^ ic>ol Grundel-Reussen
!' «eil Netzen gefangen- Sie sind durch das gan--eIahr gut/ ausser im Martio, wenn ihre ?aich-Zeit angehet/da sie,wie alle andere Fijche-wennsie laichen, viel schmeidiger, unschmack^affter«nd unverdaulicher sind, als sonsten- Weil sie> etwas bitter schmecken.pffeget man, wenn sieimSieden sind,eineHand voll Nesseln zu nehmen,und solche damit abzuschäumen, wodurch ihnendie Bitterkeit benommen wird. Sie lind ge-/ ! fünde und wohlgeschmackteFische,welche leicht-^ lich zu verdauen, eine aute Nahrung geben, undfolglich auch von Krancken ohne Gefahr geno^-senwerden können. Man pflegt sie in der Ku->-!i che aus verschiedene Art zuzubereiten und ent^weder blau zu sieden, da man sie zuvorderstü - sauber Wäscher, in ein Geschirr thut, sie mit Eßlgbesprenget, und darinnen sv lange liegen lasset,bis man einen Fisch - Kessel mit wenia Wasser
> / und einer Hand voll Salk übers Feuer gese-I, tzet. Wenn nun dieses bald sieden will, und die
Mische alsdenn hinein aethan worden, daß sie ei-neu schnellen und siarcken Sud thun, werden sie. / schön blau, man muß sie aber, so bald sie einge-^ sotten, vom Feuer heben, kalt Wasser darauf, sprengen, und einen Bogen Papier darüber le-^ gen, so bleiben sie blau, wenn derDampff nicht' davon gehen kan- Bey dem Anrichten bestreuetman sie mit Petersilie. Es lässet sich auch, wenu
- sie ordentlich angerichtet, zerlassene, aber nicht''s braun gewordene Butter darüber giessen, in
welchem Fall ein wenig Muscaten-Blüten dar-t? aus zu streuen. Man lässet sie auch wohl wie> r,! die Lampreten in Wein ersäuften, siedet sie her-yach darinnnen ab, und isset selbige, wenn sie er-
- kaltet, mitWein-Eßig. Oderman machet fol-gende Butter-Brühe darzu : Nachdem ein
- Stücke Butter über^ Feuer geseket, geriebeneSemmel, Musealen Blüthen, klein gehackte
- Petersilie und Wasser so viel darzu gethan, daßman der Brühe genug,und dieses so lange durch
. einander gekocht worden, bis es dick, es mußaber dergleichen Brühe sehr fett seyn; so richtet, man die abgesottenen Grundeln geköria in eineSchüssel an, seyet solche über em Kohl-Feuer," liesset dieBrühe darüber, und lasset ielbigeifich wohl in die Brühe ziehen; oder man ma-,. chet sie mit Vutter-ZZriilie und Eyer - Dot-' rern abgezogen, »igleichen mit einer sau-' rcn ^^icass-?-Sosse, wie oben bey den Forellenbeschrieben worden; oder man backet sie, undv", sodenn werden die Gründlinge in ein Geschirrgethan, einqesalnen, und eine Weile darinnenliegen gelassen. Nach diesen trocknet man sel-e biae mit einem Tuche sauber ab, oder ziehet sie5 durch die Hand damit der Schleim davon ab-x! «ehe, bestreuet sie hieraus dick mit Grieß oder?! RLeitzen - Mehl, mischet solche wohl durch
> «inander, und bäcket sie endlich aus heisserSchmely-Butter sein Gold-gelb,iedoch,daß sie
, 5 auch hart und rasch worden- Bey dem Anrich-ren werden sie wohl zugedeckt, daß sie warm< «uf den Tisch kommen.
Grundel-Reussen,Gründlings-Reussen,ist eine Art kleiner aus dünnen Weiden-Zehengemachter Fisch-Reussen, an welchen der Ein-' i gang von innen am Halse eng, auswendig aberveit ist. Hinten »der am Ende gehet ein Stück
Grundheil Guckauck »oo-
von einer Weinrebe heraus, woran -nun sisaus dem Wasser wieder her<!«s ?-e?>en kan- Die-ser Reussen aiM e^ .-ey Gatt ' gen;Denn etr-ne -nd mwetio,g gantz weit undrund, oamit man weichen Leimen, und dcu be-hörigen Köder oder Qverder hinein legen kön-ne, welchem die Grund'!" H.'uffcnwcise nach--streichen. Die andern a^er sind lang und eng,abionderlich bey dem Eingang, i» der Mittenwerden sie noch enger, denn kommt eine .Noy-luna oder Ba^ch, zuletzt laussen sie w.eder in-gespitzt zu.
Grund-Fohren, siehe Forellen.
Grundyeil, ist ein Wund-Kraut, welches inSieilien wild wächst,daher es auchbey einigenSicilianischer Grundkeil heißt, hier zu Lan-de aber in die Gärten gepjlantzet wird; hat eineholkigte Wurtzel,ziemlicher Länge, treibet star-ke röthlichte g'änyende Gertlein, der Längenach gestriemt,wie an den Speck-Lilien: an denGerten sind etliche Gleiche oder Gelencke, ausderen ieden zwey Blätter gegen einander überwachsen,unten bleich, »ben Saat-grün, nachden gelben Blumen kommen rothe Beerlein,die endlich schwartz, und inwendig voll kleine»Saamens werden. Dieses Krant, welches ei-nen starcken nicht unlieblichen Geruch hat,trocknet, zertheilet, ziehet zusainmen, und wirdzu allen Wund-Träncken, Salben und Balsa-men nützlich gebraucht.
Grundstücke, liegende Gründe, ist derje-nige unbewealiche Theil des Vermögens, wel-ches einer als sein eigen besitzet. Darunterwerde» Aecker, Wiesen, Lust - Küchen - Obst«Hopffen- und Wein - Gärten, oder Weinberge,Höltzer, Teiche:c. verstanden.' Grund-Wasser, Heisset man daSjenigeWas-ser, welches in der Tiesse des Erdbodens gefun-den wird,und mit einem nah oder weit gelege-nen Strohm und Fluß eine solche Gemein-schafft hat,daß es nilt selbigem nach dessen Ab-und Zunehmen auch fallet nnd steiget. Ein sol-cher Ort, woselbst man auf dergleichen Wasserdurch Ausgrabung der Erde gelaniien kan, giebtden trefflichsten und beständigsten Brunnenab, weil ein solcher gar nicht zu ersclippffen. Ge-het nun solches Wasser aus dem Flusse in denErdboden durch einen reine« und CrystalleneaSand, so kan dasselbe nicht unreine, sondern esmuH um so vielmehr ungemein gesund seyn-
Grnndwerck, heißt bey emer Wasser-Müh-le dasjenige Gebäude, worüber das Wasser indenen Gerinnen weglanfft.
Guckguck, Auckkuck, ist «in Vogel, welcherseinen Nahmen von seinem Ruff bekommen,da-her auch das Sprichwort entstanden: DerGuckguck rufft seine» eigenen Nahmen aus.Er wird zwar von vielen vor einen Raub-Vogelgehalten, ist aber nichts weniaer, als derselbe,öhngeachtet er ausser dem Schnabel und Fän-gen, in allen einem Sperber gleichet: Denn erhat einen Schnabel wie ein Tauben-Schnabel,und kurtze,jedoch mit keinen Raub-Klauen, be-waffnete kleine Füßlein,wie die Tauben, daheroauch seine Nahrung in nichts anders, als inRauven und Würmern bestehet- Am Rückenund Kvpff, auch am Schwany ist er dunckel-I i z braun,