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Läutern
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denen kleinen Kindern, bey welchen ans stu-rem und faulen Geblüte, oder auw solchem5-ro Zwischen Fell und Fleisch, weil sie keineBewegung haben, dieses Uibel leicht entste-hen kan, sonderlich wenn sie nicht reinlich ge-halten werden, dienet das Spick-Oel, wel-ches des Abends aufgestrichen, und des Mor-gens mit einerLaugevonSpicken-Kraut-Ascheabgewaschen wird. ^ ^ ,
Läutern, lden Vrantewern) heißt, den beyd er erste» Destillation herüber gegangenen trü-be» Brantewein, durch nochmahliges Abzie-hen lauter, starcker, und durch Zulay em undanderer Krauter oder Speeerey, g-inehmlichermachen. Siehe Brantewein.
Läutern, (den Zucker) heisset den zumEinmachen bestimmten Zucker über einemFeuer zu einem Synipe kochen, und vermittelstWasser und Eyer-Weisses von aller bey sichführende» Unreinigkeit säubern. Zu dreyPfund Zucker, die man läutern will, nimmtman das Weisse von fünff oder sechs Eyern,den Zucker zerklovffet man vorher» zu kleinenStucken, und thut denselben in ein meßin-- > genes Kesselein, giesset darüber zu einem Psuud^ Zucker den achten Theil einer Maaß frischen'"H Brunnen-Wassers, zerklopffet alsdenn »a»
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»bbesagte Eyer-Weiß mit weißgeschabten,' aus einem Besem gemachten und zusainmengebundenen Rülblein, bis es einen weissenSchaum giebt. Unterdessen setzet man denZucker in dem Kesselein über ein gutes Kohl-feuer, und lässet es ein wenig auswallen,Äx schultet hernach den obbcrührten Eyer-7.''Ä Schaum darein, damit derselbe alle Unrei-,«> e «igkeit des Zuckers an sich ziehen möge, säu-met denselben alsdenn ab, oder lasset es durchein sauberes wüllenes Tuch abseihen, undsiedet denn ferner den Zucker zur rechten Di-cke eines Syrups ein. Die Probe, daß er ge-nug eingesotten, ist, wenn man ei» Spatel-HMlem, oder etwas anders in den Zuckereiatauchet, und schlenckert selbiges in die Lust,so fliegen alsdenn Fade» wie die Spinnett-iveben davon, als das Zeichen, daß er rechtund genug gesotten. Andere lassen einen
oder etlichen Trovffen auf ein kaltes Eisen
^ - «der zinnernen Teller fallen: Wenn es als-''U , denn bald gestehet, nahe beysammen bleibet,und nicht aus einander zerfliesset, auch kleb-,« r>cht und zähe ist, so hat es genug gesotten.
Einige »ollen, das Eyerklar hierzu soll in ei-" nen: reinen Becken mit Wasser wohl geschla-sen werden. Es ist aber auch ein anderesAfWtigeS Läutern bey dem ersten Zucker->Mache» oder Sieden in Indien nöthig, wel-Aes schon bey denen in Eurvra kommenden«iffen pou-ire-Zucker vorgegangen ist, wo-von das Natur-und Aunft->», Art.ucker nachzusehen. Ja in Europa wird die-'r Zucker aufs neue geläutert und zu Hut-,, -Ucker gemachet, welches >^niren heißt, der-. gleichen i» Holland, Engelaird, Franckreich,? / wie auch zu Hamburg -.nid Stettin geschicht.' ^"dlich aber folget erst diejenige Laut-rung. ^cs zum Einmackeii gewidmeten Zuckers,
wovon hier die Rede ist. Da nun der Zucket:amängUch nicht anders als ein Safft aus ei.nein Rohre, welcher entweder selbst herau»Messet, und wie Thränen oder Körner amRohre erhärtet, welches derAlten ihr 8->cct>»-
rum narivum, i-acr/mz Niccliari, 8ai Inäicun,
und.Visl ^runöinis war, oder aber heraus gepres-set uud dicke gekschet wird; also würde sol-ches auch mit vielen andern süssen Säffte»in der Wirtschafft angehen, da man das Zu-cker-Rohr hier, nicht pflantzen kan, wie beydem Kurdis-Safft unter vem Wort Rürbi»erinnert ist, und mit dem Honig schon ge-schicht. Nur kommt es auf die recht- ?äu-terung an, welche bey dem Zucker gar viel-fach ist, daß man solche versuche. Dieses ißalso eine Sache, s» fleißigen und klugen Haus-wirten noch zu untersuchen und zu erfinde»übrig bleibet.
Laff, siehe Laab.
Lage, dieses Wort wird gebrauchet, wen»man von der guten oder schlechten Gelegenheiteines Ackers, Gartens, Weinbergs, Wiese, Ge-bäudes oder gantzen Gutes redet. Ein Wein-berg, der gerade gegen Mittag siehet, hat einevollkommen gute Lage. Die Wiesen, welchejdem Wasser-Schaden unterworffen sind, ha-
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ben eine schlechteLage. JnderAustheilun?einiger Oerter, die zu einer wohlbestalltenHaushaltung erfordert werden, kommt eSviel auf ihre Lage an, damit nemlich die Vor-rath-und Speise-Kammern, Küchen undStälle, Schoppen und dergleichen nicht un-brauchbar angeleget werden- Folglich legetman die Küchen, Vorrath-Speise-Kammern,und was darzu zu rechne«,-gerade gegen Nor-den, weil die Speisen von der Sommer-Hitzenicht leichte daselbst verderben können; dieStälle wegen ihrer sich davon abziehende«Feuchtigkeit gegen Mittag; die Schopvenaber gegen Abend, daß die Sonne denen dar-ein gestellten Wägen nicht so schädlich sey.Und wüs dessen mehr, davon bey einer an-dern Gelegenheit ausführlicher gehandeltwerden soll.
Lager, sind grosse starcke vierkantig-ge-hauene eichene Bäume, worauf die Bier-und Wein-Fässer in denKellex» liegen. Sie-he Lager-Bier.
Lager, heissek die Jäger diejenige Stelle,wo ein Hirsch ode? ander Wild gelegen, »derein Hase gesessen.
Lager, sagt mau auch vom Getraide,wen» eS wegen allzu grosser Geile des Erdbo-dens und gar zu ßarcker Düngung sich niederleget, und lager wird. Wenn Weisen undRoggen vor Winters schön dicke, sett undgroß hervor wachsen, uud man besorget, siemöchten künfftia iager werden, können sie imFroste, »der zu trvckner Zeit, bis Licht-messe mit den Schaafen mäßig überhutetwerden, nemlich, daß man die Schaafe nurim Gange überhin freien, und nicht zu tieffhinein fressen lasset, welches denn nicht nursolchem frechen Getraide nützlich , sondernauch dem Schaaf-Vieh im Frühling sekrDdd 4