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[1] (1764)
Entstehung
Seite
1045-1046
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is4? Halffte? Halffter-Ketten

gleichen darüber angerichtet werden: Oderman machet sie mit brauner Butter und ge-gebener Semmel; öder man bereitet sie gantzschlectzl,iitt>em nur ein wenig Butter und MehlHder dem Feuer etwas gelbiicht gemacht,!» derBrühe, darmnen die Fische gekocht/ gethan,mzd oieses noch einige Zeit auf dem Feuer ?as-sirelwird, die Gewürke dazu sind Saltz, Jng-n>er und Pfeffer, wozu einige noch fetzen kleingeschnittene Zwiebeln und Saffran, so aberauch wezvieiben kan. Man pfleget über diesesauch von ihnen fast eine Art einer Grisettefolgender Gestalt zuzurichten: Wenn neimichdieseiven abgefallen, sondeil man sie von denGraten, pflücket und schneidet hie Helffte da-von gantz klein, uns leget diese nebst in Milcheingeweichter und wieder ausgedruckter Sem-mel in eine Schüssel; hierauf schläaet manacht Eper-Dotterii darzu, würbet es mit Saltz,Muscaten-Blüthen undSaffran, giesset süs-sen Rahm hinzu, und rühret alles nebst kleingehackter Petersilie wohl durch einander.Hiernachst machet man einen Krany von Teigauf eine Schüsse!, beschmieret diese wohl mitButter, daß inzwischen die ausgepflückte Halb-Fische mit einer Zanken Zwiebel nebst ein we-!nig Musealen - Blüthen in Butter über dem 5Feuer Paßiren, und giesset die Helffte des Ab-gerührten , darein vorhero noch ein Stücke >Butter zerlassen worden, in die Schussel, thutdie abpaßinenHalb-Fische darauf, streuet kleingeschnittene Citronen-Scheller darüber, undziehet endlich die andere Helffte des abgerühr-ten vollends drüber her, leget obenButter dar-auf, bestreuet es eben mit geriebener Sem-mel, und bäcket es ordentlich im Ofen alseine Pastete, welches Eisen warm oufgelrzgenwerden muß, und eigentlich gefüllte Halb-Flsche heiffet.

Halb-Pacht, siehe Halb-Bauerey.Halb-Traid, oder besser Halb - Getraid,siehe Gemang-Rorn.

Halistcr, ist ein von Riemen zusammen ge-setztes Haupt-Gestelle, welches einem Pferde,wenn es abgezäumet, in dem Stalle an denKspfzeleger,und solches damit vermittelst desdaran geknüpfften Strickes an die Rauffe an-gebundenwird. Die Halfftern mit Strickenwerden gemeiniglich nur, wenn man überLand reitet, am Pferde bey sich geführet, undin fremden Ställen gebrauchet; zu Hause aberhat man

Halffter-Aetten, welche etwan zwey Ellen,oder auch etwas länger,und an beyden Seitenm>t Knebeln versehen sind, wovon der einedurch den an der Krippe fest gemachten Ring,oder das durch dieselbe gebohrte Loch, derandere aber durch den an der Halffter befind-lichen chernen Ring gestecket wird, damit diesebeständig am Pferde-Stund verbleibe, undIiicht verwvrffen werden, sondern, wenn M INdas Vferd in seinem Stande abgezäumet, so-gleich bey der Hand sey, und demselben unugethan werden könne- So sind auch dieHalfftei-Ketteii dauerhaffter, und reissen nicht soleichtlich tt!s die Stricke.

Halm Hals-Tuch 1046

Halm, ist der Stengel, oder dasjenigeTheil> des Getraides, so zwischen der Wurtzel und deri Aeh: e oder Rispe sich befindet. Er ist iiiwen-j dig hohl und mit etlichen Knoten abgesetzet,wird, wenn er gantz trocken, und die Frucht dar-aus gedroschen ist, alsdenn Stroh geneniiet.Die zwey untersten oder näkesten Knoten ander Wurtzel dienen zu der Vermehrung undBestaudung des Haupt Halmes: denn wen»selbige in die Erde oder nur an dieselbige zuliegen kommen, schlagen sie besondere Wurkel,und treiben neue Neben-Halme, dereu un-terste Knoten wieder von eben der Beschaffen-heit seyn,wie bey dem Worte Saat weitiäuff-liger gedacht wird.

Halm - Drache, siehe Stoppeln oderStürye».

Hals, wird der gantz bekannte Theil einesMenschen und Viehes genennet, der unmittel-bar nach dem Kopffe folget, und die Lufft - undSpeise-Röhren, als die zwey unentbehrlichstenCanäie, in sich begreiffet. Man hat aber da-her auch Gelegenheit genommen, andere Sa-chen, die sowohl der Forme üach, als auch we-qen ihres gleichmäßigen Nutzens mit diese»überein kommen , ebenfalls mit diesem Nah-men zu belegen: also nennet mau den laugenTheil an einer Flaschen und dergleichen Ge-schirr, weicher an derselben Bauche gleichaufsiket, wodurch eine slüßige oder andereMaterie sich hinein füllen Iä»et, einen HalS:Mit nicht wenigerm Rechte fähret eben die-sen Nahmen der lange Theil einer Violine,Laute und dergleichen Instrumenten, wo mandurch Niederdrückung der Finger auf die dar-über gezogene Saiten, dieselben nach ledemvorgegebenen Ton stimmen, und eben denLaut damit wie in der Singe-Kunst vermit-telst des Halses zuwege bringen kan, u, s. f-

HawDand, ist ein Schmuck von Gold oderSiiber,oder aus Silber und vergoidt nach garverschiedener Art zusammen gesetzet und zier-lich ausgearbeitet, ?a mit Edelsteinen oderVerlen und Schmelst ausgesetzet, dessen sichdas Frauenzimmer gewöhnlicher Massen be-dienet, um solchen um den Hals zu binden.

Hals-Vand, ist auch ein ledernes, zn-wei'len mit MeßinZ oder Silber zierlich be-schlagenes, öffters auch mit eisernen Sta-cheln,oder Schweins - Borsten besetztes Band,welches man denen Hunden um den Hals le-liek, damit sie dadurch vor dem Anfall beißigerHunde desto mehr gesichert seyn mögen, auchbey dem in der Mitte des HalS-Bandes befe-stigten Ringe um so viel besser geführet werdenkönnen. . ^

Hals-Sucht, ist eineKranckheit des Mun-des und Halses bey Menschen und Vieh, undheißt die Sraune. Was das Vieh anbetrifft,siehe dieses Wort- „ ,

Hals -Tuch, ist ein meist viereckig! geschnit-tenes und gesäumtes Tuch von Seide, Flohr,Caton, Nessel- und andern, zarten Tuch, seiner^einwand und dergleichen zubereitet, welchesüber Eck ordentlich zusammen geleget, dasFrauen - Volck theils zur Nothwendigkeit,

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