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richtiges Veneiehniß, aller von denen Froh-nern das Jahr über geleisteten Frohn-Dien-ste. Dergleichen Register wird bey ge-messenen Frohn-Diensten, um guter Richtig-keit willen gehalten/ und unter eines jedenFröhners Nahmen und summarischen Anzahlsmier Frohn-Tane, wie viel, und bey wasArbeit solche gethan werden muffen, alle^aan-ze und halbe nebst der Arbeit, so derFrohnerverrichtet, ordentlich specisiciret, und wenndie Fröhne vorbey, so wohl der ffröhner Kerb-Stöcke abgeschnirren, als das Frolm-Registerder Herrschafft zur Nachricht eingeliefert.
Frosch, ist das bekannte kleine viersußigeThier, welches verschiedener Arten, und ent-weder grün, gelb und weiß, grau, oder grün«nd schwartzfleckigt ist. Etliche wohnen nurauf der Erden, als die grünen Laub-Frösche,welche sich von dem Laub der Bäume undSträucher, auf welchen sie sich aufzuhaltenpflegen, nähren, und durch ihr Schreyen denzukünsstigen Regen anzeigen sollen, inglei-chen die gelben Frösche, die man nur in Gar-ten, Feldern und Gebüschen findet; diegrauen, auch grün-und schwartzsieckigten aber,halten sich in Gräben, Bachen, Flüssen,Seen, Teichen und Morasten auf, und sindgrosser als die vorigen Arten. Die Hinter-Viertel werden einuer Orten verspeiset, be-sonders unter den Franzosen, welche solchemit hölkernen Volke» von kleinen Armbrü-sten oder Frosch-Schneppern, welches Wortaufzusuchen, schiessen, oder sonst fangen undsie fricaßiren, mit Mehl oder Grieß besprengtaus Schmaltz backen, oder auch wie jungeHüner zurichten; nur ist dabey noch anzu-mercken, daß das Frosch-Fleisch viel schärfferals anderes Fleisch, oder als Fischwerck tracti-ret seyn will. Man brauchet hierzu nur diegelben, weissen Frösche, nicht aber die grün-und schwartz-sprenglichten aus Teichen oderSümpffen, vielwemger die Laub-Frösche; sohütet man sich auch im Monat Majs, als inder Laich-Zeit der Frösche, sie zur Speise zunekmen, weil sie sich alsdenn auch mit denKröten zu vermischen pflegen. Die Bienenhaben einen arg?n Feind an diesem Ungezie-fer, denn wenn sie schwer beladen vor dieBien-Stöcke und Körbe kommen, und vorsolchen aus Müdigkeit, wie es offt geschie-het, in das Gras fallen, so werden sie vmdenen darinnen verboraen liegerchen Fröjchenweggeschnappt und verschlungen; welches ih-nen auch wiederfahret, wenn sie an das Was-ser zu trincken, und denen Fröschen zu nahekommen. Sie thun auch an den kleinen Fi-schen und der Brüt im Fließ-Wasser und Tei-chen grossen Schoben, und fressen solche wea,wo sie dergleichen erhäschen, ja es mögen sichgar die grossen an ziemlich starcke Hechte wa-gen, wie man davon ein Erempel beym v».lkrzvw, in seinem Traktate -I- pilcibus erpilcims hat, da ein grosser Frosch aus einenstarcken Hecht gesprungen, demselben die Au- -gen ausgekraltt, und so lange auf ibm siken >geblieben und gemartert, bis er ihn ums Le- lden gebracht. Noch wunderbarer ist, daß em!
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Frosch sich gar an einen Vogel macht, wie ichAnno 1719 ftlbsten gesehen, da auf einemohnweit Leipzig gelesenen Ritter-Gute an demRande des Schioß-Grabens ein grosser Frvschaus eine herumhüxffende erwachsene Bachstel-ze begierig gepasset, und solche endlich erschnap-pet, aber weil sie sich mit ihren Krallen indem Unter-Maul des Frosches eingehäckelt,solche nicht verschlingen können, daß also dieBachstelze etwas über die Helsste in des Fro-sches Rachen bleiben, der Frosch aber, wel-cher die Bachstelye entweder nicht los lassenkönne», oder vielleicht auch nicht gewollt,endlich am dritten Tage in einem Gewölbe,wohin man^ ihn mit seinem Raube gebracht,crepiren müssen. Ihre Feinte sind der Hecht,und alle Raub - Fische, die Krebse, Nacht-Vögel, alsSchuhu, Eulen und Kautzlein,wie auch die Schlangen, vor allen aber dieStörche und Raben, die sie allenthalben ver-folgen , und wo sie solche antreffen, wegsan-gen und auffressen. Sie laichen im Frühling,da denn erstlich aus dem Laich ein rundesschwaches Stücklein Fleisch erwachset, anwelchen sich folglich der Kopff, die Vorder-Füsse und der Schwanlz sehen lassen, diesertheilet sich endlich, und wenn die Haut da-von abgegangen, so werden die Hinter-Füssedaraus- ^n der Arkney werden von denenarünen Fröschen fast alle Theile gebraucht.Weil aber diese Thiere nicht nur obgedachterMassen in den Fisch-Wassern grossen Scha-den thun, sondern auch manchem mit ihremheßüchen Geschrey zuwider fallen, so werdensie entweder mir denen Frosch-Schneppernweggeschossen, oder mit Hohlwmft, welcheman in das Wasser, worimien sie sich auf-halten, wirfst, oder am besten durch Ausfi-schuna des Frosch - Laichs im Frühling getil-get und aus dem We«e geräumet. Durchein am Ufer angemachtes Feuer, kan manauch das beschwerliche Schreyen der Fröschestillen. Sonst wird ans ihrem Laich auch dasbekannte Frosch-Laich-Pflaster, wovon da»Wort Frosch-Laich nachzusehen, ingleichenein Waschwasser vor das Gesichte des Frauen-zimmers gemacht.
Frosch, wird auch eine Pferde-Kranckheitgenemiet, welche darinnen bestehst, daß diePferde im Munde, unter der Zungen aufbey-den Seite» kleine Höcker bekommen, welcheendlich aank schwarl;, und zuweilen zu ziem-lich grossen mit Materie angefüllten Beulenwerden, wovor die Pferde nicht fressen kön-nen, und folglich von Hunger gant? elendewerden. Diese also gekannten Frösche sollman mit einer Fliete austeissen, oder mit ei-nem scharffen Scheerlein abzwicken, und mitaebähetem Brot und Saitz wohl reiben, sowird sich die schwänze Haut abreiben, her-nach soll man Sade - Baum, Campher undMnrrhen in scharssein Eßig sieden, und demPferd das Maul und den Schaden wohl aus-waschen, auch den Rauch von Myrrhen indas Maul gehen lassen. Man kan auch dieHaut mit einem glüenden Eisen brennen,doch muß man behutsam dabey umsehen, da-