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Granaten-Birn Gras
Gras
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»der drey Tage an die Sonne brinzi, man sieauf die Blüthe oder Krone lege/ so daurensie desto länger/ weil sie die Sonnen-Strah-len nicht belästigen noch welck mache« können.Der »vilde Granaten-Kaum ist dem zah-men gleich/ ausgenommen, daß er kürkerund stachlichter ist, auch keine Frucht, aberschöne Blumen von dreyerley Arten bringet,nach welchen man sie unterscheiden kan; nem-lich die «roise, deren Becher oder Glocke andem Rand herum ausgeschnitten, und mitdünnen krausen recht hoch - und Feuer, rothenBlätlein gsfülletisti die bunte oder rothemit weissen Flecken, so gleich jener vollblü-thn ist. und die kleine gelbe, so in denen Apo-th'cken H>lzui!>«rum genenuet werden. DieW:r:ung dieser drey wilden Arten ist eben so,und alles dabey zu beobachten, wie bey denzahmen Granaten-Bäumen, daher»man sichKürtze halber daraus beziehet.
Granaten-Dir,,, ist eme rothe Bim,hilfft wider den Blut-Fluß, und ist ange-nehm zu essen.
Granaren - Stein, ist aus dem Geschlechtder Carsunckel, aber ein durchsichtiger Stein,wird im Mohren'Land und ohngefehr beyder Stadt Tyro im Meer-Sande gesunden,Dieserwird eckigt und flach in d e Petschier-Ringe gefasset, oder rund geschnitten an ei-nen Faden qereihet, und vom Frauenvylckals eine Zierath am Halse getragen. Manzählet dessen dreyerley Sorten: Die erste, soauch dieeemeinste, ist etwas licht-roth, wieetwa die Granat-Avffel--Blüthe: die ande-re fällt in den Hyaeinch, und die dritte nei-get sich nach der Violen-Farbe. Er giebt inder Medicin ein herrlich Hertz - stärckend Mit-tel, und verleibet alle Traurigkeit.
Grapp, Rrapp wird eigentlich das grobiiche Pulver gennet, welches man aus derWurtzel einer gewissen Pflantze, so den Nah-men Farl^r Röche führet, auf ejner Stampf-Mühle stösset, und von den Farbern zumRothfärben gebrauchet wird. Der schlechteWird aus der gantzen Wurtzel bereitet, der»ute aber, welcher den Nahmen Grapp mitRecht verdienet, wird nur von demjenigen ge-macht, was nach Absonderung der äussernRinde, und des inwendigen hälftigen KeruS«on der Wurtzel überbleibet. Siehe Färber-Rsche.
Gras, Heisset man insgemein alle diejeni-gen Kräuter, so aus Wiesen, Feldern, Rai-nen :e. wild wachsen, und beydes den wildenund zahmen Thieren, so jgrün, als trocken»ur S?ei>edieneii; insonderheit aber wird dasjn grosser Meng/ darunter befindliche schma-le und langblatterige Gewächse also genen-net. Nach der miterschiedlicheil Beschaffen-heit des GrundcS nnd Bodens, iß auch dasGras, so daraus wächset, gleicheraestalt nickteinerley, sondern ebenfalls von unterschiedli-cher Art und Gattung; Dennetliches ist gro-schWgt-und ungeschmack-tes Gras, so fürnemlich an grossen messen-den ^Saliern oder See-Ufern, oder sonst inMorast- und lumxfigten, brüchigen Oertern
und Gründen zu wachsen pfleget, welches demViehe sehr ungesund, und dahero demselbenehe zur Streu, als Fütterung dienlich ist;dahingegen das andere, so klein, lieblich, wohl-gcsckmackt, voller Kräuter und Blumen dasaute ist, weil es dem Viehe eine anmuthige,gute, gefuude Weide und Fütterung abgiebt,absonderlich da viel Spanischer rother undweisscr Klee, Vogel-Wicken, Melissen-Kraut :c. darmiler ist, als bey welcher Be-s.vassenkeit das Gras, den Kühen infonder-heit wohl zur Milch zuschlaget, und nichtnur vor dieselbe, sondern auch vor die Schaa-fe, in heci« aber vor die Lämmer das kräff-tigste Futter ist. Nächst denen Vogel-Wi-cken und verschiedenen Arten Klee, hat nia«noch andere aute nnd dem Vieh annchmlicheGras-und Wiesen-Gewächse: ais da sindzum Exempel, das Wall-oder Weg-Stroh/auch unserer lieben Frauen Bett-Stroh ge-nannt ; weiter der Gersten - Walch oder tau-ber Haber, so sonst gerne unter der Gerste,wenn die Felder nicht sattsam aedünget sind,zu wachsen pfleget? item d>e kleinen oder wil-den Hase»-Pappeln; ingieichen der Hahnen-Fuß lnickt die Art. so eine zwirblichte run-de Wurtzel hat, und wcaen seiner hitzige»scharff ätzenden Natur schädlich ist, sonderndas andere Geschlecht, welches man etlicherOrten auch Geiß-Blumen zu nennen pfleat,und eine weisse sehr saugte Wurtzel hat). Fer-ner die beyderley Arten von Mertzen-Blüm-lein, nemlich die blauen und Purpur-Farben;item die Art vom wilden Pastinack, welchemitten in dem weissen Blümlein ein schöneswohlriechendes Körnlein tragen, das, wennes mit den Fingern zerrieben wird, eme schö-ne Scharlach - Farbe von sich giebt; ingiei-chen das Gamanderlein, Rapunkeln, derbraune und blaue Mertzen - Veiel, das Frey-fam-Kraut (so auch Dreysaltigkeits-Blu-me, oder Stiefmütterlein genennet wird),das kleine Tausendgülden-Kraut oder Erd-Gall; alle drey Geschlechter der Maßliebe«und Braunel.'ein; der Pole»; Wohlgemuth;Bachmünke, auch unserer Frauen Müntze; dieWegeriche, doch der spitzige mehr, denn derbreite; der Gänserich, Bibinelle nnd Storch-schnabel; die Schaaf-Garbe; das Melissen-Kraut ; Esparcette; die beyden Geschlechteder Gauchheil mit den rothen und blauenBlumen ; desgleichen die beyden Geschlechtedes Bingei-Krauts; wie auch das Wund-oder Knaben-Kraut, von einigen Fette-Hen-ne genannt. So ist auch das sogenannteFlachs-vder Lein-Kraut gut unter dem Wie-sen-Gras, welches iedoch, weil es der klei-nen gemeinen Wolffs-Milch sehr ähnlich sie-het, von selbiaer, als einem Menschen undVieh höchst schädlichen Kraut, gar weh! un-terschieden werden muß; Es bestehet aber derUnterschied darinnen, daß das Lein-Krautkeinen Milch-Saft von sich giebt, wie dieWolffs-Milch, und daß auch dessen Blu-men Licht-gelb und fast wie Ritter-Spornformirksind. So geben auch der grosse undkleine Stein-Klee, ingleichen der wilde Kor-Hh; d-l