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[1] (1764)
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1645-1646
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Lerche

Lerche

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nicht einaepflantzet, weil sie auf flachem Feldohnedem leicht einander sehen und zuiammenkommen können, dahingegen die Heideler-chen, wen» sie in Büschen und gany wüstenGründen kunstreiche»/ einander immerdar ver-lieren wurden, wenn sie nicht beständig ein-ander zuruffete». Sie streichen zur Herbst-Zeit, und zwar gemeiniglich im Oetvder, !e-doch auch nachdem nemlich die Witterungist, bisweilen schon im September, und ob siegleich sonst in denen Feldern häufst« zu-sammen fqlien, werde» sie dennoch i»i strichselten in grösserer Anzahl, als bey funffu-aen, hingegen viel öffter bey zehen und zwöl-fen aesehe». Ihr Wieder-Strick ist »n Fe-bruario, vierzehen Tage, auch wohl um dreyWochen später, als der Korn-Lerche. IhreSpeise bestehet in allerlei» Gewürmen, kleinenvon Feld-Blümlein aussallenden Saamcnund klarem Sand, auch wo sie dazu kommenkan, in Körnern. Wenn man sie fangt, fres-sen sie anfanglich Weitze», Haber, Hauff,^und was man ihnen vorgiebt; nur dauret esnicht lange, und ist nöthig, wen» man siebeym Leben erhalten will, daß man ihnen aller-hand Abwechslung mit dem Futter mache-Zwar eine Zeitlang, etwzn sechs oder achtWochen nehmen sie mit gedrucktem Hanffunter süssem Ovarck oder Käse vermischt, son-derlich wenn man dürre Ameis-Eper daruntermengt, gar gerne voriieb, und wenn es imFrühling ist, singen sie dabey unvergleichlich,wer sie aber langer fortbringe» will, der mußmehr Mühe daran werden, und zu ZeitenSemmel in süsse Milch geweicht, und mit dür-ren Ameis-Eycrn besprengt, vorgeben; zuwei-len auch weiss«! Mohn-Saamen und gedörr-tes Rinder-Her», welches mit einem Reib-Eisen gerieben wird, mit der andern Speiseverwechseln; so bald man aber den Avril er-reichet, lasset man das andeee Futter hinweg,und giebet de»en fingende» Heide-Lerchen,deren Gesa»g e§ auch wohl werth ist, nichts

lässet, Massen selbige aus die Lock gar willigeinfalle». In denen folgenden drey Mona-kn paaren sie sich, und verrichten ihre Brüt.Im Iulio findet man sie schon zu fünff, sechsbis iieben, nemlich mit Ihren Jungen, so siegebrütet, beysammen lieaen, da man siedenn, vermittelst des Lerchen - Fälckleins, mitdem Tirasse fange» kan, welches im nächst-folgenden Monate, da sie in der Maus lie-gen, »och besser angehet, Massen man alsdenitNicht einmahl einen lebendiae» Falcke» brau-chet, sondern sich zu dem Fanae, nur eine«von Holtz geschnitzte» Fälckleins bedienet,welchen man an einer Schnur, mittelst einerStange» schwinget. Da sie zuvor wahren-der Brüt sich etwas weiter vom Holst hinwegbegeben, und manche Paar mitten im Feld,an Hügeln, die mit Wachholder - Staude»bewachsen, sich aushalten, trece» sie im Mo-nat August» wieder näher zum Wald, undsind daselbste», wenn man Acht giebet, wosie zu Nachts in Stoppeln liegen bleiben,schon wiederum mit dem Nacht-Garn zu fan-gen, mit welchem sie, sonderlich im Früh-ling, sich bedecken lassen, wenn gleich HellerMond-Schein ist, dahingegen die Korn-Ler-che nicht hält, es sey denn stockfinster. ZurZeit, wenn sie im Herbste streiche», sind siei» denen Gegenden, wo man die Krammets-Vvgel fanget, auf sonderlich hierzu bereitete«Rück-Herden sehr häuffig zu bekommen.Ausser denen erst beschriebenen beyden Arte«sind »och bekannt die Haube-Lerchen, wei-che auch einige Rotl) - Lerchen nennen, ob-wohl diese letztere von viele» vor eine beson-dere und von ienen unterschiedene Art gehal-ten werde», und die Gereut!) - Lerchen.Die Haube-Lerche, so man vornemlich inItalien und Franckreich häuffig antrifft, istetwas grosser als eine Korn-Lerche, aber ohneGesang, und Habs» oben aus dem Koxff eineHaube oder Feder-Büschlein, nicht anders alsunsere Heide-Lerchen sich zu machen »flegen.

als frische Ameis-Eyer, bey denen man sich wenn sie etwas fthen, davor sie sich fürchten,ihrer Gesundheit, so lause man solche bekom-! Diejenige Haube-Lcrche aber, welche maitwen kan, gewiß zu versichern hat. Es dienet - auch Rotk-Lerche, und in Oesterreich besonn

auch zu ihrer Erhaltung, wenn sie entwederin dem Vogel-Haus, oder i» der Stube lauf-fend, in einem Kästlein Sand bekommen, wel-ches iedoch so tieff seyn muß, daß die Heide-Lerche sich m dem Sand gleichsam vergrabenkan; zur Zeit, wenn die Heuschrecken sind,werden ihnett auch dieselbe gessngen, und dieSwssen zerschnitten, die kleinen aber lebendigvorgeworffen, als welche zur gäntzlichen Er-neuerung ihrer Gesundheit dienen. IhrenFang betreffend, geschiehet solcher, wie beyder Korn-Lerche, kurtz nach ihrer Ankunfftwit dem Nacht-Neye auf nahe bey Schwark-Hoitz gelegenen Feldern; oder, wen» manAne lockende Heide-Lerche hat, mit einer«Mg/Wand, welche man nur im Feld«uffchlagt, die Lock-Lerchs mitten in denHerd hinein seyet, und sich die i» denen näch-sten Felder» oder Wachholoer-Büschen lie-gende Heide-Lerchen durch ieinand auftreiden

dcrs Roth - tNknch nennet, lässet sich zumLieder-Pseissen woh! abrichten, und bleibet dengantze» Winter bey den Häusern, Ställen undScheune», ingleichen auf den Mist - State»und Land-Strassen. Sie ist dnnckel-farbi-ger als die Feld-oder Kern-Lerche, und hatauf dem Kopffeiue Haube von Federn, welchesie nach Gefallen aufheben, und wieder nie-derlegen kan. Von der Gereut!)-Lerche,welche einige um ihrer Gestalt willen lieberunter die Bachstelzen zählen wollen, ihrauch daher» den Nahme» Gereut!)-ZZach-stelye beylege», ist bereit» an behöriaem OrteErwehnung geschehen. Ihre Zurichtung an«langend, so brauche» die fette» Lerche» ebenkeiner ferneren Authak, weil sie ihr eigenesFett bey sich haben, und man nur durch unnö-thigcs Künsteln ihnen ihren guten Geschmackbenehmen würde- Sie sind daher» gebratenam allerbesten, dabey sich manche Köche dieFfs 4 Mube