,6z; Leiste Leiter
Eßjg darüber, und lassets mit einander sieden,sireichet sodenn die Salbe auf den Brand,«der legets Pflaster-weise darauf, neun Ta-ge nach einander. Oder nehmet ein glüendEisen mid trennet ihm eines Stroh-Halmestief ins Fleisch, zerlasset auch sogleich Schwei-nen« Speck, und thut ihm denselben warmhinein , ,
Leiste, ist eine Zugehorung des Rüst - oderVaue-'-Waaens. danm m«» ziveyerley, nemlichSperr- Leisten und Stemm-Lersten hat. Dieerstere ist c n laiiges, zwey gute Daumen dickund starckes gerades Stucke Hvlyes, welchesan beyden Enden mit eisernen Scheeren »derrunden in das Holtz fest eingestossenen, unddamit fie nicht ausbrechen, mit Rincken verse-henen eisernen Ringen beschlagen ist, und an dieobern Leiter-Bäume hinten und vorne geste-het werden, daß sie die Leitern in gleicherWeit« aus einander halten- Die Stemm-L eisten sind aus einem beqvem dazu gewach-sene« Holtze gemacht, unten miteiner eintzcl-nen Scheere, damit es an die Achse, vor di«Nabe des Rades qestecket wird, und darübermit einem Koth -Blech versehen; oben aberspitzig mit einen, Absatz zugeschnitzet, damit sie,»ermittelst eines an den obern Leiter-Baumangeschmiedeten Ringes, wodurch die Stemm-Leiste mit einer Spi»e gestecket wird, und wel-cher auf dem Absätze ruhet/ daran befestigetwerden könne.
Leite, siehe Latte.
Lei«, wird von den Jagern ein langer Nie-derhang von einem Berge genennet, z.E. dieHoch-Leite eine Seite des Berges mit Wal-duna besetzet; Vvein - Leiten, item Berg-Leiten, so mit Wein-Stöcken bepfianket;>Vinter-Leite, wo der Berg gegen Mitter-nacht stehet, oder die Winter-Seite.
Leite, runnet man auch ein länglichtes,nichtallzu »eites Faß, welches an stat des Svundeseine geraume Oeffnung hat, um lebendige Fi-sche darinnen öder Landzu fuhren.
Leiter, Letter, ist ein Gerüste, dessen mansich zum Steigen bedienet. Es bestehet sol-ches aus zwey Stangen oder langen und leich-ten Stücken Holtzes, welche Lciter-Däumegenennet werden, und vonHuß zu Fuß mitkurven Stecken, so an stat der Stuffen dienen,und Sprissel oder Sprossen heissen, zusam-men gehänget sind- Ein yaus Vater soll mitLeitern von verschiedener Grosse zu allerlei»in der Haushaltung vorMenden Gebrauchversehen seyn, als mit Feuer-Leitern, mitwelchen man bey sich ereianenden Feuers-Brünsren auf und in hohe Gebäude kommenkan- Mit langen, kurtzen und einfache» Gar-ten Leitern, mitwelchcn man auf die hohenGipffel der Bäume steigt, dieselbe zu beschnei-den, oder welche auch das Obst zu brechen undiibzunehmen beqvem sind. Mit doppeltenGarten-Leitern, welche man zu Beschneidn»?der Spaliere in die Gänge, und sonsten ansolche Orte sepet, wo man sonst keine Gegen-hältniß findet Von denen uneigentlich sogenannten Lettern, so an stat der Sprossen
reitharl Leit-Hund
mitschwingen zusammen gesetzet sMdTundzu Formirung eines Rüst- oder BauedHvw-und Erndte-Wagens dienen, kan unter demWort Wagen-Leiter nachgeschlagen werden
Leit Hammel, siehe Hammel.
Leitdarl, ist ein Unkraut, so unter demFlachs wächset, und demselben höchst schäd-lich ist; er bringet zum Saamen kleine Kör-ner, welche fast wie Tresp unter dem Roggen,und inwendig hohl sind.
Leit-Hund, ist der edelste und vornehmsteHund, so bey dem Weidewerck gebrauchet wird,das verborgene Wild durch denselben auszu-forschen, wo es sich aushalte, auf was Art dem-selben beyzukommen, auch durch was vor Zeugdasselbe zu fangen und zn erlegen sey. Weil nunderselbe Zeit währenden Gebrauchs an einemlangen Riemen, das Hänge-Seil genannt,stets geführet oder geleitet wird, hat er denNahmen Leit-Hund erhalten. Er muß, da-mit er seinen Geruch nicht verderben möge, be-ständig gegen die Sonne mit der Kette, an ei-nem trockenen Orte angeleget seyn, Massen ersonst durch vieles Umlauffen sich nicht alleindas Hasen-Zagen angewöhnen, sondern auchseinen Geruch durch Herumschnopern derKoch-Töpffe von sauerer und susser Brühe ver»derben würde, welche grobe Dünste solcherSpeisen verursachen, daß die reinen ^r°mides zarten Geruchs und geringe Empfindlich-keit der Spur von der Ausdunstung des Wil-de«, dadurch nicht wenig geschwächet werden.Er soll seyn von mittelmäßiger Grosse, gelb-lichter Farbe, einem ziemlichen förmlichen, dochdicken Kopff, weiten Nasen - Löchern, grossenLappen um das Maul, Spannenlang Han-genden Ohren, starck von Brust und Creutz,einem langen Hals, starcken Laufften, bavvttdie vordem kürker als die hinrern, einem ab-hängenden Schwantz oder Ruthe, und mei-stensgebildet, wie ein niedriger Mittel-Zagd-Hundaussiehet- JhreArtist nicht zu bellen,anzuschlagen oder laut zu seyn, womit siedas Wild vcrstören würden, sondern sie wer-den von Jugend auf bey denen Menschen an-gebunden su sevn gewöhnet, das Wild inder Stille zu spüren, und den Jäger auf derFährte des Wildes ailzuführen- Wemi siein der Jugend noch klein sind, sind sie blödeund erschrecken, oder fürchten sich vor allem,verkriechen sich öffters ins Stroh, /chreyengantz wilde, sind sehr scheu, und müssen be»der Auserziehuiig wohl in Ächt genommen wer-de», daß man sie ja nicht schlage, oder von an-dern Hunde» beissen lasse, sondern sie liebeund streiche, ( welches sie gerne haben), undalso mit aller Freundlichkeit von Jugend anszum Führen bändig mache. Ihr Fraß ist ei-nig und allein Brot mit Milch und guterBrühe von zahmen Fleisch, zu ordentlicherZeit, Frühe, Mittags und Abends; aber i'oiikeinem Wildpret müssen sie etwas bekommen,es sey den», daß man Hirsch-Schweiß habe.Sie müsse» von Jugend auf zu vorsich her gewöhnet werden, auf lm-igen Fel-dern und grünen Rasen, nur daß sie ia keine