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[1] (1764)
Place and Date of Creation
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1565-1566
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Kupffer

Kuppel

1566

'565

mit e-i nicht an Leuten darinne sel,!e, sonder-lich wenn ue sehr nöthig und »üblich sind/insgemein frey. An« allermeisten aber lien-e'l man die aelehrte» Künste auS diesemGrunde freye Künste. Bey den^n andernaber bat die Deutsche Innungs-Such! mei-stentkeilS neuen Handwercks-Zwang zumgrossen Schaden derer eigentlichen Künste beyuns eingeführet-

ZU!>ist, siehe Wasier-Runst.

Aupffer, wird unter die schlechteste Metallegezahlet, so man nebst dem Eisen, Stahl undZinn und Blei' i'i der Wirtschaffr häufiger alsGold und Silber nöthig hat. ES bestehet aus

Schwefel, Vitriol und O.vecksilber,fubrer auch .

sonst insgemein etwas Gold bey sich, ist daher j zojijchen aber nur aus zweyen. Man brauchtdas geschineidigste, kan im übrigen nicht als- !auchan statAiippel, das Wort Strick. Alsoba>d in Fluß gebracht werden sondern qlüet lagt man: Mit einem Strick oder mir zweyenlange im Feuer, und werde» daraus wie von E>tr-c«°e» Miw-Hunden aufs Hiisen-Hetze»

andern Metallen verschiedene ">>' »»

macht. Wenn man ihm also einen Zusatz vonZinn giebel, da ohngesehr zu einem CeulnerKupffer ein Vierte! Centner Zinn zu rechnen,und dieses zusammen schmcltzel, so entjiehet

derlich mit Eßiz oder einer scharffen Materiegenetzet worden,nd diese Farbe heisst Ru-pfer.Grün. Aus diesem Metall werden sehrvi -l, jo-iderlich bey einer Haushaltung zani;unentbehrliche dauerhaffre Gefcksse, und der-gleichen Gerjthschasst verfertiget.

?i«ppel/ Roppel, Hundc-Ruppel, sindzwey Hunde-HajL-Bcknder, welche mit Kett-gen an einander zesüget sind, damic ie zweyund zwey Jagd-Hunde, wenn man ihnensolche um den Hals geschn-Mt, mit einanderlauffen und beysammen bleiben müssen.

Auppcl Jagd-Hunde, bestehet beyderDeichen Ia^reyauSdrcyen, bey der Zran-

ein verwischt Metall, daraus man Canonen,Mörser und dergleichen zu giessen, auch sol-' ' cheS Glocken-Speise zu nennen pKegetn.a.m.Einiae theilen dasselbe daher in schwartzes, ro-thes und gelbes ein, davon ist das erste nicht sosauber und reine als das andere, das dritte aber- ist das mit andern Metallen vermischte. Dasi!» meiste wird aus Kiesen und andern Erlttengeschmolzen, das wenigste aber sinder mangediegen, und zwar in nicht allzugrossen Kor-nertt, die als Tröpsiein an den Ertzten dan-gen. Die bekanntesten Oerter, wo selbigesMraben wird, find Italien, Dännemarck,r5.- Schweden, Ungarn, Bohlen, Böhmen, Oe-sterreich und Deutschland, unter diesen ist^ das Schwedische, wo man es haben kan, dasbeste, sonderlich zum bauen; das Ungarischeist noch etwas feiner, und wird daher inMüntzen gebraucht; das Italiänische, wie^ auch das Lothringische giebt jenen nicht vielnach, das Deutsche aber wird vor das geringstegehalten. Wenn nun das Kupffer von seinerUnart, wie auch von Silber und Ble» auf den-.'f Seiger-Hütten aeschieden worden, nenntt manes Gar - Rupffcr, da es denn auf den Ku

reiten: d.s ist mit dreyen oder mis sechsMmd Hunden ?c. Es wird aber deswegen al-so genenuet, weil allezeit drey Hunde mir demHei^-Riemen ed^r Hetz-Strick zusammen ge-halten oder gekuppelt werden.

Äupp el Pferde, heisset eine gewisse AnzahlPferde, ven drcyzehen, v-erzehen, sunffzehen,auch inehr oder weniger Stücken, welche mitStricken in gewisser Weite hinter einan!»'ge-bunden sind, also daß des andern sein Zaumoder Halssrer an des vordersten seinen Schweifffest gebunden, und so fort, daher», wo das er«stere hingezogen odergeritten wird, die andernalle folgen müsse!!. Solchemnach heissenNuppel-Pferde diejenigen, so aus einer sol-chen Kuppel gckaufft worden.

Ruppcl, Roppe!, bedeutet auch eine Ge-meinschafft, die zwey oder mehrere an einemDinge haben; also heisset eine

Ruppel- oder Roppel-Iand, wenn ihrerzwey oder mehrere die Iago mit einander ge-uiemschaffrlich besitzen. Es wird aber die Txup-pel Jagd auf verschiedene Art und Weise ex-ercirer, und zwar emweder also, daß zum Ex»enixel ihser zwey sich des Jagens it-ciproisoder gegen einander bedienen, und <^>jus indes un^ hinwiederum t j-!us in desLi-jlWaldung und Ackeren jaget; welches gemei-niglich auf den vermengte,! Feldern und GZ-

Pser-Hammern in eiserne Tiegel gegossen, und teri? geschiehet; oder aoer, es hat ^iriu- in de«

ein solcher Kuß ein hart Stück geheissen wird,welche Stucke m n hernach abpuchet, das ist,kleiner hauet, um Kessel und derü leichcn Sa-chen daraus zu machen, oder sonst zerschrotet,und zu allerley Gebrauch ins lieine bringet-Was unter dem Schlagen vom Kupffer ab-MNget, davon wird das grobe, so wie breitedumieSchieffer abspringet, Aupffer-Gchlag,das zartere und^ noch dünnere aber 2;effei-oder auchRupffcr-Vraiinzenennet. Wenndas Kupffer rostet, entstehet eine grüne Far-be , solche findet sich theils in den Kupffer-Gruben^woan die Steine, so etwas Kupfferhalten, lich dergleichen anhänget, theils auch«n das Gar-Kupffer sich anleget und davonherab schaden lasset, wenn es vorher» son-

Waldung das Mit Jagen, hingegen aberi^jus darff sich desselben in des r^-i- Wal-dung nicht gebrauchen. Man findet auchKuppel-Jagden, daß ihrer z-vey, ncmlrcht^ajus uüd Firnis in dcs^!svi>> als eines drit-ten Revier, die Jagd zugleich haben, ohnedaß dieser mit jagen dars, als welchem sol-cher Gestalt nur das Eigenthum des Grundund Bodens, nebst der ^uns-Uttionoder Obrig-keit zuaehoret. An einigen Orten, beson-ders aber in Thüringen, wird es mit denenKuppel-Jagden also gehalten, daß, wenn Bar-tholomai vordey ist, niemand seinen Mchbarn,oder denjenigen, der Mit ihm zu jagen hat. fra-gen dirs: ob er jagen wolle oder nicht, sondernwer eher kommt, der hat den Ambetl zum Ia-

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