i;6? Laab
esum, daß es keine Matten werden- und legetes sodcnn in dieKäse-Näpffe- Oder: A!aunimmt den ausgewaschenen eingesaitzenen Ma-gen, undstreifftihuaneinHvltz, daß er m verLufft hart treuger; siedet em Tvvfflein vvllSaü ;-Wassers, lässet es kalt werden, schneidetein Stücklein vom «strengten Magen, wirsst esin das kalte SaW-W.-sse.> und nimmt sodenneinen Löffel voll von dielein Saltz-Wasser, da
das ^tücklein Magen innen lieget, und glesset
ihn in die Milch, und kan man damit ein großF iß voll Milcli labe,.. Hat nian .vensaer Milch,so nimmt man nur emen halben Toffel voll-Eine andere Art, daS Laab zu machen, ist dieseE-stiichmußman die Milch-Klümpergen ausdiMKätber-Magen sauber heraus klauben, und,durch ein härenes Sieblein schlage»; hernachni-iiiüt man drei? Löffel voll schönes Wechen-M hl,zwey frische Eyer, einenR:hm-Löffel vollsüsseii Milch-Rahm, item zwey Löffel voll Bir-ken -Wasser, und^drey Lossei voll Braniewei»,rühret diese Stücke alle durcheinander, undstltzet dieselben wohl: Nimmt hernach einegantzeMuseaten-Nuß, Museaten-Blüthe, Po-niel^nyen-Schalen und Blatter, Limonien-Schale» und Blatter, Lorbeer-Blätter, dreyLorbeer», Bertram,Petersilien,Körbel-Kraut,ein wenig Schwarii-Wurkel, Roßmarin, zer-schneidet diese Kräuter »nü Gewürme alles garklein, »lischt es unter die vorige Materie, undfüllet diese hernach in den ausgewaschene»Kälber-Magen, welche» ina» hieraus i» de»Rauch-Fang hanget und überlrocknen lässet.Von diesem Laab darss man nicht »lehr, alseiner welschen Nuß groß abschneiden, uns inwarmes weichen, wen» man Milch damt labenwill, Etliche treiben den Magen, wenn er be-horig gewaschen, und von denen Haaren gerei-niget worden, mit einer, erst von der Kuhe kom-menden, warmen Milch ab, nehmen Lorbeer,Muscatcn-Blüthe, Sassra», Pfeffer, Ingwer,schnumlichtes Brot, Pomera»ke»-Schale»<gebahetes Brot und Brantewein darunter,fassen altes zusammen wieder i» den Mage»,undhängi.» solche» auf. Noch auf eine ande-re Weise wird ein gutes Laab bereitet: Wennwar- drey oder vier Kalbs- Mägen, darnachman viel Laab haben will, und drey oder vierÄutzlein- oder Zicklein-Mägen nimmt (oder soman deren nicht so viel habe» ka», nur einen«der zwey, denn das Laab wird besser davon,bekommt auch einen besser» Geschmack) die-selben wohl reiniget, waschet und einsalket,ymiachmahls wen» die Mägen eine Zeitlang,bis man nemlich so viel, als'ma» braucht, zü-lammen gebracht, im Salße gelegen, solche, klein zerhacket, die Milch-Körner nebst einergicicyeii Hand voll trockener Brosame» vo»emem neugebackenen Brote, eben so viel Ger-Iku Ächl »md eine Hand voll Galk darunternienzer, nnd gleichfalls >»it zerhacket, so istvas Liiab fertig: will ma» denn noch etlicheN>Mi-Wur«eln oder wilde Negeleiiis-Wur-icui barunter nehme», weil die Käse davonsa uen und bald abzeitigen, muß man solche«M gar zu l«nze dgrinne» lassen- Diesesv»cvnom. i-e».
Laab-Kraut rz/s
Laab muß i» einen glasirren Tvpffgethan, un-ten UNS ode» seialki», und an einen s lichtenOrr gcletzet werden Andere,sv dieM'e aernebiau huben wolle». auch daß sie sich bald fär-ben und nicht madii't werden, nehineu oenMagen von einem Kalb, thun die Milch her-aus, wajchen solche, wie auch den Mauen, jchönaus, und hacken >.s g,m? Nein. Hernach las-sen sie neliaemclck.'iie Milch zusammen gehen,daß es Maden >ent, weicheii ferner verschim-meltes Brot in Milch, so dinge, bis man eSzerdrücke» kan, und mischen hieraus alles zu-sammen. Weiter nehmen sie nach Gedü»-ten, langen Pfeffer, Bomeraiiyen-Scha-en, einpaar Museaten Nüsse, oder, wenn sie großsi^d, nur eine, um eine» Pfennig Alaun; auchein wenig Hefen, und gestossene Lorbeeren,nebst fünf Vlätlein, alles wohl zerschnittenund zerslossen, darunter, salyen es wohl, aies-sen ein halbes Nosel guten stareke» Braute-wein daran, rühren alles zustimme» aenuasamdurcheinander, und verwahre» eS in einemneuen Topsszuin Gebrauch. Wenn man Milchladen will darf man nur einer Hasel-Nuß großdavon nehmen. Man braucht oas Laab haupt-sächlich bey der annoch lautern Milch, welchenoch nicht angefangen hat, zu gerinnen u«d zu-sammen zu lausten, wie manchesmahl die Milchzu thun psieat. Bey starcken Weh-Znchten,wo man der Milch viel hat, braucht man garkein Laab, sondern es wird nur die Milch denSommer durch ausdem Küchen-Herd, wo manvor das Gesinde kocht, von dem Feuer etwasentfernet, nn Winter aber an den Ofen in derGesinde-Stubegeseket,da sie von der Warmevon sechsten ger-iinet; die Milch zu den süssenKäsen, ingleichen zu de» Schaaf-und Ziegen-Käsen aber, wird ordentlich geläbet Etlichegiessen nur ei» wemg Salk-Wasser in dieMilch, und hängen sie über ein aelmdes Feu-er, damit sie allmählich gewärmet und nurlaulicht werde, den» wenn man sie zu heißmacht, so wird der Qvarck zu spröde und zuzähe. Die Holländer brauchen nur 8p'»!run,Giehedas Wort Aase, vom Holländi-sche» Käse-Machen. A-Usere hingegen giessenem wenig Salk-Wasser und ein wenig Wein-Eßig in die Milch, bringen sie aber zu keinemFeuer. IndemToseanische» oderFlorent-ni-sche» pfleget ma» an stat des LaabS zu denenKäse» die Artischocken-Blüthen zu gebrauchen:an andern Orten labt man die Milch, darausman Käse machen will, mit dem
Laab-Rraut-Dieses Kraut hat kleine,dün-ne, gerade,runde und knotigte Stengel, weichemir schmalen glänzenden Blättern dergestaltversehe»sind, das-ihrerfünfbiS sechs auch bis-weilen mehr,um die Knoten herum stehe». DieBlumen, welche längst an denen Zweigen, undan dem Gixssel derselben traublicht und ingrosser Anzahl hervor komme», sind weiß voneinem Stücke, denen Klebkraut-Blumengleich, i» vier Theile ausgeschnitten. Sei-ne» Nahmen hak es vs» seiner Wirckuna, in-dem es die Milch labet oder gerinnen macht,wenn es darein gelkjiet wird- Es wächst anA d s Surren