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[1] (1764)
Entstehung
Seite
713-714
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Feder-Wildpret Feiffel

Feiffel

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nicht kostbar machen. Sonst hat es nicht vielNul>en in der Wirtschafft.

Feder-vvildpret,wird alles wilde Geflügelgenennet," elches man gemeiniglich in dreyer-iey Sorten eintheilet, davon einiges zurHohen^agd,e>uig s zur Mittel- und einiges zur Nie-der-Zagd gezahlct wird- Zur Hohen Jagdgehören die Schwanen, Trappen, Kraniche,Auer-Hähne, Auer-Hüner, Fasan-Hähne, Fa-san-Hmier. Zur Mittel-Jagd, Birck-.Häh-ne, Hasel-Huner und grosse Brach-Vögel.Zur Nicderi Jagd, wilde Gänse, wilde En-ten, Reiher, Redhüner,Mchnepfen, Taucher,See-Meben, Wisser-Huner, Wasser-Schne-pfen,wilde Tauben Kybike, Wachteln, Ziemer,Schnerrea, Amseln, Drosseln, Lerchen, undandere kleine Vögel, wie sie Nahmen habenni^en. Wo keine Mittel-Jagd inOb!ervan^ist, "pfleget man die Birck- Hüner/ auch wohlmancher Orten die Hasel - Hüner unter dasgrosse Weydwerck, oder die Hohe-Jagd zu rech-ne".

Fese, ist ein schwartzes zottlgteS Thier mAsriea, welches fast wie ein Mensch aussiehet,jedoch ein grosser Feind desselben ist. Ehe esden Menschen anfallt, pflegt es vorher einmenschliches Gelächter aufzuschlagen.

Fege, siehe Rorn-Fege.

F-gen, Heisset das üorn oder den^Veiycn,welcher durch das Wurffen nicht reine ge-nug worden, langsam durch die Korn - Fegeoder Rolle lausten lassen, damit das kleineGesäme, ingleichen aller Zusatz und Staubdurchfalle, und es also auf das reineste wer-de. Dahero wird auch dieses Wort michge-hends gebraucht vor Scheuren oder eine Sa-che reine machen.

Fegen, wird auch von dem Hirschen gesa-ger, wenn derselbe die raubeHauk von demneu-aufgesetzten Gehörne (welche dahero, wennsievon diesem herunter, das Gefege genennetwird) abschlaget. Solches geschiehet gemei-niglich'innerhalb zehen oder zwslff Wochen,nachdem er das alle Gehörne abzeworffen, et-wa» um Mariä Heimsuchung, wsrbey diesesme:ckwürdig,daß er das Gefege, so viel er des-sen beym Schlagen finden kan, wiederum ge-niesset und verschlinaet; ingleichen, daß,wennder Hirsch anfanget zu schlagen, solches mei-stentheils in der Nacht geschiehet, da er dennbeym Thau, oder wenn oben der Busch naßvom Regen ist, den aus dem Gehörne kom-menden, und aus den Kopff oder Hals tropf-fenden Schweiß so reine wiederum von sichabzustreichen, und sich zu saubern weiß, daßman keinen Trvpffen davon an ihme findenkam Es pfleget auch der Hirsch am liebstenan dem harmgten Hoitze, als Tannen, Fichten,Kiefern, Wachholdern, zc. item am bitternHolke, als Weiden Saal - Weiden und Aspen-Holtze zu fegen und zu schlagen.

Fekm, siehe Mast.

Feiffel, Feifel, Nifel, ist eine von den?»gefährlichsten Kranckheiten der Pferde, undkommet von einem grießlichten weissen dru-sigten Unflat,welcher in Gestalt weisse? Hanst-Korner, oderSchweins-Finnen am Halle, wo

derselbe an den Kopff des Pferdes rühret, zwi-schen derHaut und dem Fleische stecket. Wenndieser Unrath (der sich, wo er stecke, leichtlichmir den Fingern suhlen lässet,) zerfliesset, sofällt das Pferd augenblicklich um, und ver-reckt, ehe vier und zwanzig Stunden verae-Heu, wenn ihm nicht schleunig gehviffen wird.Diese Kranckheil entsprim-et, wenn sich einPferd im Fressen oder Sausten verfangen, zu-mahl, wenn es etwann ein bisgen übertrieben' worden, und auf die Hitze gleich gesoffen hat.Mankan es baldmercken, ob ein Pferd ver-fangen Habe oder nicht: denn nxnn es geträn-ket wird, und lässet znletzt, wenn es aufhörtzu sausten, das Wasser wieder aus dem Maullausten, so hat es sich nicht verfangen: Wennes aber nach dem Sausten das Maul feste zu-hält, und lässet nichts wieder heraus lausten,so hat es gewiß versangen, und kriegt dsn Feif-fel. Dieser giebt sich auch äusserlich bald zuerkennen,wenn dem Pferde, so damit behaffletist, die Ohren und das Geschrvte kalt sind, unddie Zunge gleich trocken ist (denn sind ihmedieOhren kalt, und dennoch die Zunge warmund feucht, so sind es die Wurme), item wannsas Pferd ängstlich thut, schwitzet, nicht fres-sen will sich niederleget, wältzet und kreistet/ohne daß es wieder ausstehen will, da ist denndas beste und geschwindeste Hülsts - Mittel,man lasse dem Pferd den Feiste! reisten, unvdieses geschiehet folgender Gestalt: Man füh-ret das Pferd aus dem Stalle, und leget disOhren desselben am Halse herunterwärcs ge-gen den Kinn-Backen zu,wo nun dieOhren sichenden oder wo sie am Halse hinreichen, da,oder ein paar Qser.-Finger darunter, begreiffetman mit der Hand die Beulen, wo diejer fin-nigte Unflat, »emlich der Feiffel, drinneu ste-cket, welcher, wenn vorher» die Haut an sol-chem Ort mit einer Flicke geöffnet worden,heraus gegraben, und wenn von solchem alleKörnlein heraus sind, etwas Saltz mit Men-schen- Speichel hinein gerieben werden muß.Wenn nun dieses aus beyden Seiten des Hal-ses also geschehen, so lässet mau ihm unter derZungen in der Mitten eine Ader, welche »>'> d?rZeit voller Bluts und aufgelauffsn ist, daß sieleichtlich zu erkennen, und reibet ihme Saltzdarein, oder sticht ihm den dritten Kern oderStaffel oben im Gaumen des Mauls,und reibetdas Maul mit Saltz,stecket ihm auch ein wenigHeu oder Str^h in die Nasen, damit eS wie-der brausend gemacht werde; Nachgehendsdecket man das Pferd mit einer Decke warmzu, führet es hin und wieder, bis ihm die Oh-ren erwärmen, giebt ihm einen Büschel Heu,macht ihm einen Tränck-Eimer von Roggen-Mehl, Saltz und Wasser durch einander ge-nienget zu trincken, und lässet es einen Tagwohl ausruhen. Weil aber diese Kranckhe^nicht völlig aussen bleibet, sondern wenn gleichder Feiffel einmahl gerissen worden, dennochzuweilen wieder zu kommen pfleget,' so braucyeman noch folgendes Mittel, welches ein Pferdei» gantzeS Jahr lang vor dem Feiffel sichermacht: Man nimmt nemlich ans den Hollun-der-Schößiingen,die dasselbigeJahc gewachMZ; "nd,