Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
979-980
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97? Gras

I??! oder Kcrffe!, so Blätter fast wie der Fenchel,zwt vielen weissen Blümlein hüt/ ingleicheiiderrothe und wilde Pastinack, wie auch die MovS-vder Dortcr-Blumen;c, cuie gesunde und demVieh wohl anständige Gras-Fütterung. Hin-gegen schaffen unter dem Grase keinen Nuken,uns sind auch dem Vieh zu aeniessen schädlichund unankändly! als erstlich die grossen weis-sen und gelben Wiese»-?eiilostu, deren Blu-men und Wurtzeln so gar das Vieh todten,gleichwie auch der Schierling oder Wuterich,nebst der Wolffs Teuffels und kleinen Hunds-Milch. Der Wasser-Pfeffer oder das ^löh-Kraut, 'welches an Bächen, Teichen Pfützen,und i» wässerizten Gründen gerne wächset, istdemVieh weaen seiner übermäßigen Hitze eben-satts sä?äi?lich, Der Hahnen-Fuß mit derzwiebelichten runden Wurtzel; der wildeWaid samt dem Kraut Bocksbart oder Ku-chen Sebelle, so eine schöne gestirnte rauheBvrourfarbeue Blume mir inwendig besetztenGelo«elde>! Fästrgcn, gleich den Rosen hat,sind wegen ihrer hitzigen brennenden Klafftvnter dem guten Grase nicht zu dulten. Die-sen sind noch be-MzähIeu der zrilde Krähen-Fuß, wie auch der Wiesen-Knoblauch, welchebe zde von ferne den Binsen nicht uMeichscheinen, desgleichen der grosse und kleine Was-ser-Bathenig oder Lachen-Knoblauch: Denndiese Krauler stiucken sehr übel, und wenn dasWe!ck Vieh dessen auf der Weide geniesset, sozummt sowohl die Milch, als die daraus ge-machte Butter uud Käse den garstigen Ge-schmack an sich; ja wo besagte Krauter häu-fig auf den Mitten und Wiesen wachsen, ma-chet derselben Menae auch das Gras undHeu-Fr,tter übel stinckend, und dem Vieh wi-derwärtig. Endlich sind auch der weisse undschwartzeAndorn, desgleichen die grossen wildenCamiilen, insonderheit das Rech - Gras, oderGras-Kraut, sonst auch Hunds-Gras, Hunds-zahn oder Qvecken-Gras genannt, unter dem«ndern Grase nicht viel nütze, gestalte» die-ses letztere alle Matten und Wiesen verder-bet, wo man es Uiberhand nehmen lässet,dahero es nebst dem Schilff-Gras nndHaar-Mralig (welches letztere sonst gut Schaas-uud Zieaen-Confeet ist), wo er sich befindet oderherfürsticht,ausgestoch'e!i und ausgerottet wer-den muß. Das

diesen-Gras, wird mit der Sense schauenund abgemähet, zu welcher Zeit aber solches ae-schehen' solle, und was dabey zu beobachten, kanunter demWort Heuniachen nachgesehen wer-den. Das

Garten -Gras hingegen, inaleichen das GraS,so auf Dämmen, Rainen, Wiesen-Rändern,auch in Büschen uud Wiesen-Gehecken wäch-set/weil es nicht wohl gehauen werden kan,wird zur täglichen Gräserei? fürs Vieh bestim-met, und mit der Sichel abgeschnitten. AltGras heiffen die Banren dasjenige Gras, so sievon den einmättige» oder einmähdigenWieseii,welche wegen ihres dürren und trockenen BoHens und langsamenGrase-WuchseS des Jahrsnicht wehr als einmahl abgemähet werden kön-nen, ;u einer Zeit abhauen, wen» aus denen

Gras-Blume Grase-Magd 9^

zweymahdigeii Wiesen das Grlsümäiih^mahl gehamn, und aus demselben, welches manNach-Gras nennet, das Grummt gemachtwird, IiidenLust-und Blume!i-Gärien,hatman besondere Gattungen von freuidö,,welche mit Fleiß zur Zierde erzielet werde!,!Dergleichen ist l) Dramen st>i»ru,n ve> lremu'!um, das weißgestrienite Gras, welches Mai,auch insgemein das Spanische Gras nennet'Es bekomnt lange grüne Blätter, welch-Mitten von einen, langen weissen, und nochmehr kleinern Striemen der Länge nach durch-schnitten werden, und setzt ährichte, MMleere Rohr-Ovasten auf. )>, bei, Sav«»W»Gebirgen wächset es von sich selbst, bey WMwird es durch seine Wurtzeln im Frühlinz «derHerbst fortaepflautzt. 2) c^menx.zßroüi5, hat wenig und schmale GraS-M-ter; auf dem Stengel wachst,, schöne amzl-breitete siraußichteAehren, welche,wem, sie zei-tia, schön weiß werden. Eine andere Art mitweissen Blumen hat einen Bisam-Geruch,mcheine andere Art hat doppeite Purpur-sarb«Blumen,dergleichen luan auch mit einfache,wie nicht weniger mit Pfersich-Blüth-särdizeii,blauen und rothen Blumen findet. SieAi-den im Anfang des Aprils aufDasMist-Bttleaesäet, und wenn sie vier oder sünff Bläckiakriegen, versefit. Die ersten Blumen muß mnzur Saat bleiben lassen, und den Saamei, zmtztrocken abnehmen, sonstverschimmlet undm-dirbter. Wohin dieses Gras e.nmahl Mtwird, da vermehret es sich selbst, z)

ist zweyerley Arten, das gemeine «nSfür das Einblat gehalten; dieandereAtt M,welche vb„ etlichen Leber-Blümlein aenenze!wird, und gerne an feuchten bergigten M«wächset, hat ein kleines schwartz - zäsericht, »»dhaarigtes Würtzelei», eines scharsse»menziehenden Geschmacks; die Blatter Brund, und vornen etwas zugespitzt, sow>maM Ephen, ausser das? sie nicht eckigt sind, Mschen den Blättern kommet an kleinen eckMniedern Steiiaclein, eine kleine weisse kWblätterige wohlriechende Blume, dem Hshü>»'Fuß gleich: ein iedes Stengelein bar ein ewzigesBlat, welches es wie durchzuwachsen M-„et; ans die Blume folgt ei» länglichtesKnm^lein, darinnen e„, länglicht-gelbrethcrverborgen liegr Von dieser Art katmanwSeine gefüllte mit schönen und grössernwelche in Braband vo» sich selbst wachset,uns aber in die Luft-Gärten gevftaotzet MIhr Decoetum hat eine sonderbare Kr»ssUblöde Leber zu stärcken, das Pulver aber >lNallen Durchbrücheu gut; wie dennaantzeGewächse als ei» bewährtes edles W»»°'Kraut erfunden wird. , .j.

Gras -Blume, werden an einigen Oilwu

Blnmcn-Näaelein odcrNelckcn ge»e»»el-

Grase-Magd, Gras Magd, heisset tty «-nerLand-Wirtschafft diejenige Magd, stGras gehet, solches mit der Sieliel abdu ^und im Korbe oder aber in einem Grae^-^nach Haust zu tragen pflegt. Sie ,derlich uurerrichtet werden, daß sie >tiesdgsGetrgibe schräppe.