Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
1639-1640
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IÜZ? kenck-Scheit iend-Bratt»

gem.'iniqlich gerne auf einem Wagen führentu lasse»/ damit er nicht vor der Zeit, ehe eran O?t und Stelle komme, müde werde, daßman hernach nichts machen kan, auch sich vie-lerlei) Fährten des Wildxrets unter wcgenszu besorgen hat, da denn freylich verdrüßlichfället, denselben über viele Spuren zu schla-gen, Rekommt man von einer Hündin jnn-zeLeit-Hnnde, soll man der Mutter in ihrenordentlichen Fraß, vom Aufbruch also warmSchweiß und Wildpret geben, den jungenHund aber, wenn er wenig Wochen M, fleißigein aufgebrochenes Thier beriechen, hinein krie-chen und bezupffen, auch den Schweiß selberablecke?« lassen, so wird er davon begierig. JAder Hund von der Mutter entwöhnet, daß erselbsten fressen kan,zewöhnewen ihn, wo nichttäglich, doch zum vfftern, früh Morgens, da er«och hnnaerig ist/ und schleppe ein Stücklein«armes Brot eine ziemliche Eck«, lasse aberallda, stat dessen, kaltes Brot liegen, daßes der Hund vor Hunger suchen lerne, undfinde, io wird ihn diese Gewohnheit kunfftigauf der Erden zu suchen anreihen, denn das»varme Brot wird nur deshalbendazu gebrau-chet, weil es stärckern Geruch von sich giebet,>>nd der Hunc y-erdiirch desto besser auf derErde such n ! r-zet; zu fressen aber ist alles«armü Brot den Hunden schädlich, und tol-len sie davon einigen Anfall von der Wuttekott.meii. So der Hund ein Jahr alt, mußman, da er schon zu fahren gewohnet, auch su-chen lernet, auf denen Vieh-Trifften fleißigführen, und da er dus Vieh auch spüren lernenwolte, mit Fleiß abhalten und durch Wortebestraffen, damit er auch «nen Hirschen durchdas Vieh wegzusuchen lerne; es mag auch nochso eine grosse Heerde Vieh über die Hirsch-Fährte gehen, muß er doch den Hirsch, wo än-derst nicht alles ausgetreten, richtig anzeigen,weil ohne dis ein Hirsch einen viel stärckern Geruch der Fährte von sich giebet, als das zahmeVieh; es kan auch nicht schaden, ihn desto be-hertzter zu machen, so er von Natur schläfferigist, wenn man ihn nur einmahl gerade auf desHirsches Laaer oder Wahnbett zu suchen lasset.Die übrige Abrichtung ist bereits oben erweh-net.

Lenck-Schcit und Lenck-Achemmel, findZugehörungen eines gemeinen Bauer-oderRüst-Wagens. Siehe wagen.

Lenden, Heisset man an den Menschen denje-nigen Theil, von dem heilige» Bein angerech-net/ die künffgrossen Wirbel bis an den Anfangdes Rückens. Die gemeinen und starck arbei-tende Personen pflegen diesen Ort meistens miteinem breiten Gurt sest zu schnallen oder ;ubinden: Weil sie dadurch gar gesetzter gemachtwerden, eine schwere Last eher aufzuheben odersonst mit selbiger umzugehen,

Lend- ,Braten, heissen diejenigen langen undschmalen Sttiemlein Fleisch, so inwendig mitdem Rück-Grad des geschlachteten Viehes her-aus geschnitten, und an allen Thieren, auch andem Feder-Vieh gefunden werden. In der«üche werden sie, nachdem sie gehautelt, unddas Fett, so dessen gar t» viel daran, heralge-

Zeonurus

Lerche

schnitten,hieraus acht oder vierzehen Tage langin halb Wein-Halb Bier-Sßig, oder, welches

besser, in lautern Wein Eßig gedeihet,gespicket,

und behörig gewürtzet werden, an dem Spießoder im Back Ofen gebraten, und also trockenoder mit einer Brüh angerichtet,oder gedampftaufgetragen.

Lenyen, siehe Martius.

Lesnurus, sonst auch Afrikanischer Feder.Busch genannt, ist ein fremdes Schirm-Ge-wächse mit schonen rothen Blumen,welches »inderentwillen in den Gärten «ehalten wird. DieVermehrung dieses schönen Gewächses geschie-het sowohl durch seine ausgespaltene undeinge-i senckte, als auch durch seine abgeschnittene undgesteckte Zweige, welches letztere imIunivamfüqlichsten geschehen kan. Dieses Gewächseliebet eine gute luckere, etwas sandigte Erde, ei-j nen warmen Ort, da es den Tag über der Son«nen gemessen kan, will bey trockenem Wetterdes Sommers zuzeiten angefeuchtet, den Win-ter über aber wenig begossen, bey guter Zeit insGewächs-Haus gebracht, und nicht eher, alswenn die Fröste vorbey, wieder heraus genbm-men seyn. ES giebet, nachdem es erwachsen,bey warmer Sommers-Zeit seine Blumen,und kan, wenn es wohl gewartet wird, etlicheIah» dauren.

Lerche, ist ein kleiner, aber sowohl wegen sei»nes annehmlichen Gesmsgs, als schmackhafftenWildprets sehr beliebter Vogel, von welchemüberhaupt zweyerleyArken bekannt sind: Nem-lich die Feld- oder Rorn-Lerchen und die Hei-de - Lerchen. Die erste, nenilich k je Feld oderRorn-Lerche, ist am Kopff, Rücken undSchwantz bräunlicht, und hatErd-Farbe, dun-kelfchwartze und abfärbig wcisse Federn miteinander vermischt; unten am Leibe aber vonder Kehle an, sind sie scheckigt, wie eine Drossel,mit welcher die Farbe eintrifft, doch gehen dieFlecken StreiffweiS, wie bey denen Krainmets-Vögeln; wo diese Flecke aufhören, noch ziem-lich weit oben fanden weisseFevernan, welchesich bis zum Schwantz erstrecken. Mamileinund Weiblein sind hart von einander zu unter-scheiden, und obgleich die duiickelsarbigen, beydenen die Erd Färb-bräunlichte Federn ammeisten Hervorscheinen, weil sie von denen hel-len weißlichten und schwartzlichten weniger ab-gestochen werden, die Weiblein seyn mögen, soist doch der Unterscheid so gerina, daß er kaummit denen Auaen «eschen, mit dem Piniel aberschwerlich vorgestellet werden kan. Ihr Schna-bel istbräunlicht,sornen hinaus schwartzUcht;der Hals ist weder zu lang noch zu kurst, sondernwohl propvrtionirt; die Füsse sind hoch und derSchwantz ist lang; auch sind die Hli'ge! sehrlang, weil sie in der höchsten kufft empor zuschweben, und M smqeiiv aufzuhalten, nöthighaben. An der hintersten Zehe bekommen sie,wie auch dieHeide-!e?che,wenn sie sich vermau-se», unaemein lange Ä>«,ie>i, ,mt welchen siehinweg streichen, und im Früklina selbige wie-der mit sich bringen; im Soim-ien-ber werdensie kürtzer, und hat man die Ursachs noch nicht

ergründen können: Warum doch der Schö-ner,