Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
719-720
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wie man die Heu-Schober zu mache» pflegt;und endlich lässet man noch von Schöben ei-ne dichte Haube auf die Spitze des Feimensmachen, damit der Regen nicht einfallen undSchaden thun könne. Den Riebsen, wenner auf dem Felde «nsgedroschen werten fvll/pflegt man gleich auf dem Acker, nächst andem Ort, wo man die Tenne schlagen will,in solche Feimen zu setzen- Sonst schickt sichunter allem Getraide der Haber am besten dar-zu, weil er nicht nur das Wetter sehr wohlleiden, sondern auch davon zum Ausdreschenbesser wird. Man lasset solche Feimen nahebey dem Scheun-Thor sel-en, damit im Hin-eintragen der Garben nicht viel Körner aus-gerühret und Verzetteltwerden; Einen solchenFeimen aber, soll man rings umher mit ei-nem Aaun wvh! verwahren lassen, damit dasVieh, und insonderheit die Schweine, keinenSchaden daran thun können; So lässet manauch die äussersten Garben dichte und feste le-gen, und mit einem Harcken überziehen, da-mit die Sperlinge nicht so leichte das Win-ter - Qvartier darinnen nehmen und zehrenmögen. Dies halt man auch mit dem aus-ged'roschene» Stroh also, wenn man es nichtalles in den Scheunen Herbergen kan, undsetzt solches, wie das Getraide in dergleichenFeimen. Nicht weniger pfleget man auch vondemjenigen Heu, welches in Ermangelunggennasamer Boden oder Scheunen nicht un-ter Dach gebracht werden kan, auf einem et-was erhöhten Plag, dergleichen Feimen zumachen, und also ohne Schaden unter freyemHimmel, in Wind, Reaen und Schnee ste-hen zu lassen : Denn vbschon die Feuchtigkei-ten an denen Seiten hinein dringen, und das-sclbige anlaussend und schwiMlicht machensollen, so wird es doch über eine Spanne tiefnicht austraqen, und hingegen das inwendi-ge andere, so wohl seine Farbe als Güte be-halten, wenn nur, wie obgedacht, eine tüch-tige Haube von Schoben darauf gemachetworden.

F-tst, wird das Fett an den wilden Thierengenennet.

Felder, siehe Vveide, beiden - Baum.

.1-^, wird ein grosser Strich Landes ae-«eniiel. 'er zum Getraide - Bau beqvem liegt,und dann "cbmucht U'ird. verstehetauch überhaupt alles Land, ss ausser einerStadt ober einu^ Dmffe oder Walde lieget,da, unker, undheiki!>sy denen Lateinern iius.Im Deutschen aber verstehet man das zurLandwirrschasst geschickte Land darunter. ImBerg-Bau bat es aber noch eine andere Be-deutung, davon das Bergwerck^LWievn nach-zusehen. Was die erste Bedeutung anbetrifft,so theiletman solches in Ansehung'der Bestel-lung ad, in Artfeld und in Jahr-oder'Wech-selfeld. Das Artfeld wird wieder in drey-eriey abaetheilet, nemlich in wmterfcld,Sommerfeld und Brachfeld. Das Vvin-terfeld wird deswegen also genennet, weil esim Herbste mit Winter-Getraide, als Win-

sen, Dinckel und Winter - Gersten besäetWinter stehen bleibet; Das Sommerselkaber daher, weiles im Frühling allererst be-säet, oder der Saamevom «sommer-Getrai-de, als Sommer-Weitzen, Sommer-ff»»,Haber, Sommer - Gersten, Erbsen, x'j„s,VWicken, Bohnen, Sommer - Aiebse» ^r-ein gcstreuet wird, und so fort, zeit währen-den Sommers innerhalb sechzehen oder M-zehen Wochen zu seiner Reiste gelanget. DazBrachfeld hat seinen Nahmen vom Brechenweil nemlich durch den Pflug das ganke Tr»!reich erstlich gebrochen wird, immasseiiauch die erste Arbeit zur Winter-Bestelle,die Brache genennet wird. Es behalten Mrdiese Art Felder nicht immer diese Benennimz,wie sie jetzt beschrieben worden, sondern ver-ändern dieselben alle Jahre dergestalt, diijwas Brach-Feld gewesen, wird immillch«Winter-Feld, das Winter-Feld wird Som-mer-Feld,und das Sommer-Feld bieibtuii-ter dem Nahmen Brach - Feld zulekt eine?eitzur Hutuna liegen: Denn ordentlicher Weisewird das Brach-Feld im Frühlinge nicht be-faamet, sondern ruhet den Sommer durchvon der Saat, wird aber zum wenigsten dreymahl geackert, auch denn gegen de . Herdßbestellet, und zum Winter - Felde gemacht.Doch pflegt man auch in das Brach-FeldErbsen, Lein, Rüben, Wick-Futter:c, »isäen, welches man sodemi Sommer» hchset.Das Jahr - oder Wechselfeld ist daSjeimc,welches gar keine Ruhe hat, sondern all!Jahr besäet wird. Wer Felder kauifen will,hat dabey nachfolgende Stücke in Betrach-tung zu ziehen: Ob der Grund gut m,dtüch-tig; ob er rrocke» oder naß sey? ob erze-dunat, oder auch wohl imgedönat traqe? «des Art-Feld, oder aber Jahr-oder Wechsel-Feld sey? wie viel man Sommers oder Win-ters aussäen könne? wie viel das Feld inze-meinen Jahren sn Korn, Weitzen, Gersmi,Haber und andern Sorten GetraideS zutra-aen, und was ein Schock in gemeinen Jah-re» an Körnern zu geben pflege? ob dasWan einem oder etlichen Stücken, nahe bei'-sammei! oder weit von eiiiauder gelegen'bcy jenen die Arbeit hurtiger von statten se-het , a's wenn man auf kleinen Aeckern mitdem Psiua osst wenden, oder von einem iMandern ^hr. n muß, und wo das Feld in fei-nen aevsse» Breiten gelegen, kan mit meinPfluge mehr verrichtet werden, als n>MdeS vielen Hin - und Wiederziekens und Mwendens mit zweyen- Also auch, cdFeld von der Wohnung weit!e»tleaen? Mdie Ein-und Amsuhre beschaffen? obFeld eben ober abhangig? und, wen» diel»letztere: ob der Abhang sich gegennacht oder Morgen und Mittag imae/ Wchein Acker, der an der Sommer -Seiten ge-gen Morgen und Mittaa erhaben liegt, mwund bessere Früchte träget, als der an ttWinter - Seite gegen Mitternacht und ul>^lieget- Ob auch die Gegend »«dGelegenvedes Feldes alsv bewandt, daß das ^ ^

ter-Korn, Winter-Weihe», Winter-Rieb- serdaS obere und izubereitete Erdreich

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