,54z Lerche
einer angebundenen Lerche, bedienet; dieserühret oder reget man durch Hulffe eines slld- ^tilen Fadens, daß sie ein wenig in die Höheflattert, da den» die vorüber streichenden Ler-chen, welche man durch einen andern im Fel-de austreiden lasset, dieses ersehend, daraufzufliegen, und mit der Vogel-Wand im Flie-gen niedergeschlagen werden. Die gan«eBrüt-Zeit über, welche sich, wie obgedacht,vom April bis in den August - Monat erstre-cket, sollen sie billig mit aljen Nachstellun-gen verschonet bleiben, zumahlen diejenigen,so man diese Monate üi,cr sänget, selbiqesIahx doch nicht singen; will man aber jawelche haben, so sihe man sich nach MigenAM, welche man im Neste, oder, wenn sie erstabgelausten sind, leicht erhäschen ka»- ImSeptember gehet der Fang mit dem Nacht-Garn wieder au, ingleichen auch mir deinLerchen-Falcken und dem Turasse; den Fal-ken (welcher vorher? wohl abgerichtet leynmuß, daß er willig auf der Hand sitzen blei-bet), tragt man zu solcher Zeit, auch wohlschon im Augusts, wenn sie sich mausen, hin-aus auf das Feld, w? Stoppeln sind, oderin die Wiesen und an andere Orte hin, wo sichLerchen aushalten; wenn nun eine ausstehet/so mercket man den Ort an, wo sie hiuMk,und gehet hin, die Lerche zu suchen, lässetaber das Lerchen-Faleklein in wahrendcm Hin-gehen auf der Hand immerdar mit den Flügelnzv-cheln, oder sich beaegen, ohne eS von derHand hinweg zu lassen, so liegt die Lerche, ausFurcht/ wie todt/ daß man sie/ wenn ihrer zwei)jind, liraßircn, oder wenn nur einer ist, ent-w- her gax mit der Hand, ober mit einem Gärn-lein, das ausfiehet wie ein kleiner Fisch-Ha-insn, zudecken kan, Ein? anders Weift/ dieLeichen zu Ende des Augusti, im Septem-her, auch zu Anfang desOctobers zu fangen,ist diese: Wo viel Lerchen in denen Grsx-peln liegen, dahin maü sie auch wohl zusam-men treibet, oder wo noch Haber auf demFelde stehet, da richtet man gewisse Steck-Garn?/ welche eigentlich aus die Lerchen ge-macht sind, und gehet auf der andern Seitedes Haber-Ackers, oder eines Acters, wo ho-he Stoppeln zu bemiden, nuc dem Lerchen-Fälckiem kinem, lässet es au? der Hand mitYen Flügeln sich bewegen, und schreitet ganyjaiiglin!! sort, bleibt auch zuweilen wieder einwenig stehen, damit nun die in denen Fur-chsn lauffende Lerchen nicht übereile und auf-trete; denn diese, wenn sie ihren Feind dasFalckiew, so von serne sehen, wollen sich inder Stille fvrtschleichen, und Mathen dar-Vbex alle zusammen in die vorgesteckten Garn-iern, darinnen össters zwey bis drey Schockgefangen werden. ImOecvbex gehet eist derlustige Fana an, nicht nur mit den, Nacht-Garn, womit man sie selbiger Zeit häufig be-kommet, sondern auch mit denen Klebe-Ne-tzen, mit welchen man schon im Septemberden Anfana machet, nnd manchen Abend,wem, auke Gelegenheit da?;» ist, wohl etli-che hunditt bis tausend fangen kan. Bi-
5 erche
Heide-Lerche, ist ohngesehr um den drittenTheil am Leibe kleiner, als eine Korn-Ler-c->e, und hat einen gantz kurtzen SchwansIn, übrigen lst sie gestaltet wie eine andereLerche, nur daß sie an der Brnst etwas medrWeisses hat, und an beyden Achseln derM-gel^ebenfatts weiß und braun - tiegericht ist.Der Kopf scheinet, nach Preportisn der an-dern Lerchen, breit zu seyn, und ist rings her-um an denen Schläfen und hinten aa» Ge-nicke mit weissen Federlein eingefasset. IhrAufenthalt :st beständig in denen Feldern, sonahe an dem Wald liegen, und zwar nicht,oder doch gar selten an dem Laub-Hoitze,sondern allein am schwarten Holtze, auch iml-ten darinnen,wenn sie Felder und grosseWyesindex. Ihre Brüt verrichtet sie auch msolchen Orten, meistens unter den Wachh«!-der-Stauden oder auch in liiern-Gebüschen,so ani schwartzen Hoine aiistossen, und mil-chet ihr Nest, wie die andern Lerchen, mitweichen GraS - Stengeln, Moos und kleinenBlümlein aus, damit M Eyer weich undwarm liegen. Sie brütet aber nicht, wiedie andern Lerchen, den Sommer über dreymahl, sondern nur zweymahl, und bringetdas erste mahl sünff, das andere mahl vieraus/ bey welcher Brüt sie sonderlich in dieHohe und wieder abzusteigen/ und aus einemBaum fussend, angenehm zu singen pfleget,welches sie aber nicht länger antreibet, alsbis ihre Jungen aus dem Neste suiS. Diese,wenn sie abfliegen, zerstreuen sich nicht, kom-men auch nicht'von einander, sondern Wtenbis zum Strich unaufhörlich beysainmen.Zunge aus dem Neste aufzuerzieheii, iMmkn sich nur kciue Muhe nehmen, den»wennsie gleich mit Ameis-Eyum aufkommen, dau-ren sie doch nicht. Das Mannlein ist vondem Weiblein nicht ;u erkennen, nach Artsast aller derjenigen Vozel, d<e einen schone»Gesang haben; doch sind miilhmaßücii alle-zeit dieses die Mannlein, die am Kopf undRücken am «leisten schwärtzlicht aussehen.Ihr Gesang ist weit lieblicher, als der Korn-reiche , mit viclerlen Abwechslungen, undfäuat damit schon im Februario an, höret »esIohannis nicht auf/ und rufet hernach wider 'allerVogel Gewohnheit/ noch vierzehen Tagelang, so hell als im Sommer singende, ihre«Abschied aus. In dem Singen flieget siemclstenrhcjls so hoch, als die andern Leichen,und treibt es langer an, pflegt auch allezeitin Bogen zu fliegen, und kan ihren N»cMnicht so nahe vertragen, als die Feld-Lerche;da sie doch sehr begierig der Lock nachfolget,und nicht, wie disFeld-Lerche, ohne sich dar-an zu kehren, emfällt und sortstreicht.her sich zu verwundern, daß die Feld - Lerche,wider die Gewohnheit der Vogel, die keMLock achten, mit so unsäglichen Haussen ftrel-chet, dahingegen die Heide-Lerche, wiebegiprig sie auch der Lock zueilet, dennoch nur >»kleinen Haussen ihre Reise verrichtet; umhat die Natur denen Feld - Lerchen vermullMetwan deswegen die Art, einander zu locke».