Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
1637-1638
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Leit-Hunb

Leit»Hund

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Srur von Füchsen oder Haftn finden. Ei-j ausgeführet, zum Zeichen/ daß er selbigen T«-nige Jäger blenden ihnen die Augen durch ges cmen Hirsche» bestätiget habe, einen sri«einen bräunen Staub Pültz oder Bofist, damit jchen grünen eichenen Bruch aus den Hut fre-sse sich mehr auf die Nase zu suchen, als mit «et. Wenn nun gegen Mittag um zehen Uhrdenen Auaen zu gucke», verlassen können, weil, oder hoher hin die Hitze steiget, die Fahrtesie stuften die Spur übergehen. Die?><«stn- 5 austrocknet, und derLeit-Hund matt worden,Löcher muß man ihnen fleißig mit altem Kä- ziehet der Jäger mit demselben wieder zu Hau-se re>bcn, daß sie dieselben ablecken, reinigen ^se. Einem kaltsinnigeii, verdrossenen und fau-tind also den Geruch stärcken, damit sie mchtS len Leit-Hnnde, durchaus keinem hü-iqeirleichtlich von der Spur übergehen, sondern ^ und begierigen muß man mit dem Genüß malles anzeigen. Wenn eS des Winters gar zu ^Hulffe kommen, und ihn, solches qaukivarmkalt, muß derselbiae nicht immer anliegen, st»- mit frischem Schweisse geben; solle er es nichtdern ini Zwinger stey herum lauffen; zu An- annehmen wollen, muß mau mit ihm die Hun-fang des Aprils aber muß er wiederum bc-^ger-Cur vornehmen, bis sich der Appetit besserständig an die Kette kommen, damit er mit, zeiget. Wenn man einen Hirsch gefället unddesto bessern- Nuken im Monat Majo und aufgebrochen, muß man denselben m ein Ge-<1unio bey seinen warmen, lieblichen und >sträuch absonderlich, vornehmlich aber ausserstillen Morgen gearbeitet werden könne, weil dem Wind legen, hernach dessen kurzes Wild-im Iulio und Äuzusto sich schon die Winde-pret spalten , oder etwas länglichtes Wild-cmfiuden, im September aber die Hirsch- pretvondemHalseausschneiden,mitSchweis-Brunfft «ügehet, und das Gras schon zu hoch !se bestreichen, und zwischen die vordereSchaleil»^»^<->,1 aker dieses Arbeiten des des fiirsefie,? ^

gewachsen ist. Wie abexeit-HnndeS in seiner Ordnung vorzunehmen,ist bereits oben unter dem Wort Arbeite!«ausführlich beschrieben Gemeiniglich sinddiealten ausgeführten Hunde, denen ihre Hitzebereits vergangen, und vor blöden Augen nichtsehen, sondern einzig und allein sich aui dieNase verlassen müssen, die besten zu solchemGebrauch. Da aber ein Hund von guter Artetwas faul und träge wäre, und man densel-dizen begieriger haben wolte, kan ihm einoder zweymahl hinter dem Hirsch zu jagennicht schaden. Wenn nun solcher Gestalt derHirsch mit dem Leit Hunde vorgesuchet, zuHolxe gerichtet und verbrochen, man auch die-ser Fahrte versichert ist, daß es der Eingangzum Behältnisse und Dickiate sey, ziehet manauf den harten Wegen und Plänen umher, woman meinet, daß der Hirsch geblieben sey : Istnun dieselbige Fährte (wcrnach man gar ei-gentlich und genau sehen muß) wiederum überden Weg und weiter fort, so greifst er ihm wie-derum vor, sieht er sie denn nicht weiter so ist eralldar geblieben, und stecket in dem Dickigtedarinnen. Gehst aber dieselbige Fahrte wie-derum über den Weg, wechselt auch wiederumzurücke, und offtmahls fünss, zehen und mehr-mahlen, darf er sich doch daran nicht kehren,sondern muß die Gänae und wie viel ihrersind, genau in Acht nehmen: Sind sie nungerade^ als viere oder sechse, so bleibet er rück-wärts, wo er hergekommen ist, im Dickigtestehen; sind aber die Gänge ungerade, als drey,fiinffodcr sieben und sofort, so stecket der Hirschweiter drüben, woerhinaewoüt hat' da mandenn abermahls weiter vorgreissen muß. Wennaber der Kirsch oder ein anderWildpret zugleichn»t vielen Wiedergängen den Jäger irre ma-chen wolte, muß er dasselbigc weitläusskigerbeziehen, bis er alle Ein-und Ansalze umbc?emgeschlossen hat, und ke»!e Mrte nicht wie-derum heraus findet, und dieses hasset alsoeinen jagdbaren Hirsrb nach alrem DeutschenJäger-Gebrauch gebührlich bestätige!,, wes-wegen denn auch der Jäger, der denLeit-Hund

des Hirsches dergestalt einzwänaeifi daß esnicht gleich heraus genommen werden kan.Denn man macht mit einer in Schweiß ein-getuncktcn Klauen auf hundert Schritte einsSpur bis zum Hirschen, nimmt den Leit-Huud, führet ihn ansser den. Wind, mit demZuspruch, Ablieben uvdRechtgeben,wie beymArbeiten, bis ;u diesem Bissen, doch daß er sichbemühe, solchen aus der Schale zu gemessen;denn liebet man ihn mit guten Worten unddem eichenen Bruch ab, und lhut solches etli-me mahl, bis man an dem Hunde eine Besse-rung vermercket. Man kan auch wohl, st dasRevier genugsam groß und weitläufftig ist, einThier mit allem Fleiß weydewund anschiessen,daß es zwar keinen Schweiß giebet, (weil eSin den Wanst, wo das Geäs zur Verdauungliezet, getroffen), und noch eine Weile herumgehen kan, hiervon aber ie länaer ie schwächerwird, und sich der Schmertzen halber offtersnieder thun muß, bis.es nicht mehr fortkommenkan, dahero vollends niedergeschossen, und dieArbeit des Hundes nach drey oder vier Stun-den, wie es einem beliebig, kurtz oder weit-läufftiq vorgenommen werden mag. Es ist da-bey nicht schädlich, wenn man das Bast oderden Dickmaaß vom Gehörn, oder die weichenKolben eines Hirsches, item die weichen Bal-len, wenn sie noch warm, abschneidet, undwenn man mit dem Leit Hunde suchet, solchein die Fährte leaet, daß sie der Hund findet,so denckt er, dergleichen würden noch wohlmehr anzutreffen seyn, und befleißiget sich alsodes Suchens um so emsiaer. So er endlichdas Thier findet, muß man den Hund careßi-ren und ablieben, alsdeim ihn bey Seite abtra-aen,das Thier aber wie gewöhnlich aufbrechen,den Hund zusehen, unv ihn den Schweiß ausdemselben geiriessen lassen, auch Mii» unsLunge geben, und lwannais ablieben l>nd dennhinweg nehmen. Diese Gen^ßmachnng ge-schiehet, wie vbiKdacht, nur mit faulen und ver-drossenen Hunden, zu Anfang des BehangenSund zu Ende.desselben. Wenn der Besuchweit abaelegen, pfleget man den Leit-HundZff » scmei-