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[1] (1764)
Entstehung
Seite
1275-1276
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12/5 Jüte-GraS Jazb Jagd

wen» untcr dem K«rn Wicke», Dosten und der- noch nsthigem und »üblichern Ä,rtschaff»sgleichen Unkraut vermischt ist, übel schmeckend ! Geschäfften ist die Ausübung und Deiu^iund ungesund: Z» geschweigen, daß offt nicht! aung damit vor sich selbst andern, soi^iUdie Heisre von Korn, Weiyen und Dinckel aus-! gemsine» Leuten nicht zu verstatten- D-«,,kommt, wo solch Unkraut darunter wächst, und j m diesem Betracht wird es eine in der Po-überHand nimmt; s» geben auch, welches das licey schädliche Sache. Ja der Misbmuckärgste ist/ diejenigen Felder, darauf solch ver- der Jagd, bey Grossen und Vornehmen b-cktmenzter unreiner Saame qesäet wird,kaum den ebenfalls sehr grosses Uibel in derLand-Mt-halben Theil so viel Frucht, als die andern, so > schafft aus. - Die viele» Jagd - Frohnen Mmit wohlgesäubertem reinm Saamen besäet' Folgen, das uubarmlzerkige Tractamenr, a,worden sind- Die Küchen-oder Krätze-Gärten die armen Leute von der Jägerey erdul'mmüssen des Jahres etliche mahi, nemlich so offt müssen, die vielfältige Bcdruckuna, soes die Notsdurfft erfordert, reine ausgejätet damit vor den armen Land-Mann sonst »er-werben, und zwar jederzeit im abnehmenden knüpffet wird, der Verlust seines gesundenMonden, auch wen» der Erdboden weder allzu- Leibes, die Versäumnis in seiner Feld-unddürre noch zu seuckte ist. Die nach den ausge- Haus - Arbeit, das zur blossen Lust gewvlM-reuteten GraS-Wurtzeln a»fgeworffe»e Erde, che uberflußige Jagen des Wildes und dersoll man sobald, nach verrichteter Arbeit zu- daraus entstehende Wildfraß, und die Ver-ebne»,und die Plätte, so etwa» durch das Jäten wüßung der Felder und Gärten, dabey nuiilocker gemacht worden, sanfft und sacht wieder doch selten denen armen Leuten an Steuerneindrucken. Von dem Jäten in Weinbergen, und Gaben etwas erlässet ?e. sind alle» be-siehe Araiitc. Dieses ausgerauffti! kannte Dinge, so die Jagd, wenn man daM"tatc^Gras, giebt eine gute Garten Dun- nicht vernunfftig Versähret, sehr schäduchgung, wenn man sslches nebst allem, was von machen. Und so angenehm dieselbe auch chBlärter» und Stenaeln ohne diß weggeworssen so bringet sie doch, woferne maii nicht nichwird, ausser dem Garten, oder in einem Winckel einer vernunfftiqen Mäßigung damit uniqe-desselben über einen Haussen schlägt, und es het, auch bey Höfen schlechten Nutze» ei»,wobl abfaulen lässet, und denn noch etwas an-. ja sie nimmt vielmehr ein grosses von andernder» Mist darunter menget. Einkunfften weg. Ein Pfund WildM"sagd, heisset die Wissenschafft oder Kunst ' kommt einem grossen Herrn, wenn die arss-durch eine geschickte Ausübung denen wilde» se» Jagd-Kosten wegen vieler Leute, Pferde,Tbieren und Vögeln, entweder mit Gewalt Hunde, Jagd-Zeug, Häuser und allerhandoder durch List nachzustellen, und dieselben Jagd-Pracht, ja der Abgang (den offt Steu-zu fangen oder zu fällen. Diese ist heut zu ern, Zinse», Forst- und Wild Revenue» da-Tage eine von denen vornehmsten Belusti- durch leiden), gerechnet werden, öfftcrS -gmigen grosser Herren, und ein Regale, wel- Rthlr. zu stehen, und die Einkünffte aus derches alleine der hohen Landes-Obrigkeit zu- Jagd tragen nicht das Viertel von benei»stehet, von derselben aber auch zuweilen an ih- Unkosten, so darauf verwendet werden. Einre Vasallen, in Ansehung derselben erspneß- WirtschasstS-Geschässte aber, welches mehrlich geleisteten Dienste, in gewisser masse über- kostet, als es einbringet, ist ein schlechtes Ge-lassen wird. Sie ist eine so nöthig-als nutzli- schäffte, und nach denen Regeln einer Ca<che Uibung, weilen nicht nur dadurch ein Land meral - Wirtschafft qam verwerfflich- Dieoder Gegend von schädlichen reissendenThieren Cammer-Einkünffte bestehen also meisten-defrryet und gesäubert,das übrizeWild aber an ^ theils bey diesen Fonds in der EinbildungHirschen,Rehen,Schweinen,Hasen und Feder- j oder dem blossen Vorgeben derer, die von ivl-Wildpret zu behöriger Zeit zu Nutz gebracht cher übermäßigen Jagd-Lust der Grosse», ihre»wird, ssndernauch,weilmanaufsolcherdasGe- besondern Vortheil haben, womit sie die Lh-wehr zu Pferd und zu Fuß fertig und geschickt zu ren und Augen ihrer Herren verführe». E">egebrauchen, Hunger und Durst, Arbeit und übermäßige Jagd-Lust verderbt auch alle an<Mühe, Hitze und Frost,Regen und Ungewitter, dern Eingangs erwetzntcn Vortheile derWachen und andere Fatiguen auszustehen ler- Es bleibet dieser alsbenn nur ein blosser M-«et, eine mächtige Stärckung und Abhärtung wand; die Gesundheit und das Leben solch»der Leibcs-Kräffte und Geschicklichkeit ist, Sie Herren ist in Gefahr; sie sind auch nicht mell»stauch eine löbliche Uibung, wenn sie in ihren im Stande, daß sie sich noch denen TrM'ordentlichen Schrancken bleibet, und der rechte len des Krieges unterziehen müssen; die lMGebrauch derselbe» nicht auf die Gelte geseyet, tigen Kriegs-Uibungen sind auch Hank ^sondern wie in allen andern Sachen, also auch derS, a!S daß man in denenselben viel veyhierinnen richtige Ordnung und Maasse gehal- der Jagd lernen solte. Endlich aber werdenten wird. Denn in solcher Ordnung ist sie bey der unmäßigen Jagd - Lust, die nuamhauptsächlich eine Kunst und Uibung desAdelS, stenRcgierungs-Geschaffte bey Seite gejM>die sie auch beynahe in gewissen Jnnungs- man bekümmert sich darum wenia oder MMund Zucht-Anstalten ordentlich als Junge», recht; man siehet alles nur mit sremden^iagd-Purfchen und Pagen, Jagd-Iunckers ». gen, höret mit geborgten Ohren, und aro«lernet / ausaelernet, ja Lehr-Briefe und der- tet offlerS mit anderer ibren untreuen »Mgleichen bisweilen bekommt. Wegen allerhand ungeschickten Händen; kurtz, die Grosse« >>«Wer Folgen und VMumniß in denen:<Us»enn nur groß bey der Jagd,