Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
831-832
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Fuchs

Fuchs

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gen, ohne 5tosten haben kan. Um Jacobilauffen diese schon mit den Alten aus, und1,'rnen ihre Nahrung selbsten suchen, umMartini aber ist ihr Balg zu seiner Vollkom-menheit gelanget. ES macht der Fuchs, ober gleich gerne in der Erden wohnet, dochseilen sein Lager, sondern er erkundiget sich ei-nes Dachs-Baues, und treibet den Dachs,wenn er ihm gewachsen ist, mit Gewalt ansdemselben, oder, wenn er oermercket, daß derDachs ausgegangen, leget er seine Losunghausig vor die Rohre; wenn nnn der Dachsbey seiner Ankunfft den Gestanck mercket, 10verlässet er seine Wohnung,woraus der Fuchssie so gleich beziehet: Oder wenn er des Som-mers räudig worden ist, durchkriecht er denDachs-Bau, und verstänckert solchen allent-halben , welches der Dachs als ein reinlichesThier nicht vertragen kan, sondern gerne aus-ziehet. Da aber der Fuchs keinen Dachs-Bau findet, und doch sicher seyn will, mußer nothwendig seineu Bau unter einen wur-zelichten Baum oder Stem machen, weschesdoch nur mit einer Röhre geschiehet; Manfindet auch vffiers in freyen ebenen Korn-Feldern Fuchs-Gruben, welches nach Weyd-mämiischer Redens-Art ein Noth-Bau ge-iiennct wird, so mir von jungen Fuchsen ge-schiehet, welche von ihren Alten vertriebenworden, und sich selbsten zu nehren nirgendshin wissen. Der Fuchs hat einen scharssenGeruch, und kan den Wind über etliche hun-dert Schritte haben; wenn er das geringsteunrichtig vermercket, so recket er die Nasein die Hohe, und nimmt bald die Flucht.Er hat zur Sommers Zeit, da er, wie ob-gedacht, räudig wird/ viel Flöhe, welchedoch magerer, als der Hunde Flöhe sind:Wenn nun der Fuchs dieser beschwerlichen Ga-ste sich entschlagen will, wadet er im Wasser,so tieffer kan, setzet sich langsam nieder, undimmer tiesser, daß sie nach dem Kopffe lau-sen, denn tuncket er endlich den Kopff auchhinein, springet iähling heraus, und kratzetdie zurückgebliebene vollends rein ab. SeineSpur oder Fährte ist wie eines kleinen Hun-des, nur länglichter und spitziger, hat zwi-schen denen Ballen mercklich mehr Haare,und trabet einen geraden Schritt in den an-dern,^» die Hunde nicht thun. ES werdenaber die Füchse in unsern Ländern unterschie-den in Brand-Füchse und Roth- oder Btrck-Füchse. Jene, die Brand-Füchse habenschwarke Läuffre, Ohren und Schwantz, alsob sie versenget wären , einen grauen Peltzauf dem Rücken, und nicht viel röthlichtes:Diese, die Roth- oderBirck-Füchse aber sind et-was kleiner und röther von Haaren, haben anLäufflen, Ohren und Schwantz eine weisseSpitze, so die Blume gensnnet wird. Siehaben hinten eine qvere Hand über das Creutzhinunter auf dem Schwantz ein klein Bläs-leitt oder Drüse, von aiierhand borstigenHaaren bewachsen, und wie blauer Meryen-Vciel riechend, an welcher sie in ihrem Lager,weil sie rund zusammen liegen, stets die Na-,e haben. Die Füchse werden, iviedieWolse

in Gruben, auch mit Netzen/ Fallen und ^sondern Elfen, so man Fuchs-Eisen nenn,»gefangen, oder mit Schlieffern aus iv/»Bauen gehetzt und erschlagen, ober geiud»und enchossen, oder aber auf eben die "mwie die Hasen gejagt. An grosser Herren >5sen werden sie, nachdem sie eniqcttiebmentweder geprellet, das ist, mit laiige«,zweyen Jägern oder andern Personen Maitenen Netzen, darüber sie paßiren müssen, indie Höhe geschupfft, oder mit kleinen zü-geln zu tode gewvrffen. Von dem Fuchs-wird die Lunge wider die Schwindsucht, «allerhand Lungen-Gebrechen, Leber MMiltz wider die von Verstopffmig und andernZufällen des Miltzes herrührende Beschwe-rungen , das Blut wider Nieren- uud Mscn-Schmertzen, das Fett aber in Cvlitrattimn,Krampff-Beschwerden und Ohren - Schiner-zen nützlichgebraucht. Wenn man eine» ge-räucherten Fuchs, der im Martis gefangenoder geschossen worden, in das Spühlichl-Faß, worinne» das Geträncke vor die Gsnengesammlet wird, leget, sollen dieselben dasgantze Jahr durch gesund bleiben. DieWO-inännüche Redens-Arten vom Fuchs sindfolgende: Der Fuchs b>llt, trabet, reihetoder reinet, wird geludert, gehetzt, erfchla-gen, mit Fallen, Eisen, oder inGarnenmdGruben gefangen, gesireifft, hat einen Balz(keine Haut) und Klauen, (nichtFussel. EinFuchs- Loch wird eine Röhre genennet.

Fuchs, ist eine von den vier Haupl-Al-ben der Pferde, und nach ihrer VermischMwieder in Recht-Füchse, Dmickel-MSchweiß Füchle Rolh-Füchse und Licht-Ach-se, unterschieden. Die erste Art, nemlchdie

Recht-Füchse, wird nur dieBauren-Art zenen-

net, weit solche unter den Bauer-Pferden Wgemein ist; Ihre Farbe ist euras dunckler al«der Licht-Füchse. Diese Art ist hitzig und freu-dig, aber aus gar kurtze Zeit, denn bey «iharten Feld - Arbeit verlischt ihr Muth vdergestalt, daß man gar nichts semiges mc»ran ihnen finden kan. Die Schweiß-^«a!stsind wieder unterschiedlich, weil ihre duiMrothe Farbe vielerley Schattirung w.e^Insgemein last man für eine Regel se>.e«.ie dunckler der Fnchs, ie besser; injoneerMsollen die Schweiß-Füchse mitMähnen gar nicht zu ermüden seyn! «»mman trifft selten dergleichen an. Die.!«nannten Roth-Füchse sind, >o em 1«^Ansehen sie sonst haben, gar rar, und h«im übrigen die gemeine Eigenichaßwi ^feurigen'und hitzigen Thiere. Diemem^sind die Lrcht Füchse, welche theils ^ ^weissen Gchoxff und Mähne, auch dergchcn Schwiiiitzyaden, aber was den ?Leib anbelangt, roth: theils aber wider itc: theils erwas dunckler roth s»'b-

diese Füchse, ob sie wodl Cholerischer

yiger Eigenschafft, und einer MNgeii!gen Art sino , so lassen sie doch den ,bald sincken, denn es sind weiche RM, ^che leichtlich unter der Arbeiterliegen, ob sie eieich dikseldc >!»V