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Jagd
Jagdbar Jagd-Bediente
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Kläger/ in ihrem Amte aber entweder Mario-netten , odersie verrichten ihre Regierungs-Geschäffte ohne lliberlegung ohne Weisheit,Klugheit und Gerechtigkeit. Indessen so isthoch ein mäßiger und vernunfftiger Gevranchder Jagd nicht mir zum Nutzen und allerhandVortheil vor grosse Herren und vor das Land/sondern auch bey jenen zur mäßigen Lust undErgötzlichkeit, zur Gesundheit und zu ihremfürstlichen Wohlstand und durch-
aus nicht zu verwerfen, ja damit kan und mubauch eine gute Wirtschafft bestehen, und als-dann diese wo nicht eben viel Vortheil, dochauch keinen Schaden oder Zu- oder Eilbussedwvn haben, wann sie recht eingerichtet undVerdem das Forstwesen geschickt damit ver-knüpfet, der Herr aber dabey auch zufälligerWeise in den Stand geseftet wird, manchesin seinen Landen, unter seinen Unterthanenund auf seinen Domalnen zu hören und zu se-hen, was ihm sonst zum Behuf seiner Regie-rung und Wirtschafft verborgen würde. Da-mit man nun von der Einrichtung der Jagd«ine etwas genauere Einsicht habe, so istnebst dem, was unter andern Art, gantz voll-ständig vsn Jagd-Sachen in dh-sem vor-kommt, hier sonderlich noch überhaupt anzumercken: Es wird nemlich die Jagd gemei-niglich unterschieden in die Hohe und Nie-dere Jagd- DerHohen Jagd werden beygezahlet, die Hirsche, wilden Schweine, Bä-re,Rehe, Trapp/n, Auer - H'rner, Birck-Hü-ner, Hasel-Hüner, Schwanen, Fasanen;Zur Niedern Jagd aber wenden gerechnet,die Hasen, Füchse,Dachsen, wilde Katzen, Reb-duner, Schnepffen, wilde Gänse, wilde En-ten Taucher, und dergleichen Wasser Vögel,Lerchen und andere kleine Vogel, wiewohlauch an etlichen Oertern die Mittel-Jagd,darza Rehe und Frischlinge gezählet werden, inUibung ist. Im Churfurstenthum Sachsen, unddesselben incvrporirten Landen werden zur Ho-hen Jagd gerechnet: Bäre, Bärinnen, jungeBare, Hirsche, Stücken Wild, Wilds-Kälber,Tann- oderDam-Hirsche, Tann Wild, Tann-Wilds Kälber, Luchse, Schwanen, Truppen,Kraniche, Aaer Hähne, Aner-Hüner, FasanHahne, vssan-H ner, Vockcn. Znr lNittelJagd werden gezäblet: Rehe-Böcke, Rehe,Reyc «älb^r, hauende Schreine, angehendeSchweine,Kealer,Bachen,Frischlings,Wöisse,Birck-Hälme, Hascl-H'„-er, grosse Brach,Vö-^l Und zur Nied-rn Jagd: Hasen, Füchse,Dachse, Biber, Fijch-Oiter,Marder,wilde Kaien,Elb-^we Eichhörner, Wiesel, Hamster,Schnepfen, Rebhüner, wiid^ Gänse, wilde En-ten, Reiher,TSucher.See-Meben, Wasser-Hü-
?»^^"^^"^^n,wildeTauben,Gibipe,^achteln, Ziemer, Schnerren, Amseln, Drös-Mn, Lerchen nnd andere kleine Vogel, wie sie-Mhnien haben mögen- Nach denen erstbe-Ichnebenen vielerlei) Arten der Thiere ist auch^ ^»gd, wodurch ihnen nachgestellet, und derseng, so darzu gebrauchet wird mancherlen:werden mit Tüchern umstellt,durch Hunde und das Wald-Gklchre» der Jä-
ger nach dem Laufft getrieben, daselbst aus demSchirm gepürichet,odec von denen Anwesendenzu Bferd oder Fuß im Lauf, mit Fang-Eisen,Hirsch-Fänaern oder Pistolen erlegt, anderewerden mit W-nd- und anderen Hunden gehe-tzet, andere i» gestellten Gruben, Fallen,Eiseiloder Schlingen gefangen, andere verlappet,durchs Klopfen aufgetrieben,oder an einen Ortgekirret oder aufihrem Wechsel von dem sichanstellenden Jäger gepurscher. oder ohne Netze! und Garne, mit denen sogenannten l>->.surcc-Hunden gejaget und erleget,andere mitFalckengebaitzet, und dergleichen- Des Zeuges sindverschiedene Gattungen, siehe unten Jagd-Zeug, Zu welcher Zeit im übrigen einer «edeiiArt des gedachten Weydeworcks nachzustellen/findet man unter den, Wort N?eydman,chassrbeschrieben. Wenn ein Fürst oder anderer ho-her Landes-Herr aus besondererGnade und gu-tem Willen einem andern, in einem gewissenRevier und oui.ia seiner Wildbahn auf einegewisse Zeit, die Erlaubniß zu Jagen ertheilet,wird solches eine Gnaden-Jagd, und wenn ih-rer zwey oder mehr die Jagd m-t einanoer ge-mein haben, eine Roppel- oderRuppel-Iagdgenenner. Die Mir-Jagd oder das Mir-Ia-gen hc sset, wenn ein LandeS-Herr mit seineirLandsassen in ihren Forsten die Jagd zugleichexerc>ret. An einige» Orten hatderLandes-Furst, an star des Mit-Iagens, das Vor-Ia-gen, da nenilich der Landsaß nicht eher mit sei-nen Hunden und Jeuaeln? Feld oder zu Holtzedarf, bis der Landes Herr solche vorher» durch-jaget- Siehe ferner Jagen.
Jagdbar, Heisset ein Hirsch, welcher voll-kommen groß ist, und nicht iiiiter zehen En-den hat. Ein rechter jagdbarer Hirsch soll,mit vollem Wanst, Gescheide und Gehörne,oder unaufgebrochen und unzerwirett wenig-stens drey hundert Pfund am Gewichte haben,auch nichl änderst, als mit dem Hirsch-Fängergenickfsnget werben, imd zwar dergestalt, daßder Fang nichl »ach oem Gescheide zu, sonder»gegen die Hertz-Canimer geschehe.
Iagd-Sediente,sindverpfiichtetePersoiic»,weiche nicht allein die M- en anstellen und di-rigiren, sondern auch achthaben müssen, daßniemandberWild-Bahneei/ügenSchaden zu-füge, und die Forste und Wälder in gutemStande gehalten werden. Diese sind von dengeringsten an, die Hundes-Jungen, Jagd-Pur-sche, Fuß-Knechte, Forster,Häge-Reiter,Over-Forster, Wild-Meister, Hof-Jäger, Pünch-Meister,zu welchen insgemein bürgerliche Per-sonen gezogen werden- Auch haben grosseHerren noch besondere Leib - Zäger und Büch-sen-Spanner, die nach Unterschied unter dieHof- Jäger rangiret werden. Die ndelicheilJagd- Bedienten oder zur Jägerei» gehörigePersonen sind: Die Iagd-t-.^n. Gehörn-^-8-n, 5ul^oiui-r.t'zß>!n, die Jagd-Juncker, Forst-Meister und Ober-Forstmeister, "die über einengewissen Bezirck gesetzt sind, und eine Anzahl.lubaircrn.Zagd-Bediente linker sich haben,undendlich der Land -Jägermeister, Hof-Jägermei-ster..