur-rotke, Viot- braune, vurpur-rorhe undweisse, Blut farbne und rveisse, und aus an-dere Art geflammte und gesprengte. Ihre Ver-mehrung aeschiehct auf die oben schon angezeig-te Art: Doch kan man auch die gefüllten aufnachfolgende Weise ziehen: Man erwählet et-liche gute einfache Leveojen Stöcke, von aller-hand Farben, weiche oben bey dem Hew -Kol-ben oder Stenge! schmale kräuslichte B!ätter,

bringe.^ So bald sie nun blühen , so nimmt mandie gefüllten im vollen Mond aus, und setzet!!- in die Geschirre, begiesset sie fleißig, stel-let sie vierze'yen Taae in Schlitten, bis sie be-wurtzeln, u?'d sich wieder erfrech«, alsdeiin kanman sie auch zu den ander» Gewachsen stellen.Ausser obbeschriebenen beyden Arten der Ver-mehrung durch den Saamen und die Schößlin-ge, hat man noch die dritte, welche durch Sen-kung oder Einleguna der untersten Aesie in dasErdreich, oder durch Anhängnnq der Spalt-Töpffe geschiehet. Die drerüährige» Stöckesind die beste», wo sie alter werden, taucen sienichts »lehr. Diese Blumen wollen im Win-terin keinen Keller, sondern wie die Nelcken, inein lusstiges, doch nicht gar zu warmes Gemachgesetzet werde», damit ihnen zuweilen, wen» ge-linde Wetter ist, mit den Nelcken frische Lusstdurch Eröffnung der Fenster, kan zugelassenwerden, denn wo sie allzu warm stehen, schösse»siezuhestia, und bringen gar kleine und unvoll-kommene Blüten hervor. Wenn Schnee lie-get, kan man ein wenig am Rande ohne Be-rührung des Stammes umher legen, daß dieFeuchtigkeit allgemach zu der Wurtzel ziehe;in dessen Ermangelung aber, kan man dieErde ei» wemq mit laulichtem Wasser be-feuchten, so wird der Stock fein ftisch undgesund bleiben: Denn alle Gewächse werdennur zu dem Ende in die Gebaute gebrachtdaß sie vor der Kälte msgen erhalten werden,nicht aber, daß sie im Winter wachsen sollen,als welches ihnen höchst schädlich ist, ja öffters

gleich denen gefüllten haben, setzet sie, wenn, ihr gäs.'-liches Verderben verursachet. Das

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MliN die gefüllten auSnimmet und eiiiseyel, mitin Blumen-Töpffs, benimmt selbigen gleichvom Anfang alle Blumen, daß sie einen Som-mer gar nicht blühen, damit die Kraft desto bes-ser in den Stöcken bleibe, und verwahret siebenden gefüllten den Winter durch,bis in denHrüh-ling, alsdenn stellet man sie mir denenselbenwieder in den Garten, an einen Sonne,i-re>chen Ort, doch nicht eher, «ls im April, undnimmt allemahl fleißia in acht, weiche Blu-men mit dem vollen Mond ausgehen, baß die-selben zusammen stehen bleiben, die andernabxr müssen alle abgenommen werden. Sol-cheii^aamen nun muß man rechr und wohlam stocke zeitig werden lassen, und wenn erzeitig ist, an einem hellen stillen Tage mit demvollen „^nehmen, auch bis zur Säe-Feit denselben in den Schoten verwahren, wel-ches besser, eis wen» cr gleich auv^emawetwird -

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hernach fleißig

oder die so genanntenSchnee Tropfen oderSchnee 1?lo!c», sindein Zwiebel-Gewächse, und eine von den er-sten Frühlings-Blumen, deren man dreyerleyGattungen hat. Das erste wachset auf denenWiesen,und anfeuchte» und schattigte» Orten,bestehet aus drey Schnee-weissen langen undaus drey kürkern, mit einem grünen gestreiff-tenHertzlein bezeichneten, und in Gestalt einerKrone zusammen gesetzten Blätlein, und ha!einen schwachen der Korn - Blüte faß gleich-kommenden Geruch. Das andere mit sechsweissen Blätlein, und unten mit grünen Näge-lein, stehet auch in den Wiesen, und hat einenlieblichen Veilichen-Geruch. Das dritte wirdnur in den Gärten gefunden, hat gleicher Ge-stalt weisse, und mit grüner Farbe unten be-merckte,aber mehr blätteriche und eefüllteBlu«men. Diese beyde blühen etwas später, als die

einander, son-man sowohlzu verpflan-

sie assdenn Fingers lang erwach- pflegt)' gesefit werden" Sie lieben feuch->?an jede Act alleine, oder durch ten Grnnd, und setzen ihre Kiele häuffig zu,.tra

einander, an eine» Sonne»-reichen, lufftigenwarmen Ort und fettes Erdreich vflantzen, denndie Erde zu diesen Gewächse» ist, ieMutiger, starcker und vollkommener solche wer-! !u starck in die Stengel trei-

ven, muß man die untersten Zweige alle weg-!/^^en, damit der Hertz-Stengel seineKrafft»esto besser beHalts,und auch seine Blumen eher

gen auch allesamt ihren Saamen, dadurch sieohne viele Mühe mönen fortgepflanzet werden.Wenn man die Zwiebeln, gleich anderm Kiel-werck, im Herbst uinseket, kommen sie nicht al-lezeit den nächstfolgenden Frühling zur Blüte,daher es besser, wenn sie alle Jahre stehenbleiben. Aus den Blumen wird ein Wasserdestiiliret, welches Sie Sommer-Sprossen ver-treibet,