I04Z Halb-Bier Halb-Ermel
Halb-Fisch
an Frucht und Getraidig erwachset, davontvird erstlickder Saamen, so vielman nemlichkünfftig wieder auszusäen gesonnen ist, mvordinwea genommen, und alsdenn das übrigean Körpern richtig getheilet. Die VieheZucht und Schäiereyen werden gleiHsalls ge-meiniglich denen Halb-Leuten um in gewis-ses Ge d verpachtet/ oder aber/ gleich demFeld Bau, auch auf die Helffre deS Nutzensund Schadens ausgethan. Es müssen aberlüit denHalb-Bauern oder Halb-Leuten, desausgesäeten, ciiigeerildteten und wöchentlichvusgedroschenek Getraidigs kalber ordentlicheKerb Hölzer und Gegen - Register gehaltenund daraus gesehen werden, daß mit aller Be-stellung recht umgegangen, die Felder zu Rechtwohl gearbeitet, besäet, beschicket, pfleglichgebrauchet, und nicht ausgesömmert cder ver-säumet werden, und da hierinnen Ungelegenkeit und Unfleiß vorgienge, daß >o bald undebne Verzug ein ernstes Einsehen vsrgewandtdamit die Aecker nicht in Verwüstung gera-then und Schaden erfolge, sondern demselbenzeitlich vvrZebogen werde. Was nun einemBauern oder Halb-Mann InventariumsWeise übergeben und eingeantwsrtet wird, istcr zur Abtretungs-Zeit wiederum zu ersetzenverbunden; die Vorwercks-Gebäude aber wer-den ohne der H,lb-Leute Kosten., oder Bey-tragung der aufgewendeten Bau-Kosten inbaulichem Wesen erhalten, doch daß sie dieKuhren dazu thun, und an welchem OrtSchob-vder Stroh-Dächer sind, müssen gemeinig-lich die Halb Leute solche Dachung erhalten.WÜüsch im Nemor'mü oeconnmiz- hat Mu-Ker solcher Halb-Pacht-Contraetc. DerHalb-Pacht ist sonderlich im Clevischenund auch noch bisweilen einzeln bey Lein-eder Flachs-Felde hier und da sonst gebräuch-lich. Man erlanget aber bey dieser Art derVerpachtung den Zweck nicht, den m«n bey> Verpachtung der Güter unter andern su-chet, nehmlich sich der Mühe der Wirtschafft-lichen ^,Qmin>lU'zric>n seines Gutes zu enthe-ben. Uiber dem ist man verdrießlichen Be-rechnungen in der Gemeinschafft (einer Mut-ter der Zänckerey, sonderlich bey Wirtschaff-ten) unterworffen. Indessen wo die Vermu-thung ist, daß die Früchte währenden Pacht-wahren sehr steigen mochten, da ist cr vor denVerpacht« meistentheils austräglicher, alsder Gany-Pacht, ausser dem aber meistensschädlich.
Halb-Dier, heißt ein Bttr, welches Mit al-lem Fleiß schwach, und gegen dem ordentli-yen und gewöhnlichen Bier dünner und ge-ringer gebrauet worden. Eine Art solchen.^alb-Biere sind die in Sachsen bekannte^Scherpen. Siehe Cofenr.
Halbe Mast, siehe Mast.
Halbe Rundn,m, siehe RundunnHalb-Fiich, Platt-Eiß, Bittre, Hch»n.ist ein rwttcr nnd fast Rauken soi inis-r M..»und See-Fisch, welcher einen dunckei araumRucken und weissen Bauch hat, und fMbeyden Seiten mit Floß Federn umgeben i»die sich in dem Schwanke mit einer emi-e»Breite endigen. Er begiebt sich zunieileiimBegierde zum sussen Wasser in dk gr^»Ströme, darinnen er «ber sehr weichlich Mund nicht so gut bleibet, als der im HMMeer gefangen wird, ist anch leicht «11 derschwarken Farbe zu erkennen. Di-HM,^welche diesen Fisch in grosser Menge m-en,pflege» ihn an der Sonnezu trockneü, i»H-.-bünde zusammen zu binden, und also hzH°zu verschicken, welche denn, absonderlich i»efleischigten, im Sommer zur guten H-wMdienen. Die in der Ost - See gefangene «-den in Preussen und Liefland auf eine !>ch»-dere Art geräuchert, und nmerdem Nahme»Rigischer Nutten verführet. Diese werk»meist rohe gegessen können aber auch nuftmRost gebraten werden; wie denn die HM>-der die erstere Art, nemlich die an der Sonntgetrocknete Halb-Fische offt trocken essen «OBrantewein dazu trincken; es soll aber pi-cher Leute kxcrememum 5. V. hernach diejwi-gen schwarten Fliegen hervor brinaen, wel-che zum größten Verdruß derer Holländische»Gärtner alles Obst verderben. Bey uns >«-den diese Fische nicht roh verspeiset, ssnw»aus folgende unterschiedene Weise zugerichtet.Zhre Vorbereitung aber bestehet in dieserKii-chen-Arbeit: Man schneidet alles dMU he-gende fäsige bis an das Fleisch hinweii, ma-chet aus reiner Asche und frischem WM ei-ne Lange, und wenn dieselbe sein abiMrct,werden in selbiaer die Ha!d-Fische bis i» ^4 Stunden gewässert. Wenn nian sieoWnach dieser Zeit annoch täglich z bis 4 >>»in frischem Brunnen-Wasser ausspület,von einem mahl zn dem andern danii.Mlässet, so werden sie in drey bis vier TWgar vortrefflich auflaussen und schön weis nor-den: einige bedienen sich hierzuLauge auch wohl des Kalches, ist aber IMso dienlich und viel eher schädlich; noch an^-re brauchen weder Lauge noch Kalch,bleiben bcy dem Wasser allein, >n dielem M^aber muffe» diese Fische länger wässern.diesem Wässern pflegen einige erst lie «w "Rost und zwar mit der Seite zu legen, >die Hauthaben, damit sie solche, wenn ^wärmet, herunter ziehen können, welche- "auch eher thun lässet, als wenn sie noch»>^gewässert worden; hieraus waschet nM i»ochmahlen sauber aus, jetzt sie mit klMWasser zmn Feuer, und sobald >ich ew n>wGischt oben auf dem Wasser ereignet^!^
vorn uus v^il» Qkk»den
man sie wiederum davon, denn das
oeiArieraut
Hemden - Ermel jkan'7ine'Burter-'Soffe mit und ohne PctMl-j lisn, ein- Rahm Sosse, grüne Erbsen
Halb-Ermel, sind kleine von sauberer kein-1
wand, Cottvn und dergleichen weissei, Zeug ! Ist solchen Fischen nicht gut, doch M>N!> .-udereikete Ermel, so meist nur um was we-!starckes Feuer anch nicht gedachter " .,ü '.es bis über den Ellenbogen langen, und zur - Gischt so bald verursachet werden. ' -Bedeckung der besudsiten Hemden - Ärmel mit und ohne
vi.men.