I00Z Gnckguck Güldene Ader
braun, und an der Brust m etwas gesprenckelt,wie ein Sperber,ausser daß er um den Hais her-um etwas hochfärbiaereIedern hat. Er kommtFruhiin's-Zeit mit Rückung derer Knosven,«ehet aber gleich nach demZohannis - Taaenieder weg, und ob sich ivohl diese Vogelpaaren und zusiimmen züchten, so bringen siedoch ihre Eyer niemahls in einem von ihnenselbst zusammen getragenen Nest^ aus , son-dern sie legen sie in anderer Vvael Nester,als der Gras -Mücken,Bachsteiften und derglei-chen Vögel, we'che ihre Iunqen mit Gewür-ms frätzen,und lassen sie von denenselben ausbrüten und aufzieher. Daß «ber em solchesA.-iKvder Bsteg-Kind, wenn es so weit auf-«i>.-!eii- daß es flücke worden, alstenn seineW^'hildarer zur Danekbarkeit seibsten fressensolle, ist falsch, indeni derGuckanek »ach seinervbbesckriebelien Geiralt derer Füsse undSchna-beis so!6,es nicht zu thun vermag.
Guckguck, wird auch ein aewisses Instru-ment gen.'nnet welches aus HM oder Horuvon denWildruff Drehern in Nürnberg verfertiget wird. Man kni ueruiittelst desselbennicht nur den Ton und Ruff des Guckgucksanaeben,wcnn nian nur ordentlich darein blä-set/sondern es lassen sich auch die ailelvornehm-sten Arten des Wild-Geschreyes darauf nach-machen, wenn man es geschickt zu wenden undzu tractiren weiß.
Guckgucks - Dlume, siehe Gauch-VIu-zne.
Guckgucks-AIee, suche Vuch-Ampffer.
Gueridons, auch Gcridons, sind eigentlichdie hohen, von Silber, Meßing und anderemMetall gedrehetenundauf allerhand Art verzierte Altar-Leuchter, welche gemeiniglichsben mit einer Spitze oder Pfeil-förmigen Wiederhacken versehen, um die Kerken desto fügli-cher daraUfzu befestigen. Man hat auch dereneinige/welche auf beyden Seiten zu einem artizen Schwung gebogene und mit allerley Laub-werck auSgezierte Aerme haben, daß man darauf5,,o und wohl noch mehr Lichter stecken kau;nächst diesen aber fuhren diese» Nahmen ebenfalls die von Holft zubereiteten hohen aufman-cherley Weise gedrehete oder geschnitzte, undsodenn bunt, wie auch schwartz laccirte, gefürnKe.gebeiüte oder wohl gar zierl-vergoldete Säulen und gewundene Stützen mit einem kleinenFuß und mit einer oberen Platte versehen, dar-auf man ein Licht setzen kan, und pstcaet mansich derer be» verschiedenen Fällen mit gar gu-ter Begvemlichkeit zu bedienen, indesseli aberauck diese in den Parade-Zimmern und PutzStuben zu beyden Seiten eines Puft- oder Ga-lanterie - Tisches aufzustellen, und als einenAufputz denen übrigen Verzierungen mit bey-zufügen.
Guflelfihaiis, siehe Rirsch-Vozel.
Güldene Ader oder Gülden Ader-Fluß,ist der Ausfluß des Geblüts derer Puls-Adern,die sich >n dem Mast-Darm befinden, und dieGüldenen Adern heissen. Es geschiehet durchden Hintern in grosser oder geringer Menge,s»r oder mit dem Stuhlgang, merckllch und
Gülden-Lnngen-Kraut Gulden
unvermercket. An sich ist es eineund W^cknna der Natur, wodurch sie ,wi .überjlüßi'enGeblütesenrlediaer, undfund. Mein offlewird eine Kr.iücthenaus, oder ist docy mit «chiuerfthaffrenverbunden. "
Gülden Gänserich, suche LöwenfusiGülden - Haar, suche Gülden-Uz,^thon.
Nider-
Güldi-n -RIee und Gülden-Leberk^n»siehe L vertraut. '
Gülden-itungenkraut, wächst in schM-tcn?Mldern und auf alten Mauern-W iid-und )>rust->?rnit.
Gülden Vt'ider.ho» Gülden-Ha<u-
eine Art Moos mit Niedrigen, gelben subtilmStengeln, Blätlein und Bl'miiein, welchesan steiniaeu und sandi eu Orten, auf Beimund in Waldern.an alten Bäumen und Mu-ren wächset, und vor Aufgang der Sonnm,wenn Sonn und Mond in Zwilling gehe»,gesammlet werden soll. Das damit abgekochteWasser di.net den -iopffzu waschen, eiiilMgesHaarzu zielen, und die Schuppen wegzu-nehmen, es wird auch wider die Zauderey Mdie davon herrührende Kranckheiten sehr ze-rühmet.
Gülden-Wund-Rraut, wächst an Wegenund steinigten Orten, bat breite Blätter »,,dBlumen , so den Stein brechen und M»Blut-Flüsse dienlich sind, auch äusserlich beyWunden und faulem Z-chn-Zleisch geimuchetwerden.
Gült, siehe Zins.
Gün'.pel, suche Blutfinck.
Gürtel Rraut, ZZarlapp, Erd' Moos,Haarschaar, Nei-nheli, ist ein rundes »sichtes Wald-Kraut, welches sich mir kl«weissen Faserlein an die Erde oder Felsen stßanhänget, und vornen dreyfache, uieistens »krdoppelte bleich-grüne und gelblichte ZWin,zwischen denen kriechenden Reben aber kkniemoosichte Blümlein hat, auch ''-cy offlerssechiund mehr Ellen weit ausbreitet. Im W«und Augusto findet man einen gelben SW«daran, welcher sich gleich dem Schieß-Wverleicht entzündet; wenn m m e»i wenig von die-sem Pulver in ein Röhrlem fasset. und k>«>>gepülverten Wevrauch. Mastix, WstennBBenzoin darunter mischet, folalich daWdurch die Flamme eines l» ennenben Lichttset, so blitzet es nicht allein, sondern MM«einen aiinehm ichen Geruch von sich-Krautes wenig oder viel,nach dein das Mklmoder sroH >st i» den Wein gehängt,der zähemsauer werd.ni will, bringet ihn wieder zu rech»'In Wein äesotte»,zermalmet es deilGteinMführet ihn aus. Von dem subtilen Pulver!'hen oder mehr Gran in Peonicii-S->ru? MLinden-Blüth-Wasser den Äindcrn offt e>>Mgeben, vertreibet nicht nur die Gicht,stillet auch den starcken Hnsten, und lvieN'Schleim der Brust wohl auf.
Gü lden, ist eine heut zu Tage gangbare -ber-Müntze, welche im Reich Zwöiss Diefunffzche» leichte BgM/ »dep sechtz'g Kreutze