Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
829-830
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82? Frucht Frühling

Fröschen Fuchs 8zo

ausreissen musi, erregen darff. Dieser Boh- aber wenig Körner in den Sack geben werde,rer muß in xreportieuirrer Grösse, und weil Ein Frühling, der meistentheils kalt und sro-

er weien der kleinen Steine, Kuß und Sund,gesrorner Erde und Eis bey offrmn Gebrauchbald stumpff werden kan, mit einem dickenund stucken Gewinde wohl verstckhlet undscharff geschliffen ftnn sou auch nicht anders,als zur ho chsten Noth gebrauchet werden.

Frucht, wird insgemein alles dasjenigezenennet, was die Erve zur Speise, Nutzund Gebrauch vor Menschen und Vieh Her-für bringt. Insonderheit aber werden lie

siig ist gi 'bt schlechte Hoffnung zum reiche»Herbst oder gesegneter Erndte. Späte Reiseund Froste verderben die Blumen, Blüthen,zarte Gewächse und Früchre, die von einer«nihzntiac-i Wärme hervor getrieben worden.Vi?i Glätt- und sonderlich Furchen-Eis imFrühling thut der Sa^t grossen Schaden.Wenn die Frosche im ersten Frühling ihr Laichnicht in die Bäche und Wasser, sonders an

den äussersten

ieTheil

des Gestades werffen.

Feld- Garten- und .La,im Früchre darunter ^ >^len des ^Lai^ersverstanden, s^ vornehmlich dem Menschen zu ^ Wirr-

gute kommen Unter die ersten gehöret alles suMto. (.«lender am Ende dieses

Metraide, unter die zweyten allerley Küchen- > Falschen, werden von den Weyde-Leutm

t.

Raub-Thier, ss

ieni»eii, ivuv ,»«» vurvry »u rruuinu vv»» .

kommen mochte, dieses ist bey eines ieglichen

Erklärung nackwiekc» . ° Wercke, reeommendiret:

^rriarung n.iey;u,eiieii. > Denn wie er unter den mcrfüßlgen Thieren

Fruckt-Schrumpffoder Schrimpff, siehe denen jungen Rehen. Hasen, auch Hirsch-

Vodcnriß. ! und Wild Kälbern, treilich auf den Dienst

Fri'ch-2>eete, suche Mist-Beete.

Früh Erbsen, siehe Erbsen.

Frühling, ist die erste und annehmlichste!

p sset, und sie zu seiner Nahrung wegsänget,<cho muß uberhauvt alles Geflügel, so sichauf der Erden aufhält, und er mit List oder

chste! Gewalt erh,»chen kan, seinen hungrigen MagenJahrs Zeit, in weicher die ganye Raiur,«y! füllen. So weiß er auch die Huner-Häu--gleichiam erneuert, und wieder iebvafft zu wer- i ser auf den Dorffmi geschwinde leer zu ma-den anfängt, da die Erde von der verlange-! chen, ohne dass- sich die Väurin, ihr Feder-nen Winler-Kälre, durch die von ihrer Ent- Vieh in die Stadt zu tragen, bemühen darff,feruung wiederkehrende Sonne a»iS neue er- welcher so unnvthige als unnützliche Fleiß aberwärmet, die l^sri der Erden eröffnet, und die! ihme, fallS man ihn ertappt, nach Verdienst,Feuchtigkeiten dem W.,chsthum der Baume, nemlich gar schlecht be.ohnel wird. Doch mußund Krauter zu .>ute in die Hohe gezogen wer- man ihm euch dieses zu seinem Ruhm nachla-den; svnderttch dienet dabey zur Fruchtbar-! «en, daß er mit Fröschen, Maulwürffen,kett, wenn sich der Wmd vom Niedergang Feld-Mäusen, Schnecken, Heimen oder Gril-maßlg darbe» inereken lässet, und seiner Art len, Heuschrecken und andcrm Ungeziefer sichnach im April und May ein diensames Re begnügen läßt, wenn er nemlich von obigengen-Weiter verursachet. Der Früyling sän Delieatessen nichts antreffen kan - Den» erzet sich an mit der Tag uno Nachtsleiche, trabet bey Nacht-Ieit weit und bre>t in Hol-wei»! nemlich die Svi.ne in das himmlische zern und Feldern herum, und sucht seine»Zeichen des Widders tritt, welches in gemet-, Raub, sobald aber der Morgen wieder Her-ren Iahren den ein und zwanyigsten M»rtii, ^ den kommt, so suchet er auch das Holtz, oderin Schalt, fahren aber den zwanvigfttn Mar jm Felde seinen Nvthsiuchl-Bau und verbir--ti! geschiehet. Er nähret drey Monat, und gel sich den Tag über darinnen. Errängetendiget sich den ein und zwanyl, jien Iunii. oder rollet im Februario um Lichtmeß-Ieit,Solchergestalt sind dir Hlmmeis-Zelchender und traben ihrer etliche hinter einander einerWidder, St>er u. d Zinllmg die sruhüngs- Füchsin nach, wie die Hunde- Die FüchsinZeichen in denen Mitternächtigen Ländern: gehet zeken Wochen dicke, und bringet meh-Allein in den Mittägigen sind es die ÄZaaAe, rentheiis vier, fünff bis sechs blinde Junge,Scorpion und der Schutze. Von dem Früh- aleich einer Hündin wie denn die Füchse fastling hat ein vorsichuger Haus und Landwirt m allen Stücken mit den Hunden übereiltfolgeude Anmerck-ttnb Äerinuthungen in Acht kommen, ja auch zuweilen sich gar mit den-zu nehmen; nemlich: Wenn der Frühling selben belauffen. Junge, welche anfangs weiß-vcn Wärme und sseuchrigteit aemäßiget ist, gelblich sind, nachgeyends aber immer dunck-uiid der Wind dabey vom Niedergairr gelind ler werden, bringet zwar die Füchsin in den«nd madig wehet, verhoyet man ein gutes Bauen oder Flucht-Röhren ans, so bald sieJahr: dayiuaegeri ein ^ruhlnig, der im An- j a^er über neun Taae alt und sebend werden,sang gar na? m, vie, Grans und Unkrauts i sich auch etwas Menschen um den Ort ihresbringet, davon die <?aat ersticket und faulet. Aufenthalts wittern lassen, so mmmet sie ihrWenn das Getraide und die Frühlings-Ge- Gedecke, und träget es in das Korn, und zwarwachse uberfiuxig, und frecher, als sonst ge- gerne nahe an die Dsrffer, weil sie, nebst an-wohnlich, zu wachien pflegen, so vermuthet denn Geäse, alldorten am ersten etwas vonman, daß es met Gqphen m die Scheune jungen Hüimn, tu Ausziebung ihrer Jun-

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