i^sz Kumps-Kraut Kund schasst
denen Seiten aber, die Stränge mit denenS-iten-Blattern oder Reit-Scheiten, soau sie O^t - So')eite der Waage geschleifftsind, 'Ich befinden, ihreHaise im Ziehen nichtdesch-Zdize« mögen, weiches doch zuweilen ge-schiehet, wenn nemlich die Kummte nicht gutanpasse.'!, oder nicht sattem mit Wolle undHaaren ausgestopffet oder aesüllet sind. Dieleinenen oder mit keinwand überzogenenKunimte, welche die Pferde nicht ss leicktedrücken und brennen, als die ledernen, wer-den vor die Acker Pferde gebrauäit, und da-her» Ackev Ru,innere, die ledernen aberFahr-R»mmte getiennet. Oden ans dem Kum-met zwischen denen Kummet-Hörnern, ist ei-ne lederne Decke aufgenehet, welche verhin-dert, daß das Regen-Wasser das Kummet nichtdurchnetze; und wird die Rummet-Rappe ge-nennet.
Riünpö-Rraut, wenn man von dem weis-sen Sommer - oder Winter - Kopff- Kehl,oder sogenannten CappeS-Kraut, kleine Häup-ter in vier oder mehr länqiichte Theile oderStücken schneidet, dieselviaen in Wasser ko-chet, und hernach, wenn sie kalt worden, inkleine Faßlem mit Saltz, Kämme!, Dil-le, Wachholder - Beeren ze. einleget undaälMn lasset, so Heisset solches ein Kumps-Äraut, welches hernach in Küchen be-reitet, und als ein gut Essen aufgetragenwird.
RundÄ-Rraüt, wird in Oesterreich ein(kwendel oder Feld-Poley genennet. SieheO.vends!.
'Runoschaffr, ist ein Wort, welches Sa-chen unzelget, darauf in der Wirtschafft sehrzu sehen. Denn überhaupt Heisset es so viel«IS andern bekannt seyn, und wiederum vie-le Vekanntschasst haben, und viele Leute ken-nen, die uns in nusern Wirtschassts - Ge-schafften und in unserm Verkehr mit Diensten,ihrem Credit, ihrer ffreundschafft, ihrer Re-commendation, ihrem Zeugniß, mit Geldes-werth und Geld^dienen, und bey denen wirwieder unsere Güter an. den Mann bringenmüssen. Wie solches aber nicht nur ehrliche,und,u diejem allen geschickte Leute seyn müs-sen : also erlanget man solche Kundschasst sei-ner Seits durch einen ehrlichen Wandel,durch5»te Waare und Arbeit, durch Geschicklich-keit, durch Freundschafft, durch Reisen, durchCorrespondentz, durch gute Bedienung, durchVerbesserung und Verbergnng seiner'Fehler,dnrch freundlichen, höflichen und gefälligenUmgang, durch Liebes-Dienste, durch Be-hutsamkeit die Menschen zu prüfen, und end-lich überhaupt durch gute und ordentlicheWirtschafft, die aber auch der Geitz und Wu-cher nicht verhaßt wacht; daher man siehet,wie der Geitz, der Hochmuth, die Wollust undVerschwendung in der Wirtfchafft sv vielscharen. Hiernächst aber so heisftt Kundschafftauch dassenige Zeugniß und Attestat, welchesdas abziehende Gesinde von seiner Hcrrschafftwegen ihres Verhaltens und der Endschafftihres Dienstes erhallen, die neue Herrschafft
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aber vor allen Dingen verlangenderlich wird bey denen Gesellen der Hondye'r-ker ikr Attestat, ss sie nach dem jüngstenKaiserlichen Wandet von denen MisbrZ»-chen der Handwercker haben müssen, auchdie Kundschasst genennet. Bey Barbier-Stuben aber Heister die Anzahl derer Bar-dier-Gäste die Kundschasst, ja diese iverdmKunden genennet.
2U-nst, Heisset eigentlich eine besondere undnicht allen gemeine Geschicklichkeit des Lei-bes, die vermitteist einer natürlichen und er-langten Fertigkeit derer erkennenden Kriijste,sonderlich aber einer lebhÄfftigen Empfindungund Einbüdungs-Krafft, durch einigen Un-terricht, vornemlich aber durch lange Uibunzentstehet, um gewisse Bewegungen, die an-dern Menschen nothwendig, nützlich und an-genehm sind, zu machen, und dadurch allerhandkünstliche Wercke und Veränderungen in c«r-perlichcn Materien zuwege und Herfür zilbringen. Es bestehet also die Sache nicht sssehr in einer speeulatwischen oder bWnscharfsinnigen Erkenntniss, als vielmehr in derAusübung und in einer wircküchen geschick-ten Arbeit, welche nur eine gemeine Erkennt-niß der Dinge erfordert.' Indessen da es dochauch Arbeiten giebt, die eine scharsssimuzeErkenntniß zum Grunde haben, dieses aderdie gelehrte Erkenntniß Heisset; sv kan mansie überhaupt in gelehrte und gemeine Künste,welche letztem nur eins gemeine Erkenntnißvoraussetzen, eintheilen. Von beyden giebtes eine grosse Menae. Nur muß man als einWirt dabey auch sehen, ob sie Brot bringen.Denn die brotlosen Künste achtet ein Wirtnicht. Ja unter denen nützlichsten Künsteilmuß man eine oder mehr von solchen enM-len, dazu man sich nicht nur ausnehmendschicket, sondern die auch vielen Leuten dien-lich und angenehm, überhaupt aber nichtvon göttlichen und menschlichen Gesten ver-boten.sind. Eine oder mehr Künste als» ver-stehen, ist ein Grund andern zu dienen, undder natürlichste erste Wen, anderes Vermögenzu erlangen. Daher von einer anten Kunst ge-saget wird, sie habe einen guidenen Boden.Die Handwercker sind von denn Künstennoch unterschieden- Denn ob wohl Hand-wercker sind, bey welchen eine Kunst da;»konsliit, die deswegen künstliche Handwerckerheissen; so sind doch die üdri.ien hieher nichteigentlich zu ziehen, und werden deshalb ge-meine Handwercke? genennet, die. aber des-wegen nicht verächtlich sind. Unter solche»kan nun zwar ein und anderer Meister be-sondere schöne Arbeit ror audern machen,deswegen ein künstlicher Meister, gleichemaber noch kein Künstler im eiaenllichen M«stände heissen. Mit denen Handwerkern »>auch meistentheilS, weil sie leicht und v»n vie-len getrieben werden können, da denn einerden andern verderbet, ein ,vionvpo!>uwprojmUui.i oder dieInnunaS-Rechte verknusAllein, weil eigentliche Künste schwer, und M
nicht vo-r ieden schicken, ss sind dieselben/ ^