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[1] (1764)
Entstehung
Seite
721-722
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Feld-Baum

Feld-Cypressen Felder 72»

>en, Grube» reisten, und es mit Sand undSteinen verschütten könne? ob der Feld-Bauso ungeschlacht und steinigt/ daß er noth-wendig mit Pferden, und mit keinen Ochsenbestellet und gearbeitet werden könne ? ob Land-Strassen durch die Felder gehe», oder ob dieBenachbarte ihre Durchfuhr und Vieh-Triff-ten darüber auf ihre Felder und Hütung ha-ben? als wodurch die Saat bey nassem Wet-ter durch die Neben-Wege Schaden leidet/bey trockener und dürrer Zeit aber, durch dendacauf fallenden Staub, derselben am Wachs-thum merckliche Hinderung geschiehet. Obdie Felder an ode? in grosse» Wäldern gele-gen, da sie, vom Schnee, Kälte und Wildöffters Schaden zu leiden, in Gefahr sind?Und ob diesem letztere», nemlich demWer» Schaden, nicht vorgebauet werde» kön-ne? Ob auch Latten tLeeden) Vorhände»,daß die Felder erweitert, und deren mehrgemacht werden konnten? und was derglei-chen mehr.

Feld-Andorn, siehe Glied-Kraut, dennso wird es auch sonst genennet.

Feld-Arbeit, siehe Acker-Arbeit.

Feld-Arten, suche Arten.

Feld-Ban, siehe Acker-ZZau.

Feld-Damn oder Platt-Aaum, wirdvon denen Vogel-Stellern ein Baum in odernahe a» einem Walde gensimet, auf welchensie ihre Lmn-Ruthen befestigen, wenn sie solchenicht - ufdieLeim-Stange stecken wollen,womitsie alsdenn allerley Arte» grosser und kleinerVögel fangen können. Man erwählet hierzuin eine!!! Fichten oder Tannen-Walde eine»langen und geraden Baum, der rings herumeinige Schritte vo» andern Bäumen abgeson-dert stehet; von diesem hauet man die über-slußigeii Aeste hinweg, und lässet sie nur ein- >zeln stehe», schneidet auch diejenige», so man jstehen lässet, chalb ab, und stüiitmelt sie, daßsie nur wie Stumpffe aussehen, und eiwanfunff bis sechs Spannen lang bleiben. Dererste Ast, so von unten hinauf gelassen wird,ist rhngefehr zwey bis dritthalben Mann hochvon der Erde, und so folgen denn die andern,immer einer ein paar Spannen weit von demandern rings um den Bamn herum, dochbleiben an dem Gixffel meistens ein paarClasster hoch von oben herci» die Aeste unbe-hauen stehen, und auf selbige werden auchkeine Leim-Spindeln gestecket, die übrige ab-gestummelte Acste aber damit so wohl ver-sehen, da>"it sich kein Vogel daraufsetze» kan,ohne daß er mit der Brust an die. Leim-Spin-del fähret; den» sie werde» dergestalt in klei-ne mit einem Messer geschnittene Kerbigen ge-stecket, daß sie nicht gantz auf dem Ast auflie-gen, sondern etwas empor stehen, als obstealso aus dem Ast heraus gewachsen wären,unken auf der Erden um den Stamm herumwird eine Hütte von dicke» Aeste» gebauet,daß, nachdem man sie groß oder klein habenw>l!, zwey, drey oder mehr Personen darun-ter sitzen können; oben «uf die Hütte wird

entweder eine lebendige Eule oder Käutzleinangebunden, oder nur ein Hasen-Balg, wieein Eulen- Kvpss geformet, darauf gesteckct,sliv daß der Vogel-Steiler selchen von innenauf und nieder rucke», ooer hi» und hex be-wegen könne, damit die dort herum sitzendeVögel vermeynen, die Eule oder das Käu!--lein rege ,!ch. Wenn man Zeit hat, werde»manches mahl auch auf die uede» herumste-hende Bäume Leim-Spindeln aufgeäeckct:Denn ie mehr man deren hat, ie mehr Bögelfängt man, und ist deren Fang unter achmq bishundert Leim-Spindeln nicht wok! amustel-le». Wenn nun also der Baum und die »üt-te zubereitet ist, setzt man sich entweder vorAusgang der Sonne, oder ei» paar Stundenvor L?ren Niedergang, da der Baum anfingtSchatten zu bekommen, damit der Leim nichtfliesse, in die Hütte hinein, und mmmt ei»gewisses Instrument, die Wichte! oder dasVvlchtel-pseiflein genannt, womit man dasGeschrey eines KöukIeiüS »attisch nachma-chen kan: Wen» nun die Vo-iel diese gehas-sige Stimme ihres Feindes hören, eile» siedem Geschrey z», sitzen aufdie Leim-RuZhe»,und werden also in grosser Menge gefangen.Wenn dc.' Vogel-«teuer einen Häher be-kommt, und ihn mit Rnpssen mw Kneipe»schreyen machet, so werde» alle Häher, diein dem Wald sind, und die es ?mr hören kön-nen, herzn eilen, und sich fangen, sonderlichwenn man mit der Wichtel dazu pfeiffet-Abends continuiret man de» Fang, bis esfast gantz Nacht ist, weil in 5er Dunckelheiterst die Amsel und Rothkehligen, weiche beyTage nicht anfallen, ja zum öfstern auch Eu-len gefangen werde». Man nennet die Artdiefts Vogelfangs durch den Feld-oderPlatt-Baum, mit einem Wort plattue»,wobey verschiedene Vortheile zu beobachten,und unter diesem Worte angeführet zu lesensind.

Feld-Vohncn, siehe Bohucn.

Feld-Busch, suche Busch.

Feld. Cypressen, ist ei» kleines auf derErden kriechendes Kraut, desse» Blätter langund schmal, wie die Roßmarin - Blätter,aber kleiner, weisscr und graulicht sind, stehetau dunn«n Stengel» dick beysammen, undriecht wie der Fichten - Baum. Seine Blu-men sind zart und Gold gelb, bisweilen auchweiß. Es wächset gerne au magern, sandi-

dr

wehe, de» Schlag, und allerhand kalte Ge-brechen des Hirns, de» Schwindel, fallendeSucht und dergleichen, ingieichen auch widerden Gifft, und sonderlich wider die giffcigeWolffs - Wurtz sehr nützlich gebrauchen.

Felder, siehe Feld.

Felder oder Fache, werden an einer inRiegel gebauten Wand diejenigen leeren Plä-tze aenennet, welche durch die Verbindung derSäulen mit Riegeln und Bändern entstehen,Z , und