Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
833-834
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»zz Fuchs-Eisen Fuchs-Lunge^

und freudig angetreten, sind also gar wohleinem Stroh-Feuer zu vergleichen, welcheszwar jähling und hefftig brennet, aber rochbald wieder erlöschet.

Fuchs Eisen, ist die Maschine, womit dieFüchse weit und breit in der gröstcn Kaltebey finsterer Nacht weggefangen werden können. Es bestehet solches aus zweyen sto cke»vornen zusammen vernieteten eisernen Bü-geln, welche hinten an eine siarcke krummeFeder geschraubet sind; zwischen dieser star-ken Feder und den Bügeln wild von hintendas Schloß mit den Deckeln und Abzügeln,vornen aber die Zug-Rohre angeschraubet,und alles reinlich und blanck gehalten, wennnun der Fuchs auf einen gewisse» Play gekir-rer, und sich sieißia eiugefuuden, daß man«lso Hoffnung dar, ihn zu sangen, so schmie-ret man das Eisen mit einer probirten Wit-tcruna, traget es hinaus, und bindet an dieAbzügcl durch die Röhre an einem haarenenFaden den Abbiß, denn werden bendc ^Bü-gel niit den Knien von einander gedrücket,die Abzug-Deckel über einander gedrücket,und zum Stellen bereitet, letztlich allenthal-ben dünne mit der Erde oder Land überstreu-et; wenn nun der Fuchs kommt^ und denAbbiß anrühret, schlagen die Bügel beydezusammen, und fangt er sich gemeiniglichum den Hals; Er schleppet denn das Eisen, soviel er noch Macht hst, ziemlich weil davon,um entweder es los zu machen, oder sich zuverberien. Wis aber listige Füchse sind,langen lieber mir den Klauen, als der Na-se, nach dem Abbis-, und fangen sich daran,beissen sich aber bald los, und lauffen aufdreyen davon und pflegen sich doch wieder-um ,'uszuheilen.

Fuchs Rasten, ist ein Behältniß, worin-«en man einen lebendig gefangenen Fuchsvon einem Ort zum andern führen kan. Esnird derselbe einer Ellen lang und eine halbeElle breit und hoch, von festen eichenen Bre-tern gemacht, und die Lufft-Löcher inwen-dig mit eisernem Blech wohl beschlagen, da-mit sich dieser schlaue Gast bey langen Nach-ten nicht nach und nach heraus beissen mögeSeinen Fraß und nöthiges Wasser muß manihme nicht mit den Fingern hinein langen,sondern von aussen einschütten, sonst wurdeer einen übel bezahlen; gäbe man ihm abernichts, so wurde er vor Hitze verschmachtenmüssen, weil bey solchen .rilden Thierengrosse Hertzens-Angst und stete Hitze vorhan-den ist.

Fuchs-Lunge, führen die Materialisten,u»d wird mit laulichtem Weine von dem Blu-te gereiniget, in Pfeffer und Wermukh abergeleget, und ivlchergestalt vor Würmern be-wahret. Sie muß von einem «ungen oder mit-telmäßigen Fuchse genommen seyn, und wirdder Sofft,der daraus aepressetvor d.-s Kelchen,den Hulren und die Lunqensuchr gebrauchetMan hat auch ein Kraut, so Fuchs-Lunaeyeipt *

Fuchs-Schwany, siehe Fentch.

Ve«o^vw. 1-riu«.

Fuder Fuhre

Fuder, wird die völlige Ladung eines or-dentlichen Rüst, oder Bauer-Wagens genen-net, von weicheres auch seinen Bennähmmbekommet, z. E. ein Fuder Mist; ein Fu-der Gerste < ein Fuder Heu; ein Fuder??!oly und dergleichen. Ein ,wev- drcy-oder vierspänniges Fuder ist, welches durchzwey, drey oder vier tüchtige Acker-Pferde ge-zogen werden muß. Ei» Pferde-Acker-oderErndte-Knecht muß dabey einige Vorteilebeobachten, um die Fuder recht zu laden.Massen man daran uurer andern erken-net, ob er in seiner Handthierung geübet sey.Sonderlich muß er das Vieh theils i»Ansehung seiner Stärcke, theils der Be-schaffenheit des Weges, theils endlich derSchwere der Sache,, die er ladet, nichtüberladen, und also überhaupt wissen, wieviel ein Pferd oder Ochse schleppen kau.Siehe Rnecht.

Fuder, ist auch ein gewisses Gebinde, wel-ches absonderlich zum Weine gebraucht wird.In Francken und Meissen hat das Fuderzwölff Eimer, oder nach Nürnbergischer Ai-che sieben hundert acht und sechzig KanneitVisier - und acht hundert und »echzehen Kan-nen Schenck-Maaß; in Leipzig aber sechshundert acht und vierzig Kannen Visier-Maaß,oder sieben hundert sechs und funffzig Kan-nen Schenck-Miaß. In Elsaß hat das Fu-der vier uudzwankig Ohmen, die Ohm zu vierund zwantzig Maaß gerechnet; zu Worms,Mayntz und Casset sechs Ohm, die Ohm zuzwantzig Qvärtlein, und das Quartiern zuvier Maaß gerechnet. Zu Heilbronn hältdas Fuder zwantzig Tymer, und der Eymervier und zwantzig Maaß; in Franckfurt abersechs Ohm, die Ohm zwantzig Viertel oderQvärtlein, das Viertel aber vier Aich-Maaß-oder fünfftehalb Schenck-Maaß.

Fukre, wird der wirckliche Gebrauch einesLast-oder anderen Wagens genennet, da manvermittelst dessen entweder einerley Sachenoder verschiedene zusammen aus einmahl inMenge von einem Ort nach den ander» trans-portiret, dahero pfleget man zu sagen: DieFuhre gehet zu der Zeit gar sehr starck hiedurchan jenen Ort, wenn nemlich viel befrachteteund beladene oder auch wohl nur mit Perso-nen besetzte Wagen einerley Weg paßirev.Ausser diesen aber bekommt dieses Wort auchseinen Zusatz von den Umständen, die sich dar-bey befinden, und also Heisset Mist-Fuhrebey den meisten einfaltigen Acker- und Bau-ers-Leuten, welche ohnedem gewöhnet sey»nach ihrer gemessenen, und immer auf ein-ander folgenden Arbeit die Zeiten des Jahresauch darnach abzutheilen, derjenige Theil desZahres, darinnen sie den Mist und Düngerauf das Feld zu bringen pflegen, dannenhero,wenn zu eben der Zeit sich von okingefehr et-was sonderbares zugetragen, sie Sffters nach-gehends die Zeit, wenn dieses geschehen, nichtander« anzugeben wissen, als es sey in die-sem und jenem Jahre solches um, oder in,oder gleich nach der Mist-Fuhre vorgegan-gen. Wenn aber einet dem «NdttN durch feinK v Geschirr.