Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
1649-1650
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^ iC»? ? erchen - Garn

ter Hand, gehet oder reitet mit einem Hundin das Feld', und wenn der Hund, eine Ler-che auftreibet, hat man Acht/ wo sie Hmfallt,läst hierauf das Lercheii-FälckleinaufderHaud7'! flattern, ss wird der furchtsame Böget ge-' wir nicht aufliehen, den kan man hernach mtt^ dem Tiraß überziehen/ oder gar mit derHand, oder auch mit einem in Gestair eines^ kleinen Fisch - Hamens gestrickten/ und an el-6;.' nem langen Stecken fest gemachten Karn-«'ii! lein überdecke». Eine andere Art/ vermu-telst des Lerchen -Fälckleins, eic .erche» zu

fangen, ist oben bereits bei> der Rorii- Ler-. . chc erwehnet werden. Wie man sie!? «der des' Lerchen-5cklcklem« »um Lerche»-Zangen de--v/ dienet, also braucht man hingeaen die Lee^chen/ wenn man ein Lerche»-Falcklei» f..»^ aen will/ und zwar folgender Gestalt: Manblendet nemlich eine Lerche, hängtchraneine-i,^'5 Fuß ein subtiles mit Vogel-Leim bestricheneoGckbelein, oder nur einen mir Heim beArichenemBindfaden, und so nian ein Lerchen - Zälcklein" herum revieren siehet, lasset ma» die Lerche''' sachte stiegen, welwe, wie alle blinde Vögelkbun, den geraden Wea über sich gehet; wennmm dieselbe von dem Lerche» - Fälcklein erse-hen und gestossen wird, so schlägt das Gäbeleinüber sich, wodurch das Fälcklein von dem Leimegefanac» wird, und samt der Lerche herab fal-° lenmuß. Den Leim maq man mit Asche»/Seiffe und warmen Wasser wieder ausputzen.Dieser Vogel .kan die Kalte durchaus nichtvertrage», dahero muß man ihn nicht nuren einem temverirten Ort halte»/ sondern« auch im Winter seine Sitz - Stange mit Ha-fen-Bälaen füttern-

Lerchen -.Garn Lerche» - Ney, sind eineArt Netze, deren man sich beym Lerchcn -Fan-^ gen bedi-met, Man hüt deren zwenerley Sor-ten, nemlich Nacht Garn oder Nacht-Ne-^ ye, »ndRIebe-Darn,Riebe Neyeoder Ta-ge-Nene, Das N«chr-Garn, welches anseinem Ort beschriebe» worden, ha! seine»Nehmen von der Zelt/ denn .»an kan sichdessen nicht be» Hellem Tage/ sondern bey>. dunckler und finstrer Nacht-Zeit bedienen.Ja, wem, auch der Mrxd des Nachts nurei» wenig scheine» solle, würde er den. Zangemit dem Na^t-Garn hinderlich faUen, ae-.. stalten ie dunckler die Zeit ist, ie besser dieserFang vor sich gehet. Die Rlebe-Garn oder>>- Lage-Neye werde» bey Tags ordentlich mitFurckeln aufgekellet und bcy deller A ^n°?Zeit die Lerchen darein getrieben. Ihre Hü eerstrecket sich ohngesehr auf anderthalb C»!-ter,die Lange aber, nach Belieben auf zuwissbis sunffzehen Classtern, und »iü'?e» von siac.-kemungezwirntenunzebjeichten Garn (.tlicke. machen sie auch wohl von Seiden) sei» sub-til, damit sie desto gesängiger sey», gestricktwerden. Die Maschen müssen so weit ftnn,daß ei» dieses Weydwercks »»erfahrner anso>eGedsncke» gerathen möcht:, die Lerche»wurden nicht darinnen klebe» oder hängenbleiben, sondern »nisten durchstiegen können,welches sber gleichwohl wegen weiter Aus-

Lerchsn-Hartz Lerchen-Schwamm i6?o

breitun, ihrer Uügel lüchl^ftn» kan. 'Ä»dein obern Theil dieser Netze sind von Hornoder Bei» gedrechselte Ringlein, etwa» einerHalden Spannen weit von einander angeheff-tet, damit man sie an die Leinen anfassen,«»»>»! Sieilen geschwinde aus einander, und, nachvollendetem Fang/ wieder zusammen ziehen,und von den Furckeln abnehmen kan. DieseNetze werden daher Rieb Garn oder Al-br-Neye genennet, weil die Lercnen, welche beymEinkleiden wegen der Abend-. Zeituno Dem-merung das Garn nicht beobachten könn-m,gleichsam daran kleben bleiben. Zehen solcheNetze n.ussen eilffZui ckeln haben welche iedochnicht gar ^iump, auch »ichs so ae«'chwanekseyn müsse», daß sie sich biegen; die beste»und leichteste» werden von Tännen-Holi;gemacht. Man har auch noch eine andereArt von gantz niedrige» Netzen, die man Ti-raß nennet, und bey Tage stellet, die Lerche»iusamme» treider, und vermittelst eines Fal-kens, den man auch nur von Holtze macht undschwencket, dadurch aber verursachet/ daß sienicht in dieHohe fliegen, sondern in die Ne-tze lausen. Vo» anderer Art sind auch SieTage-Netze auf einem Vogel-Herde, damitman auch die Lerchen vermittelst einer Pfeifeund eines Spiegels, darinne sie vermittelstder Sonne ihr Bildniß sehen, locken, rmvmit denen ausgebreiteten zwenen Wänden,so sich schnei! u-s-mmen ziehen lassen, fangenkan. Sehe Vogel- Herd. Den Gebrauchdieser Netze siehe unter dem Wort Lerchen-Streiche».

Lerchen-Hary, ist das ans dem Lerchen-Baum, wenn derselbe Sommers -Zeit bisauf das Marck angebohret wird, fliessendeschöne und köstliche -yary, welches an derFarbe dein Honig gleich, hell, Citronen-gelb,und eines annehmlichen Geruchs ist, auch zä-he bleibet und nicht dicke wird. DiesesHark wird an stat des wahren und achte»Terpentins, welcher sehr seltsam n„d' nichtwohl zu haben ist, gebrauchet, indem es >e-nem an Kr ^sst und Tugend ailerdinas gleich, kommt, erwärmet, eröffnet erweichet, undreiniget, insonderheit aber denen Schwind-uiid Lnngensüchtigen wohl bekömmt- Wen»man osst und viel davon leckt, erledigt es dieBrust von den schleimiqten und faulen Feuch-tigkeiten, reiniget die Nieren und Blasen, ve-rreibet den Stein, befördert den Har», undKillst andere» Gebreche» mehr, sonderlich derHarn - Gefcsse ab, heilet auch, mit Camphervermischt, die Krätze; und ist, aSieine, »der mitHonig vermengt, als eine Latwerge eingenom-men, ein gutes Mitte! wider den Huste» unddie Engbrüstigkeit. Aeufferlich wird er zudenen zeitiaende» und heilenden Pflaster» undandern Anmenen genommenLerchen Herd, siehe Vogel-Herb.Lerchen Neye, suche Lerchei^Garn.Lerchen - Schwamm, wenn die Lerchen-Bäume anfange» zu veralmi, so wächset»n denenselben ei» schwaryer oder wcissee'Schwamm, wovon jener das MämUei», diese?

Fff 5 , «bkr