>6-5 Leikauff keim
Leim-Baum Leimen ,6-6
«es Herrn gleich überreichen könne. El solltahero mit dem Gewehre fem behutsam undvorsichtig umgehen, und ßch deswegen >"iw-kern und mäßig aufführen, danitt er »icht un-vorsichtiger Weise, entweder sich oder ander >Schaden thun niöge; er soll auch ferner mn-ge Wissenschasst sowohl von emeS Buchse"'Machers, als Büchsen -Schäkers heboi^enArbeits-Stücken haben, und dasimige, wasan seines Herrn Gewehre untüchtig od rschadbafft ist, zu repariren verstehen, oderdoch, wie es geschehen solle, gclwic.lanni-ordnen wissen. Au verschiedenen S ei, fuh-ren die Leib-Schüizen noch dt-N ü.ten .«ah-me» .Büchsen-Spanner, weilen alles GewehrMit dem eisernen Spauner ehemahls gespan-net worden.
Leich, siehe Laich.
Leich-Rarpff, siehe Rarpff.
Leichten, heisset bey den Ochsen so viel, alsVerschneiden oder Reissen. Siehe Ochs.
Leich Zeit, suche Laich-Zeit-
Leide, siehe Laite.
Leikauff, nennet man die Gewohnheit derzemeinen Leute, da nach getroffenem Kauffund geschlossenem Handel, sowohl der Käufer«Is Verkausser, zu ihrer Ergötzlichkeit, emeAeche jusammei! machen, u»d eines herumtrincken.
Leim, Heisset diejenige klebrige Materie, wo-durch man Holk, Papier, Pergament,Leder unddergleichen, so fest an einander süaen oder kle-ben k.»n. daß es zusimmen halten muß, undnicht leichtlich ohne Gewalt und Schaden,wieder getrennet werden kan. Der yemeineLeim, wie ihn die Tischer, Zimmcneüte, undandere Handwerker brauchen, wird von denenOchsen - Aussen und Häuten, Schaf - Füs-sen und Abgängen der Schaf-Felle :e. ge-macht, welche man eine Zeit laug erstlichin Wasser weichen, hernach so lange , als dieMaterie flüßig wird, kochen lassen muß; hier-auf wird solche durch ein starckes dickes Tuchaus einem platten Stein gerieben, allwo manes gestehen, und wieder dicke werden lasset,da man es denn nach Belieben, in länglichteStucken schneiden, und endlich zum trocknenauf die Netze legen kan- Von denen Ab-schnitten und Abgängen von Handschuh-Le-der und Pergament, wenn solche in Wassereingeweicht und zur Gnüge gekocht, auch mitetwas Gummi versetzet werden, lässet sich auche>n guter Leim bereiten, welchen die Vergul-der, Buchbinder und Futteral-Macher, wohlgebrauchen können. Insgemein zHeat mandergleichen auch .Buchbinder - oder Mund-Leim ,» nennen, weil er nur mit Berührungder nassen Lippen kan angefeuchtet werden;wiewohl zu diesem eigentlich nur die reinlich-sten Abgänge von Pergament/ Haus-Blasenund etwas Auckerkaut genommen werden,wein, er auch noch so alt geworden, niemah-len wie aller anderer, einen übien Geruch be-kommen kan. Der Aleister ist auch eine Art
von Leime, und wird aus Mehl, Stärcke undWasser gekocht. Die Hausen-Blasen giebtauch einen guten Leim, und wird daher»Flsch-Lem, genennet, wovon an seinem Or-te. Aus jüssem Ovarck, das ist, aus derjenigenMaterie, daraus man Käse macht, ehe sienoch gesaltzen wird, und ungelöschtem Kalch,kan man einen unsigentiich also genanntenLeim machen, weicher starcker und besser alsder ordentliche Tischer Leim, in ^us-mmen-haltung des Holstwerck:s befunden wird.Von dem Vogel-Lein, welcher aus denMistelbeeren, oder abgeschälten Rinden vonStech-Palmen gekocht, und kleine Vögel,auch allerley fliegendes Ungeziefer dümit zufangen, gebraucht wird, soll am behörig,,n OrteErwehnung geschehen.
Lcim-Daum, ist ein hochstämmiaer Baum,welcher nicht unbillig vor eine Arr des Li-nien - Baums gehalten wird, indem er sowokl an Holk als an dem Laube eine g osseAehnlichkeit mit demselben hat? doch findetsich der Unterscheid, daß dieser Leim-Baumviel zärter und kleinjähriger ist, als jemr,und dahero das Hvltz zu der besten ArbeirvsnGeigen-und Instrumentmachmi gebrauchetwird. Es hat eine sehr annehmliche Farbe,wenn man es gearbeitet, nnd kommt es son-derlich wohl in Auslegung des TäfelwerckSheraus, weswegen es auch die bischer gernsverarbeiten.
Leimen, Lebm, ist eine gelbe oder schwartzeoder ro rhe fette Erde, welche mit Wasser aufge-löset und gearbeitet, zum Bau-Wesen und Zie-gelbrennen gebrauchet wird. Es lässer sich der-selbe eintheilen in Topffer-Leimen welchesder rörhlichte, so gar fester Art; «leiber-Lei-men, die Wände davon auszukleiben, und dieWeller-und Flubr-Wande davon aufzusetzen,worzu sich aller Leimen schicket, wenn er nurnicht kiesig weil dieser sich nnaerne mit Strohvermengen lasset; und Ziegel-Leimen, dieserist! ein Fluß-Leimen, zarte und gan» geschmei-dig, daher, wo man dessen nicht haben kan,aller zu dieser Arbeit kommender Leimen fleis-sig durchtreten, und von allen Steinen gerei-niget werden muß, weil diese sonst im Bren-nen zu Kalche werden, und folglich untaug-lich sind. Die beste Zeit zur Leim-Arbeit inGebäuden, als die Wände zu kleben, Back-uiid Breiin-Oefen, auch Scheun Tennen unddergleichen zu machen und auszubessern, istim Majo, weil der Leimen zu solcher Zeitbald trocknet, und nicht leichtlich reisset, dochmuß solcher Leim dazu »och im alten Mondengegraben werden, denn so man ihn im neuenoder wachsenden Monden graben lasset, solle»die Grillen oder Heimen sich gerne darinnenzeugen und Hecken, Aller Leimen, so entwe-der zum Aiegelstreichen gebrauchet, oder zaTennen, Estrichen, Feuer-Herden, Weller-Wänden, und anderer Kleb Arbeit angewen-det werden soll, ist im Herbst im SeptembernndOc'tober zu graben, damit er über Wintersich erliegen, ausgefrieren, und im Früh-Iahrdeß» besser verarbeitet werden könne. Der
Leime»