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neun Zoll Höhe übrig bleibe. Die Kuhlensind von guten Föhrenen oder Kiefernen Pfo-stcn auf das accurateste zusammen gespunde.,lind aussen herum mtt Zwingen verleben, da-mit die Pfosten sowohl an dem Boden als audenen Seiten dergestalt genau zusammen gc-tneb.'li werden können, daß nicht ein Tröxfi-lein durchzudringen vermag. Sie stehen auseichenen Gerüsten, unter welche» man denRaum zum Füll-Lager anwenden ka». Wen»nun das Bier, nachdem es genug und gebüh-rend gesotten hat , «uf diele Kuhlen oderKühl-Schiffe gebracht worden, muß es da-selbst abgebrochen, das ist. mir langen «Stan-gen , an weichen vornen durchlöcherte Bret-iem angemacht sind, aus- und abgerühretwerben, b>» eS verlangter Massen, genuglamab.ckühlet. Hieraus öffnet man den Hah-nen oder Zapffen an der untern Kuhle, wel-che nächst bey dem Gähr- Bottich ist, derge-stalt, daß das Bier entweder unmittelbardurch das ineßingene an den Hahnen ange-msc>)reWenöe-Rohr (so sich, wie an denenFeuer - Eprmen, hin und he? wenden lassenwuß)m den Gähr-Bottich laufft, oder manhänact unrer das Rohr eine Rinne, dnrchweiche das Bier in den Gabr-Bottich, er ste-he aieich wo er wolle, lanffen kan. Wennnun das untere Kühl- Schiff leer, wird derAapffen in dem obern geöffnet, aus welchemdeiui dss B er in das untere Kühi-Gchiff, undaas diesem m den Gähr - Bottich laufft. Wodergleichen Kakle», oder Kühl-Schiffe nichtgebräuchlich >'s, hat man etliche so genann-te Mhl-Dosen, oder Aühl-Fasse, welchennni aM'.deriic.) im Sommer ilur zurHelss-te anfülle!, un^ alfo das Bier darinnen ab-kühlet.
Ri'chn, siehe Riehn.
Ruhn-Äauin, oder Äühn - Föhren, sucheFöhren.
Rukn -Rus, siehe Riehn-Rns.
Nükn-Schrozen suche Grnst.
DüUen. ftetze Caninichen.
Nüm.üci. ist dceyerley Sorten: Garten-Mr^'nei oder Römischer Rummel, Feld,«der Vviesen-Ä^mmel,und Schwary -Riim-mel. Der Garten - «der Römische Ri'nnmel,der auch Pfaffen - Kümmel, Aramer - Rinn-mel oder Welscher Äümmel , genennetwird, hat eine weisse und dünne Wurkel,«us »elcher ein anderthalb Spannen - hohermir vielen Neben - Zweigen besetzter Stengelkommt. Die Blatter sind fast dem Fenchel-Kraut gleich, iedoch kleiner und kürtzer. Anden Gipffein der Stengel und Aveige gewin-net er schöne Dolden oder Kronen, wie derSenchel, mit vielen Blümlein, darauf folgetder Saamen, weicher aus grossen länglichengnnien Kornern, die eines stareks» lieblichenWurtz - Geruü)s und etwas bittern undscharffen, jedoch dabey angenehmen Ge-schmacks sind. Er wachset in warmen Lan-dern, als in Egypten und andern Africaui-su?en Provinzen, auch in der Insel Maltha,«llwo man noch eine kleinere, weiffe und dem
Kümmerer i;;8
Anis clhfiiiche Art hat, die von einem süssenGeschmack ist. Be» uns l» Deutschland wirber nur zurLust in denen Garten gebauet, undder vclte Saame davon häufig aus Italien znuns gebracht. Er dienet wider das Bauch-Grimmen , Winde und Blähungen, «ehretden kalten Flüsse» , und ist eine treffliche5>aupt- Stärckung- Etliche Trspffen von dem«us diejem Saamen destillirten Oel in ei-nem Löffel voll weissen W-üi, oder anvermGelräncke eingenonünen, ist lehr gut widerdas Grimmen und Leibwehe, so von Kniteund Winden verursachet wird. Auf den Na-bel gestrichen, hat es gleiche Wiraung; undwenn es auf den Wirbel des Hauptes <ie,a»„,ie«ret wird,vertreibt eS den Schwindel und steuretden kalten Flüssen. Der Feld - oder Wikieü-Äümmci, so auch Rarde,Barve, oder Gar-vc», Matten- VT'eg- oder Speise - Rummel,genennet wird, hat hohle knöpftzreSlensel,!?bey zwey Eilen hoch werde». Die Dolden oderKronen blühen weiß, und bringe» hernach denSaamen, welcher um ein merkliches kleiner,a^s der vorhergehende ist. Er wachset zwarwild auf denen Wiesen und Feldern,wird aberauch in den Gärten gebauet. Er hat in einerHaushaltung seine» vielfältigen Nutzen, in-dem er unter das Brot gebacken, unter dieQvarck-und Diesen-Käse vermenget, auch anFleisch, Fisch und andere Essen, deuenselbeneinen lieblichen Geschmack zu geben, auch ei»Brantcwein, der sonderlich denen Blähungenwiderstehet, davon gebrannt wird, uns wel-ches Uibels willen man auch die warmen Bier-Müser mit Kümmel erfunden bat. DieWurtzel, wenn sie noch zart und frisch ist,kan man wie Petersilien an akechand Fleischkochen, oder auch zum Salat wie die Zucker-Wuryeln gebrauchen. Der Saamen wirdauch mit Jucker überzogen, und als eine gu-te Magen - Starcknng gebrauchet, reinigetdie verschleimte Brust, und stiller das Reche»im Leibe. Das daraus gezogene Oel, ist eben-falls ;u allen diesen Zufällen inuzüch zu ge-brauche«. Der schw.irize Nümmel, hat ei-nen hohen Stengel, grüne zerschnittene Blät-ter, weisse oder bleich-blaue Blumen, undbringet m einem Knopff einen kohlschwarSenSaamen; dieser, wenn er gut, soll dick-kör-nig, eines guten scharffen Geruchs und Ge-schmacks seyn; er stärcket d«S Haupt, wehretdem Schwindel, stillst das Bauch - Grim-men, und ist vortrefflich gut wider die wü-tenden Hunds - und anderer gifftiger ThiereBisse. DieWuryel stillet das Blüten, wennsie zerbissen und in die Nase gesteckt wird.Den Hünern streuet man schwartzen Kümmelunter auderm Futter vor, damit sie desto besserlegen.
Zimmerer, Heisset bey der Jagerey einHirsch, weicher, wenn er an seinem kurtzenWildpret, durch einen Schuß oder auf andereWeise verletzet wird, sein Gehörne aantz ausserder Zeit wirfst, und verecket oder schlaget, auchuicht förmlich wieder aufsetzet, sondern mirkurtze und krumme Enden bekommet.
Rlnmner-