Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
1583-1584
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!?8 ? Lager-Bier Lager-Holtz

gut und dienlich ist. So man nach Ostern,geqen Psiasten hin, befindet, dost der-zen starck wächset, nnd man besorget, daßer lager werde» dörffte, so muß man ihn beyZeiten schrävffen, aber nicht mit der Sichel!zu tieff konnnen, auch zu rechter Zeit, wenn!er in die Kiele treten will, wieder aufhörenlassen- Welche Vorstckliakeit insonderheitbc» dem Roqqen, wenn mim vermuthet, daß,er liier werden dörsste, vorzukehren, weil sei-ne Achren nicht so tieff, als beym Wciken imHalme ste^cii.

Lager - Bier oder Mery - Vier, wird das-jenige Bier genennet, welches im Nlerrz-Ittonat, oder aufs längste im Anfang desAprus aufs Lager gt-branet, und wo nichta» Mal«, ledoct» an Hopffen stärcker, alsgemem'gemachet wird, damit es sich langer,als ander Bier hallen, den Sommer durch,da mancher Orten das Brauen nicht »utthun will, dauren, uisd nicht so leicht s-uerwerden möge. Zu einen, guten Lager - Biermuß man zween Scheffel Hopffen mehr neh-men a!s zu anderm Bier; so muß man auchdas Bier nicht zu geschwinde fassen, iedochaus dem Boden nicht zu schaal werden lassen.Wenn mm es fasset, muß man die Fässer »ollfüllen, bis an drey qver Finger, hernach Leine-wand durch zerlassen Pech ziehen, und damitdie Gpunvlöcher bedecken, daß leine Lusstdarein kommen kan; wenn sich denn die He-fen ein wenig gesepet, so füllet man dasVier, unv halt die Fässer immer voll mir fri-schem Bier,', solange, bis es keine Heienmehr auswirsst, hernach aber füllt man esmit autem frischen Br -umen -Wasser. Wennein Faß mit Biere angefüllet wird, muß manAchtung geben, daß es nicht überlanffe, dennein solches Faß verwindet e» sonst i! Vierze-hen Tagen nicht- Die Fässer wollen auchtäglich reine gehalten seyn. Ein Lager Bier,das im leklen Viertel des Markn gebrauetwird, liegt am längsten hinaus, und wird nichtleichtlich sauer. Diejenigen Braumeister,welche, in Meynung, das Bier siärcker unvbesser zu machen, allerhand Kräuter undSaamen, Ochsen Gallen, Kiehn-Rus unddergleichen unzuläßige Dinge darein thun,dadurch das Bier ungesund, die Leute aber,die es tr-ncken, frühzeitia toll und voll ge-macht, und denselben Kopff- Schmerften undandere Kranckheitew verursachet werden, sindbillig exemplarisch zu bestraffen. An etli-chen Orten Heisset man das Lager-oderMer-zen - Bier darum ein Sommer-Bier, weiles zu iesr Zeit verzapfft und getrunckenn d. Em mehrers hiervon siehe Vier undT-ierdranen.

Lager-Holy, ist ein Forst-1 -rminux,«nd w-rd dasieniaeHoItz also geuennet, wel-ches entivsder von Sturm-Winden umge-Worssen wird, oder sonst umfället und liegenbieiret.

Lager -Obst, siehe Vdst.

Lager-Scheite, suche Aern-Scheite.

Lager-Stöcke Lamm

, - ein!«Siehe Dleuen-

Lager-Stöcke, ist eine Art der Bienm-Stocke, welche von denen andern ingen Stücken unterschieden,

Stock.

Laich, Leich. hcisset der von denen Fische,,

we-blichen Geschlechts ^u gewissen Zeiten «»j.aelassene Roaen, woraus Hernachmahls di?kleinen Fischlein schliffen.

Laich - Fisch, siehe Aalranpe.Laich-Rarpffe, suche Rarpffe.Laich-Zeit, nennet man diejenigeZechb»die Fische laichen, ras ist, ihren-SaameiicderRogen von sich lassen. Die Laich - ZeildererFische ist bey ieder Art besonders anaemerlket.Weil die mehresten Fische von Ostern an bisIaeobi laichen, so soll binnen solcher Zeitdas Fischen nnteclasfen, und keine Nekenoch Hsch - Garne bis zu Ende des' IMin die Fisch - W-sser gebracht werden.

Lait, Leite, wird im Oesterreichischen einlanges, nicht gar weites Faß genennet, wei-ches mit einer grossen Oeffnung an stak desSpundloches verschen ist, und zu Verführern;der lebendige» Fische über Land gebrauchnwird.

<Iaitc, Leide oder Leede, heißt ein unge-schlachtes wüstes und nngcbaut-liegendesStücke Land, welches keinen Nutzen tragt.Weil an vielen Ölten dergleichen zu Hem-den, als sollen sreafaltige Herischafften undObrigkeiten auf Mitte! und Wege bedachtseyn, wie dieselben nach und nach zu Bau-Land aemacht, und in die Art der aademAcker-Felder gebracht und bestellet, oder dochzum wenigsten um eine gewisseAnzahl sichre,mn die Helsste, oder auch nur um die dritteGarbe, oder was es sonsten nach iedes Ort«Gebrauch vor Gelegenheit geben kan, andembeuten zum Anbau überlassen und oernne-thet werden möge. Eine solche am'gMntund zu nutzbarem Feld gemachte Leide oderLeede wird ein Neübrnch, Neurler cd«Reut-Feld geneiwer.

Lamantin, ist eine Art der See-Filche,einen dem Kuh - Kopff fast gleichenden KmHai, feine Jungen an ZiiM säuget, sehr ze- .fnndes Fleisch und Fett hat, davon das ge-schmoltzene nicht leicht verschimmelr und »er-dirbet. .

Lamm, ist das Iunae von dem SchaascM'ches, wenn es mannlichen Geschlechts, eii>Hammel-Lamm, und so eS weibliche»Mschlechts, einRalber-,Lamm genennetMw.So bald ein Schaaf gelammet, muß dajMeausaemolcken werden, damit die dicke undsc-ronnene Milch, die sonst dem Lamm s«»ni«wäre, hinweg komme ? man muß auch die 5M-le um das Euter sauber wegruxffen, damit MLamm unter dem Sanaen kein Haar nnt W-unter bringe, und darüber vor dieHnndegcv^hernach hält man das Lamm an die Zi>M,^ker ihm ein wenia in deii Mund,bis es des^'Ziehens undTrinckens selbsten gewohnet.etlichen gehet man so fast merzehen Tage