«47 Gabel-Hirsch Gähr-Bottich
Gähr-Kammer Gahrung
St«n?e eines Hirsch Gvweyde? zwe» Ende»,in Form einer Gabel bcnsamnien stehen,, oderwenn jedes von diesen Enden wieder in kleineGabeln zertheilet ist.
Gabel-Hirsch, ist ein Hirsch dem nur ollem,nebst den Spiessen, die Augen - sprossen aus-aewach'en, und der sonst kein Ende mehr hat,siebe Hirsch.
Gabel», siehe Rabdeln.
Gacze, suche Gaye.
Gahr oder Gar, dieses bedeutet auch diedurch Backe» nnd Kochen zuwege gebrach-te Beftl)affenheit eines Fleisches oder einerandern Materie, da seUuaes zu einem ge-wissen Gebrauch oder Genuß qenuasam zu-bereitet ist. Daher sagt man - das Fleisch,it. das Brot ist gabr- Etliche Rnsaen vomFeigen-Baum in den Tops geworftn, odernur etwas Saltz in den Topf geschüttet,macht das zähe Fleisch bald gahr und mür-be.
Gahre, wird an einiaen Orts» die Bes-serung, so an den Ack^r durch Düngungund Arbeit gcwendet wird, genennet Da-her die Redens-Art kommt: der Pachter hatGeil und Gahre in dem Acker, llnd des-wegen muß ihm, wen» er vor der Zeit abge-hen muß, Erstattung nach der Zeit, die ernoch zu «wen hätte, geschehen Dieses geschiebet öffters, wenn ei» verpachteter Ackervor Ablauf der Pacht - Zeit verkauft wird,und die gesetzliche Regel gilt: Kauf gehet vorMiethe.
Gahre, heißt auch diejenige Wirckunz,welche man durch Heftn und Wärme, nach-dem das Bier qefüliet und in Gahrung aese-tzet worden, zuwege bringt, und ist zweyerley:i) Ober- Gahre, welches die gemeine Gährungttt, da die unreinen Theile getrennct undüber sich heraus getrieben werden, sieheGahrung, oder 2) Unter-Gahre welchean einigen Orten und sonderlich wo hartesWasser zum Brauen genommen wird , ge-brauchet zu werden pfleget, krafft welcherWirckung, wenn die Fässer oben verstopffet undwob! verwahret sind, dazu aber Unter oderDottlchs-Hcsen (siehe das Wort liefen) gebrancher werden, die Gähruna endlich dieUnreinigkeit und Hefen zum Boden treibetund setzet, solchergestalt aber, da das Gähre» länaer währet, eine bessere Reinigungdes Bieres, und eine durchgängigere Tren-nung derer spirituvsen Theile von denengroben Theilgen, welcher sonst das harreWasser mehr widerstehet als das weiche,entstehen soll. Sie ist aber wenig im Gebrauch/ und wird von vielen Branern ver-worfen, soll auch ein sehr tummnmchendesGetränck verursachen. Sonst macht manauch einen Unterscheid unter der Kalt- undHeiß-oder Warm - item guter oder schlech-ter Gahre.
Gähr-Bottich, heisset beym Brau-Wesenderjenige Bottich, worinnen dem Biere dieHefen gegeben werden, daß es gähren muß-Bey kaltem Wetter muß der Gähr- Bottich,so bald man dem Biere die Heftn gegeben,
sicii- zugedecket werden, damit keme^x,-fft d -zu komme. ^
Gahr-Rammcr, ist in einem Brax /Mse daeieniae Zimmer, worinn eni odcrw^„re Gahr-Botliche stehen, und WM« n!,»ben kaliem Wetter heitzcn kanBier nicht zu kalt , folglich an, Gähr»hindert, uiw kalkgährig weide. DerchH.»Gähr - Kammern werden nicht aller Ln.»gesunden.
Gahrung oder auch Göhning, GiibriiWit. Sain ling oder Fc i-mciit 1 on ist ei«.Mweder natürliche oder >'urch Hülfe dei Amjeinstehende Wire!u>>a in aemilchren,oder doch durch die Fäulniß dazuten härtern Cörvern, weiche eme Art w in-nerlichen Ausiösuna, Trenn,mg uns lW-dung seiner Theile, die aber nur bis ms ei-nen gewissen Grad, und zu einem MMZweck oder einer Veränderung der Mim,am Geschmack, Farbe und Geruch, etenk?zu einer Zubereitung aus eme lindere Ach-sniig, z E. zum Extrahiren , Tmgmn, Di-stillsren zielet, in der Huuswiillchassl Mbey unzähligen Dingen vorkommt vdeNchwenn man allerhand neue prvliuüa hei«»-bringen und aus rohen ?>aruraiicn rerdchmSachen machen will, durch dieKunst Mil-lerhand Mittel erwecket, befördert und;mvfftern in verschiedenen Graden, bis daß nmseinen Zweck.erreichet, unterhallen Nckimuß. Sonderlich aber könne» kein Mi»,Bier, Brantewein, Eßig, kein Kast, lmBrot und viele andere Dinge gemachel«den, ohne Gährnng, daher cm erü»dWHauswirt billig dieses chymische GeschM«alle andere 5oiul>»nez und k«irzaio>>cZ> i>--
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Niger Massen verstehen so lte; allermasseii«»dadurch in der Hanswirtschafft glNitz mp
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aen und Verbesserungen machen uiiderlangen kan. Die Gahrung ist eigeiiilichbesondere Art der Auflösung gemischter KM,welche bisweilen die Fäulnis verausiePl,«daraus entstehet, bisweilen selbst >n,erW'
niß vorhergehet, bisweilen aber auch /
che geschiehet. Die in denen saltzjgren M^scheu Thcilaei, verschlossenen gelstnchA?'
^ weftlichten Theiigen kommen durch M
des Feue's oder der warmen Li-fft,
zugesetzten Materie, so ein ^
iü Bewegung und offt >» ein Brauftiider Most. Sie werden dadurch veli ° 'saltziate», irdischen undbunden und getrennet, die er als l» ^keiten sanit deiur-rm-nivvon nchmit er selbst sich durch den Geruchschmack desto besser zu erkennen ,
auch durch die Destillation davon ue-»nachzusehen, in Dickerer Warme vübrigen geschieden werden können, ^ Lhet solches in verschiedenen Grade»tation. Man hat aber z Grade. ..jl-
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