Hur-Kind
öffentlicheHurerey, Vielweiberey, Ehebruchoder aber in solche nurausbrechen,s» die eiteleWelt deswegen, weil sie nicht von Menschengestraft werden, vor erlaubt anstehet. Allein,m rechtlichen Verstände heißt eigentlich dasjeniae Hurerey und eine Hure, welche ihrenLeid um einen Huren-Lohn, oder aber um,mr die Geilheit zu befriedigen, wohl aar voreinen von ihr selbst gegebenen Loh» vielen unzüchtigen Manns-Personen preis giebt. Imgemeinen Leben aber nennet man auch offtHurerey, wenn sich zwei» ledige Personenzw^erley Geschlechts mit einander vermi-schen, und in Wollust zusammen thun. DieHurerey wird in der heilige» Gch> ifft mit Ar-mut, Unssqen in der Nahrung, ungesun-dem Leid, Grind, Würmern und Motten zurStrafe bedrohet. Und es sind diese Dingeinsgemein nächst der Schande und Unehredie natürliche» Folgen derselbe», nach ver-schiedene» Graden. Sonderlich ist es einrechter Feind und Ruin des HauS - Standes,der ehelichen Gesellschafften und ihrer Zwecke,vornemlich in einer bürgerlichen Gesell-schafft, ja einer geseanetc», ordentlichen,fleißigen und klugen Wi-tschaffl- Weil esnun eine Qvelle der Armut, des Credir-Ver-lusts, und sonderlich eine Ursache der Unge-schicklichkeitzuVerrichtunqc» ist; so muß sichein Wirt auch nur als ein solcher dafür alsvor Gifft Huten, ie leichter dasselbe ins Ge-müthe schleicht, und ie angenehmer esanfäng-tich schmeckt, und ie schwerer es wiederumt>or dem gänzlichen Verderben los zu werdenInsonderheit aber verhindert
der von einer öffentlichen Hure und ungewis-senVater, oder von zwey ledigen Leittgen/^irchunzüchtigen Beyschlaf, oder endlich m, Ehx!bruch gezeugtes Kind. Die ersten heisst ^gentlich 8puri>, ir. Mamser, die andern na-türliche, im gemeinen Leben aber auch Hur-Kinder, die dritte Sorte aber k'o-Ki oder!it-eri -»iulierini. Es ist ei» solches Kind,wiewohl nicht ohne llnbilligkeit, mit einer An-rüchigkeit und einem Verlust verschiedenerRechte bey uns beschweret, allermasse» solchesnur die unzüchtigen Urheber, nicht aber die-se unschuldigen Geschöpffe treffen solle. <Akommt dieses aber eigentlich aus denen altenSitten der Deutschen her, welche grosse Ei-ferer wider die Unzucht waren, und vermit-teist der natürlichen Liebe derer Urheber ge-gen die Kinder, jene von solcher Unzuchtdesto mehr abhalten wollen, wenn sie auch dieKinder solchergestalt drückten.
Hurt oder Hürde, siehe Horde.
Husten, ist eine Art der ^onvuilion > wo-durch der zähe Schleim oder andere schärftFeuchtigkeiten, welche in dem Magen, in derLunge oder Lufft-Rvhre sich befinden, herau<gepreffet, und bey ungleich starckem Getvnedes Athems ausgeworffcu werden muß. ESist dieser entweder feuchte oder trocken, nach-dem die Materie beschaffen, die ihn verursa-chet. Wo aber ein feuchter sich in einen tro-ckene» Huste» verwandelt, ist aemeiMicheine Entzündung der Lunge und die Schwind-sucht zu besorgen! ja wenn er zu starck undzwingend ist, können dadurch die kleinen Al-
lst. Insonderheit aber verhindert dieses ab->-. . - ^ v
scheuliche Laster durch seine heimliche und öf-j^ ?« ^ ^ 6'^« !,?-
fentliche Wirkungen die zu denen wittschafft-j Geichwure daraus entstehen, denn die
jiche» Geschafften so nöthige Bevölckerung .
b« Länder. Viele wollüstige und freye Gei- > ^ ^ 5 ^ - damit öelasiiget kMbal-sier bilden sich zwar die Sache gant' anders ^
ei». Ihre fleischliche Auge» erlauben ihnen ^
ober nicht einzusehen, worinne eine rechte ke, saure Speisen, oder ^'.'ch/ch^^A^"^^Bsvvlckermia der Länder bestehe, und daß gebrauche dargezen1'"^^es nicht genug sey, nur viel Kinder zu zeu- Sachen, z. E abgekochte ^>5er mitgen, sondern auch, daraus gute Glieder eines H>>bsrgruy^
Wolckes zu erziehen, erfordert werde, wslchen^^'^' ^ °
beyden Zwecken doch die öffentliche Hurerey, »ul starckem angezündeten k
die gemeine Unzucht, der Ehebruch, Viel-! aelvsete Korinthe» oder kleine Rosinenweiberey, die heimlichen und stummen Sün-
den der Unreinigkeit allezeit, ob wohl in ver-schiedener Maasse, zuwider sind. Man kanhiervon und von viele Pelicey-Betrachrungeriin Ansehung der Fortpflantzung des menschlichen Geschlechts nachsehen, Süßmilchsgöttliche Ordnung in denen Veränderungendes menschlichen Geschlechts, Berlin 1742-äirt. Es ist daher auch vor eine Frucht desAtheistischen und verkehrten Hertzens zu halten,wenn der Cammer- und Commercien-RathSaue in seinem sonst feinen Tractate, Vor-schlag von glücklicher Einrichtung der Inlra-den und Einkünffte grosser Herren, 4,171?bey Förstern e-iirt, der Vielweiberey das Wortgeredet, nachdem bekannt, daß er ei» Gvt-tes-Verleugner gewesen.
Hur-Rind, »stein ausser der Ehe cntwe-
aelösete Korinthenu. d. in.
Hut, Hüt-VVclde, siehe Vieh-Weide.
Hutmann, suche Hirte.
HuyelN/ siehe Holy-Dirn, Hol?'
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Hvacintk, ist eine kleine wohlriechendeFrühüngs - Blume, davon bis s>ebe>WGattungen gezählet werden; die »orneym-sten und bey uns bekanntesten sind , der Y»-derige, der grosse und kleine, blaue um,der wcisse Träubel - Hyacinth, der mW-riechende, der gehörnte Träubel - H»«^der mit langlichten, blauen und sahlen ^inen, der Orientalische mit sieckigmder mit blätterigem Stengel, der Orienilische mit weissen, einfachen, "ut gesulmit blauen gefüllten Blumen, der^'p^