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Zäusser cäuse-Sucht >;,s
Wiesewachs bestimmet / auf welchem mauweder .neu noch («rnmm-t machet, sonderndaZ Gras einig und alleiue von den Läm-mern abfressen lässet. Diese Lämmer - Wei-de >oll von dcrSchäfercy nicht allzuweit ent-fernet seyn, weilsich sonst die Lammer zu sehrermüden, und, da sie noch nicht genug-sam erstarcket, leichtlich Schaden nehmendorffen.
Lammer-Zchend, suche Zedend.
Lauster, ist e!neArt wilden oder sogenann-ten werden - Hopssens mit kleinen run-den Häuptlein, welcher daher diesen Nah-men führet, weil er sich zeitlich von dcrHi-ke austhut, und den Saamen sowohl alS dasdabey befindliche Mehl bald heraus laussenlässet.
Lauster, vorläusser, Heisset bey dem Vo-xiel Fang eins Art Lock-Vögel/ welche ausserihrem Bauer auf dem Vogel-Heerd angefes-ftlt oder angesillt, hingestellet werden, damitsie herum lauffen röünen, und die vorbeyziehenden Vogel, m Meinung, jene warenftey, sich um so vielmehr z-un Einnll in denHeerd bsgvemen möaen. In grossen Laus-fern nimmt man Mistler, Drosseln uird Am-seln, zu kleinen aber Fnicken, (Qväcker oderGögler und dergleichen. Auf dem Herdinus! einem ieglichen grossen Läusser sein ei-genes Tröilejn mit Milch und Hirs- Kleyengefüllt in die Erde eingegraben; denen klei-ne» Läussern aber nur das Sauss-Gefchirre»orgefeüet, und das Fressen da;» hingestreuetwerden, damit sie nicht ohne Nahrung blei-ben mögen. Wobey sich öffters beaiebt, daßauch die Fremden das Fressen der Lauster ks^Keil, aber auch von diesen, als die mehrereSRecht dazu haben wollen, vielmahls wegge-rissen werden.
Lauster,heisiet man auch die jungenSchwei-MMZ, nachdem sie «baescyet worden, bis siedas erste mahl zugekommen sind.
Lauster, ist auch ein flüchtiges leichtesPierd, so einen geschwinden Schritt oderHunde-Trapp gehet, und zum schnellen Ver-schicken und Reisen gebrauchet wird. Heis-fen auch Klvvper^ In Italien und Spanienaber heißt ein Läusser, ein Pferd,
so zum Wettlaufen abaenchter ist, welchesdaselbst noch im Schwange gehet- SiehePferd.
Lauster, find auch eine gewisse Art dererDiener und Aufwärter grosser Herren, welchesich insonderheit auf das schnelle und langedaurende Laussen geleget haben, und von Ju-gend ans, wenn sie einen leichten, schwancken,gesunden und festen Leib, wie auch gute Lu»ge, und nicht zu grvjie Milk haben, darzuangewiesen, darinne vermittelst bleyernerSchuhe geübet, und in allerhand Vortheile«unterrichtet, hiernachst mit besondern leich-tem Habit bekleidet, und mit Schuhen ohneAbsage, it. einem langen Sprinae-Stab ze.versehen werden. Sie müssen bey denen Ca-rossen herlaussen, sie werden zu schnellem Ver-schicken gebrauchet. Wiewohl die heutigen
Läusser nichts mehr gegen die alten Orientall-schen, Griechischen und Römischen s„g^iroilen, als bey denen das Laussen ein bestnde«
res Kamrs Spiel war, worinne sich junge xeuteübeten. Es wird zwar auch dann und wannein Mittel angewendet, die Aufblähung derWill; zu heben, keinesweges aber wird ihnen,wie einige Einfältige dafür halten, die Miltzausgeschnitten.
Lauster wird an 6) der obere Mühl-Gteinin denen Mühle» genennet, welcher ans demVoden - Stein heruni läussr. Zu gesch>«i-gen, daß ein Stein im Schach - Spiel, in-gleichen der Reibe-Stein, womit auf dembreiten Stein die Farben und andere Dingeklein gerieben werden, it. die hsltzerne SpindelindeniRennsxiel, einemWerekzeuqederSchlis-ser, ss genennet werden. Denn das gelMthieher nicht.
Lause - Vaum, siehe Faul - Z5au>».
Läuse-Rraur, Mäuse-Psester, ^.pcichel-Rraur, Stestans - Aorner, ist ei» Kraut,dessen Blatter sich dem Laub der wilden Re-ben vergleichen, >auh, und m siebe» odklsechs, auch zu Zeiten in weniger Theilezer-fchnitten sind. Die Blumen, welche aiif a!>-sonderlichen Stieleii wachsen, haben eine schö-ne Himmel - blaue Farbe, und isteine jegli-che Blume in sechs unterschiedliche Blalteinzertheilet. Nach denen Blume» folgen grü-ne Hülsen oder Gchotlein, in weiche» eindreycckigter, schwark- brauner Saamen ver-schlossen liegt, der inwendig weiß, und einessehr schalsten Geschmacks ist- Die Wurtzeldieses Krauts ist schlecht nnd holtzig- InApulien, Calabrien, Dalmatien und imFrianl wächst es wild, bey uns aber wird esin denen Gärten unter denen zaseriaten Sem-mer - Gewachsen gehalten, und im Frühlingin einen guten fetten Grund, an einen Ort,da es weder zu viel Sonne, »och überflüßi-aen Schatten hat, gejaet. Man muß esfleißig begiessen, nnd den Saanie», wenn erreif ist, so gemeiniglich im Iulio geschiehet,abnehmen. Derselbe wird wegen seinesschärften brennenden Geschmacks und ausier-ordemlichen dil-igcn Natur nicht innerlich,sondern nur äußerlich zu denen Zug-Pflasterngebraucht; insonderheit aber dienet er ge>Msen und mit Oel vermischt, oder in EM>gebri-!t, wider die Laufe, und tobtet W!che sowohl auf den Kopssen, als in denKle><dern. Die Wuryel oder auch der Saa-men zerflossen, und mit Mehl gekocht, oderaber einen Teig davon gemacht , und Kucy-' lein daraus gebacken, macht alle Ratzenund Mäuse, die davon fressen, hinfallen nnosterben- ^ .
Läuse-Sucht, ist eine Kranckheit, da au»des Menschen Haut und denen daran auffa»' renden Beulen Läuse wachsen. Es ist cmeine Kranckheit derer Kinder. Deck aucyalte Leute bekommen sie. In der Gkfch>c»l°mercletmanan,daß sonderlich sehrstoltze, uagerechte und tyrannische Reaenten von Gvimit dieser Kranckheit gestrasser worden. ^