Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
1617-1618
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-ienil»laussen «äffen; des andern TageS nachdem Aderlässen nehme man Sußhvltz, Rhg-barbara, Erdrauch, CH >'Millen, Odermenni-ge, Eberwurft, Anis, Spicanard, Wegerichmit Kraut und Wurtzeln, Tabacks-Blätterund'Lndivien, siebe es bey zwey Stunden imWass. r. seihe es durch ein Tuch, »nd giessedem Bferd lauücht alle Tage einlQvartier inde» .k'als. Man erkennet auch, dav ein P,erdM-NMl an der Leber Hat, daran, weitn esnicht'ftessen will, kalten «schweiß schwitzet, ab-miumt und dürre wird; davor nehmet Wacy-Holdcr-Beere, Salbe», Lorbeere, Schwartz-wurtz, W-lffs Zunge, eines «o viel als desandern, machets zu Pulver, und gebts deinPferde unter demffutter. Oder nehmet Ei-cheln, Birnbaum- MistBein iedes ein Pfund,Eichen-Laub, andetthalb Loth, Wermutein Ovintiein, Salbe», Tansendgülden-Kraut,En^elsüß, Zittwer, iedes ein Loth, weissenInaber, Galgant, iedes ein Qviiitlein, Ta-sche!-Kraut, Meisterwurtz, iedes ein Loth,Lorbeeren ein halb Loth; solches alles zuPul-rer geflossen, unter einander gemenget, unddem Pserd ietesmahls unter dem Mutter dreyNuß-Schalen voll zu fressen aeaeben, hilfftnicht allein der schadhaffren Leber, sondernjg auch gut vor das Husten un5 Keiche»,oderso einem Pferde sonst ivas im Leibe faulet.Wenn ein Roß vom hitzigen Trincken Blat-tern auf der Leber gewinnet, davon es sehrbusttt, so nehmet jungen Wermut, Kreenoder Meerrettich, Knoblauch und Ziegen-Milch, reibet es in einem Reib-Asch un-ter einander, hänget das Roß hoch an, und gies-setS ihm durch einen Trichter, so warm es selbi-ges erleiden kan, in den Hals Besorget man,daß einem Pferde die Leber faulen mochte, sogebet demselben Brunnen-Kresse, Endivien,große und kleine Rosinen, und Brunnen-oderStein-Leber-Kraut, unter dem Futter zufressen, oder kocht es in Wein, drucket denEaffr daraus, und giesset es ihm in den Hals.Oder nehmet Tobacks - Blätter, Hauswurtz,äibe , Saueramosser, Süßholß,

Engelsüß, Meisterwurtz, Weywuch, machetalles zu Pulver, menget es unter einanderund gebers dem Pferd unter das FutterWenn dem Rindvied die Leber faulet, sogeschiehet solches meistentheils im Sommer,da selbiges bey dem heissen Wetter zu faulenWassern kommer, und über Noth und Durftsich damit beladet. Weil es aber öffters aeWehet, daß das Vieh xloklich daran hinfal-let, und dem Schinder zu theil wird, ehe manetiras an ihm vermcrcken können, so ist» am be-sten, man begegne dem llibel bey Zeiten,und menge in den heissen Hunds-Tagen ge-kochte Lmigenwury, Ehrenpreis und gesotteneHnsch-Iungen, oder auch Wermut unter ihrgewöhnliches Futter, so werden sie so leicht kei-mn Anstoß davon leiden. Oder nehmet Bär-wurtzel, Dille. wilden Therme und Liebstöckel,sibsseta!lesz>!sqli!mcng,n!i;k!'in,uiih backet es>» ein Brok; von diesem soll man zu Zeiten dein

?eber-Kraut

161z

der emei, Seite mit Saltz, auf der andern mitÄjche geriebenen Schnitten geben, um es da-durch vor dergleichen Zufallen zu bewahren.

Lever-Rlee, suche Leber-Kraut.

Le^er-Nlette, siehe Vdermeninge.

Leder-Araur, ist Meneley Gattung. DaSEdel-oi'er Gulden-Leder-Rraut, auchLeder-Rlce oder Gulden-Rlee genennet,hat Blätter wie die Haslwurtz, iedes indrey Theile abheile, fast auf die Art einesKlee-Blats, ölen dunckel-grün, uuren abertleich-erün, vvrnen mit weissen Msckeln be-sprenget, zuweuen auch auf dem Rücken Pur-pur-braun, wie das Schweine-Brot, dieStiele, darauf sie wachsen, sind ohngesehreiner Werke! Elle lang. Ehe diese Blätternoch avsschlagcn, zeiqen sich auf kleinen kno->tigten Stengeln, welche weit kürtzer als dieStiele an den Blättern sind, schöne mcisten-thells blaue, manchmahl auch Fleisch-farbne,aus sechs, lieben bis acht Rosen förmia zusam-men gesetzten Blattern bestehende Blümlein,von einem lieblichen und angenehmen Gerü-che.^ Aus diesen wird ein rauhes rundesLnöpstein, darinnen etliche lange spitzigeund licht-blaue Saam-Körn!cin verborgenliegen. Die Wuryel ist zasericht, dünn undschwartz- rorh. Dieses Kraut wachset gernean schaitichten und hohen Orten, wird aberanch wegen seiner fürtreflichen Tugenden inden Gärten gepsiantzet; seine Vermehrunggeschiehet durch Zertheilung der Stöcke, wel-che im Vollmond geschehen soll. Es giebt aucheine Art mit rochen einfachen,^ ingleichen einemit s6)önen licht-rothen gefüllten Blumen,welche aber etwas rar ist. Die zarten Blätterund Blume» von dem edlen Leber-Krautwerden im Frühling zn Salaten, und »i dieKräuter - Weine gebraucht. Es ist inson-derheit wider alle Gebrechen der Leber gut,daher es auch seinen Nahmen bekommen, inWasser gesotten und den Mund damit gegur-gelt, heilet die Mund-Fäule »nd Geschwulstder Mandeln, welches auch das davon destil-lirte Wasser thut- Man nimmt dieses Krautmit unter die Wund-Träncke, und bereitet ausdenen Blumen eine Latwerge, weiche einetreffliche Blut-ReinWnz und Stärckung derLeber ist. Das

Brunnen- Leder-Rraut,sonstanch Gtetn-Leder RrauroderLeder-Moos genannt,hat eine Wurtzel gleich einer haarichten wei-chen Wolle, damit es sich an denen Steinenin den Brunnen, und an andern feuchtenOrten anhänaet. Das Kraut bestehet ausfetten, gespaltene» und Schuppenweis übereinander liegenden Blättern, die auf der ei-nen Seiten Saatgrün, auf der andern aberbräunlicht sind. Auf der grünen Seite ge-winnet es gegen den May-Monat viel klei-ne Blätlein, gleich wie die Meer- Linsen,daraus fette, kurke und dünne Stiele wach-sen, gleich als Nest-Fäden, auf welche klei-ne weisse gestirnte Blümlei» hervor kommen.Es wächst an kalten, feuchten und steinigten

Vieh des Morgens einen k chi gebäheten, ans i Orten und in Brunnen/hat einen etwas

Eee 5 bitter-