Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
823-824
Einzelbild herunterladen
 

«-Z

Fr ohne

A I

HG.KG..

' '

i .,^

"1i W '. /-D.^'-" MKf

'N '--A

''W-

DU

O-Zr Sl i'

«MW

/^jji

M'

Hw

gewisse Zeit und Arbeit gebunden, ausser wei-chen der^Frohn - Herr nichts fordern kan:diese müssen gethan werden, wann und aufwas Art die Herrschafft solche geleistet habenwill, also daß an manchen Orten der Unrer-zhan die sechs Werckel-Tage zu Hose ziehen,cm Tage des Herrn aber dem Edelmann »ochBothschafft laufen muß. Ferner werden dieFrohn-Dienste eingetheilt in Spann -Frohn-Z?ienste, welche mit dem Zug - Vieh, und»^and Frodn Dienste, weiche allein mit derHand geleistet werden. Endlich werden sie«nch nach der Arbeit unterschieden, in Acker-Frohnen, welche zu Bestellung des Äcker-Baues, mit Düngen, Pflügen, Egen, Ernd-ten und Einführen gethan werden; Bau-Froknen, wenn die Unterthanen zu Ausrich-tung neuer, und Unterhalt - und Besserungder alten berrschafftlichen Gebäude, ausserden Acker - Frohnen, mit Fuhren und Hand-Arbeit helffen müssen; diese, wenn sie son-derlich bey denen Landes-oder Erbh-rrschafft-lich-nWohnungS-Gebäude» gethan werdenmüssen, heissen auchBurg-Frohnen. Jagd-Frohnen, wenn sie zu den Hirsch - Woifs-Gchweins-und andern Jagden zn dienen schul-dig sind: Forst-Froh nen, wenn die Untertha-nen im Forst, bey Abtreibung des Holyes undsonst sich gebrauchen lassen müssen. Es ist eineFrage in der Cameral-Wittschafft: ob es bessersey, die Frohn-Dienste in Geld zu setzen, undein gewisses Dienst-Geld dafür aus oie Häuseroder Laud-Güter zu legen? Ingieichen wie dieDienstein Anschlag zubringen? ob nach de-nen Gütern und deren Ertrug, oder nach de-nen ehemahligen Tagen und Arten der Dien-ste ? Der Herr geheime Rath Gasser in sei-ner Einrichtung zu denen Oeconom. Poiic. und(Mineral- Wissenschaften hat davon gehan-delt. Es muß vor allen Dingen ausgemachtseyn, ob der Herr zu dieser Veränderung be-fugt sey? Ausser diesen muß es mit E in Willi-gun.z der Dienst-Leute geschehen. Es ist ambesten, daß man den Anschlag nach denen Ta-gen und der Arbeit, die zu leiste», mithinnach dem vor solche Arbeit in gewisser Gegendgewöhnlichen Tage-Lohn vor erst mache, da-bey aber auf die Veränderung des Lohnes se-he, und eine» Mittel - Preiß der Arbeit an-nehme, weil der Lohn nach denen Umstan-den der Zeit bald steigt, bald fallt: Hier-nechst aber die Austheiiung auf die Häusernnd Aecker eines ieden machet. Sonst ist esnicht eben in allen Gegenden und in allenUmständen rathsam, an stat der wircklichenDienste Dienst - Geld zu nehme», sonderlichw.nn die Leute beynöthig sind, wenn mandeshalb die Güter mit vielem Gesinde undVieh i»r Arbeit beschweren, und also denAufgang dabey vergrössern müste. Allein dieUmstände verursachen bisweilen, daß mandie alten Frodn - Dienste nicht mehr nutzenkan- Z- E. bisweilen war vor Alters eineHof-haltung an demselben Ort. Es wurden vieleBoten, Bau-Dienste, Kutsch-Fuhren unddergleichen erfodert. Nach der Hand ist kei-ne Hosh»ltu>ig mehr vorhanden; Man braucht

Frvhner Frohn-Register

diese Dienste nicht, und das wenige kiin^7.wenig Geid und Lohn erlanaet werde»cherqestalt aber wurde der Bauer g« U''Dienste thun, da doch Zins und Dienste em.allaemeine alre Last der Leibeiaenen ist, parai»unsere Bauren entstanden. Daher auch «Mden heutigen Rechten ein allgemeiner Grund-satz ist - Em ieder Aauer muß von sei».«Gute Zins und Dienste tkun, wenn er nickseine Befreyung davon besonders erweisen k-,,Und in solchen Umständen ist es aliech«nüylich und recht, Dienst-Geld iwr dieM-ste, und also was gewisses vor das unaenGnehmen, solchergestalt aber die HerrschM-chen Güter zu verbessern,

Fröhner, Heisset ein Unterthan, der sm»Herrschafft Frohn-Dienste zu leisten schul-dig ist, und diese lind, nach dem UnteMdderselben, entweder Hand-Fröhner, so Mder Hand-Arbeit, oder Spann-Fröhner, s«mi^ ihrem Zug-Vieh ihre Dienste verrichwmüssen. Solche Frvhner sind bisweilen üwgestalt an die Güter gebunden, daß SerHmauch nicht einmahl die Fröhne vhneEnlzck,woferne die Frvhner nicht darein willigen, a«s-sagen kan, weil, diese jonst keine gewisse Nchrung haben würden.

Fröttel, Frcttel, ist ein kleines, vieMges, wildes Thier, von dem Geschlecht dirWiese!, daher es auch im Lateinischen m

einigen IVIuüela ülvestris vcl >ult>^!> gciliWl

wird. Dieses Thierlein, welches sich i-hmmachen, und auf die Caiiinichen-JagdnManrichten läst, ist etwas grösser, als einEchlzviiilcin, schlana und länglicht am keidl,weißgelblichter Farbe, hat schöne rothe Ali-as», und gar niedliche Füßlein; wiewohl-tauch Frctteln giebt, so bunt und schccht,von ohen rötklich oder Leberfärbi>i, um»am Bauch aber aank weißlicht sinv- Bgewöhnlicher Anffenlhalt ist in denen giO»Wildnissen und Einöden, ihre Nahrung^bestehet in Wildpret von Caninichc», aiich>»Fischen, Vögel» und Honig, als irelMletzter» sie insonderheit sehr nachstellen.^ A«Weiblein gehet gantzer viertzig Tage craMund setzet offters fünff, sechs, sieden dlS WJunge auf einmahl: diele lind dresxig.«'blind, und wenn s?e etwan sechs oder lm °Wochen ihr Gesichte achabt, kannnnisieWzur Hak bey wilden Canmichen gebraM«-worbey man ihnen eine Schelle an den -?«'den Caninichen eine mehrere Furcht MM'gen, zuweilen- aber auch ein kleines iU«Korblein von Leder aiiilihängen ^pfieqer, 'mit sie so wob.l die Caninichen lwlien, ',nicht beissen können, wenn sie dieselluM«ihren Schlupf Lochern heraustreiben nn! 'Die Frötteln vflegen, so offt sie erzumUerhitzet sind, einen starcken Biiasti-Gcruch,die Marder, von sich zu geben. . . ^

Froh,,-Fuhren, werden dieicmgeil »genennet, so e)n Unterthan seiner OdngkFrobne thun muß. ,

Frohn-Gut, heisset em Gut, daraus aDienste hasste». ^ B

Frohn - Register, ist eni ordentli«