Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
1655-1656
Einzelbild herunterladen
 

,6;; Leuchter Levcoje

Zev coie

Mangels recht, daß man nicht so voreiligdiesen Satz: diejer^und jener kan gar nichtsarbeiten/ zulassen dürfe, wenn man nur ictzt-zedachteAnmerckuiig besser beobachten wollte/aank wohl gezeiget. Und was hilsst auch dasVerbot der Berkeley/ und das unchristl'cheVerliessen der Bettler / wenn man nicht

1656

viere sind, muß so groß seyn, daß/wenn sierecht schon zusammen, einen grossen Reich«-thaler bedecken, und sind dabey an dem un-tern Theil schön braunroth, der obere aberist hoch Go-d - Färb. Der gefüllten hatman zweyerlen Gattungen , daoo« die klei-nere und bleichere nichts beMders,«uf Mittel dencket, die Armen ohne Bette- j grössere überaus schön, und so gar gememley zu versorgen? Dieses kan aber durch, «ich: ist/ auch um solcher ihrer Schocheicnichts als 1) durch ordentliche Annen - und, willen, gülden Lac - Viol genenner wird.Polieey - Casse» und Anstalten; -) durch der-! Alle diese Sorten der gelben Levcojen, dlei-gleicheu Arbeit»-Anstalten, geschehen, dazu den gar selten über ein Iakr lang schön,denn auch die Ausjvndermig solcher Arbei-^ sondern die Blumen, ,ob sie schon das ersteten, die sich vor ungesunde und gebrechliche! Jahr noch vollkommen geblüher, werden dasArme schicken, dergleichen dieses Lesen ist, folgende darauf so klein und schlechtgehöret.

Letter, suche Leiter.

Lruchel, siehe Rnoblauchs - Rr.iut,welches an verschiedenen Orten diesen Nah-men führet.

Leuchter, wird dasjenige Instrument ge-Nenner, worauf man ein oder mehrere Lich-ter erhöhen und aufstecken kan, damit selbi-ge einen finstern Ort erleuchten mögen. Lssino aber diese der Form nach gar verschie-den und zu mancherley Gebrauch eingerich-lct, AlS da giebt eS Altar - Leuchter oderGveridonen, Kronen - Leuchter, Arm - oderWand-Leuchter/ Drat - Leuchter, Hand-Leuchter, Stech oder Stock-Leuchter, wel-che alle seines Oris beschrieben zu finden.Am gewöhnlichsten verstehet mau darunterdie allgemeine Art der Tisch-Leuchter/ wel-che aus drey Stücken zusammen geletzet,nemlich unten aus dem Fuß, in dessen Mit-te der auf unterschiedliche zierliche ge-rade über sich gehende Schafft, welcher obenmit einer Tille versehen, darein das Lichtgesrecket werden kan; die Tille ist an man-chen auch beweglich mit einem etwas brei-ten Rande versehe,!/ die von dem Lichte her-ab schmelzende Troxffen Unschittt damitaufzufangen. Solche Leuchter werden ins-

^ man sie für nichts achtet. Die Vermehrmiz! geschiehet demnach am besten theils durch denSaamen; diesen nun recht und wohl aufzu-sammlen, lässet man an einem ganken Stocknur etwan die drey oder vier untersten Blu-meN/ zumahl, wenn sie un Neu Mond aufze-gangei! sind, in den Saamen schiessen, wohlzeitigen, und nimmt ihn nachmals zwey oberdrey Tage vor dem Voll - Mond ab, säet sel-bigen denn wieder beym Voll-Mond im Hor-nuug des folgenden Jahres, und verseker diePflaiwen in dem Juniv um St. Ivhanms-^Tag, so bekömmt man überaus schone gelbeViol oder Levcojen; theils aber^ und abson-derlich weil die vollen oder gefüllten gelbenLevcojen keinen Saamen tragen, werden sieauf folgende Art vermehret: Man brichtnemlich die /ungen Schößlinge, welche vonden Zweigen ausgetrichen worden, drey Tagevordem Voll - Mond/ im Frühling/ oderwo zu dieser Zeit keine vorhanoen, entwederim Sommer um Johanms, oder auch umBartholomai, von den Stöcken,, wo sie amdicksten hervor kommen, ab, füllet so vielirdene Blumen-Topffe, als man Zweige ab-gebrochen hat, mit guter luckerer Erde an,setzet die Wcknylem darein , und stellet siesechs Wochen lang in Schatten, doch all»,es darauf regnen kan; oeer wenn man

m einen

gemem von Meßing, Ziii!?/ Silber und der- z ^ unter freyem Himmel ctiraii

aeaollen und aedrelwt vder aus«?^-^ zusammen eliiietzen will, IS

Sn: °Ne" aus Ä^-w^ustU^ecker man s.e desTages, dam.t ihnen d.Art verfertigten Leuchter auhier mAt ;u -Hltze ^lcht schade,

de cke, wo R das Lich sich von selbst thut man d-e Bedeckung wieder hinweg, da-na^>iebet und auch vuket , e ncn k?> nut, wenn es regnet, oder des Morgens thauet,dem grossen und hellen Schein giebt und andre -befeuchtet und erfnichet wec-

mehr.

wer-den: Denn also kommen sie aar lcichlli>h fort,!und kau maii solcher Gestalt >n einem JahrLevcoje, sonst auch Negelein-Veiel ge-! viel dergleichen Stöcke auf einmahl ziehen,nannt, ist eine Art von Veleln oder Violen, ^Daß aber aus einfachen Sanr.c» gefülltedavon man unterschiedene Gattungen hat. Z Stöcke werden/ verfahret man also: ManDie gelbe Levcoje, oder so genannte gelbe nimmt gemeinen, iedoch schöben grossen drau-Veil, ist entweder einfach oder gefüllt: Der j nen und wohl zeitigen Saamen, säet de»lel-einfachen giebt eS vornemlich dreyerley, als l ben um Fastnachts-Zeit just in der Srunde,,) gany kleine und bleichgelbe Levcojen wenn der Mond neu wird, und verletzet d >e

»der Veiel, welcher aber gar wenig geachtetwird. 2) Gelbe Levcoje von mitrelmäßi-ger Grösse; und z) die gar grossen schö-nen, mit dicken fetten und wartzigten grü-nen Blattern; ein einiges gelbes Blat vondi>'sm letztern, deren an jeglicher Blume

Pstantze» nachmahls gegen St. Iohannls unVoll-Mond, und zwar, wenn der Mond u>den Zeichen des Stem - Bocks eder der Waageist, so bekommt man etliche Stecklem »onschonen gefüllten Levcojen mit darunter: Dennalle werden nicht gefüllt, sondern nur etuse

wenig«