7»7 Faul-Bette Favorettett
Februarius Fecher
giebt, und wenn es noch jung, sehr wohl zu^vieden gebraucht werden kan, dahero es auchdc» Nahmei, Vvicdebai-m crhal:en. ImFrühling bekommt er eine weißbleiche Blüthe/in langen Trauben; wenn solche vorbey/ solget die Frucht, weiches Beere sind, so groß«is Erbsen, mit einer Hohl Kehle unterschie-de», gleich als wenn zwey Beere zusammengewachsen wären. In einer ieden stecken zweenKerne, welch denen Wolffs-Bohnen nicht un-ähnlich, und etwas grösser denn die Linsensind, auch eine» Kern inwendig haben, und imHerbst, im October, reiff werden Sie sinderstlich arün, endlich schwär», und haben einenwidrigen und gank unannehmlichen Ge-schmack.
Faul-Bette, ist ein kleines und schmales,wie ^uch niedriges Bett-Gestelle auf eine Per-son, so von Nuß Baum oder gemahlt, und^ mitVildkaucr-Arbeitausiiezierel, oder mit Sam-met, Plüsch, Damast, Caton, und anderen wol-lenen Zeu; bekleidet, mit Campane» beschla-gen, und mit darzu gehörigen Matraken undHaupt-Küssen beleget, so ebenfalls mit seide-ne» oder wollenen Jeua überzogen, und in de-nen Putz - tzstuben mehr zum Staat als Ge-brauch gesunden wird.
FauIesLlersch, oder rvildesFleisch, pflegetmanchmahl in denen durch Zerstossung, Jer-q»etichu»g oder in andere Wege verursachtenSchäden, aus dem gesaulten Geblüte, wo esnickt bey Zeiten zertrieben und ausgeführetworden,zu wachsen. Solches wegzuätzen nim-mct man gebannten Alaun, stösset denselbenzu Pulver, streuet ihn in den Schaden, oder le-get der kleinen Eiter-Nesseln darein, die fres-sen das wilde Fleisch hinweg, Oder: Wennman acht Loth Honig und fünff Loth Rosen-Eßig nimmt, und darunter kleingestossenenGrünspan, Alaun und Vitriol, und zwar vonjedem der beyden erster» zwey Loth, von demletztem abernur ein Loth menget, folglich eineSalbe daraus macht, und das Pferd an demOrr, da das faule und unreine Fleisch ist,mitschmieret, so fallet es heraus Oder man darfauch nur den Schaden mit Wein, darinnenNuß Laub, oder Nessel-Saamen gesottenist, auSwaschen, oder gepülserten Grünspandarein streuen, so wird die Wunde frisch undsauber werden, das wilde Fieisch aber herausfallen.
Faul-Matten, heisset man eine gewisse Artkleiner geflochtener Holländiftl>er Decken, wel-che man in reinlichen Haushaltungen vor dieThüren der Zimmer zu legei, pfleget, damitman die Schuhe daran abstreichen und sau-bern möge.
Faul»»?, ist eine vo» der Natur oder durchHülfe der Menschen in der warmen Lufft undFeuchtiakeit erfolgte Auflösung eines Cöwersauf eine» grossen Grad. Diese Wirckung ist inder Wirtschaft zu vielen D-naen, z, E. zumDüngen nütze, in andern Fallen aber auchschädlich.
Favoretren, sind gank dünne von Haare»iusMinengerollttSchutttlkiN/ Vie entweder
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von falsche« Haaren über einem Äohu^Igeschlungen und aufgewickelt werden, das ^eine geraume Zeit vor sich also gekrümm I
bleiben, oder lie werden bisweilen auch v?n
genen Haare» aufgewickelt, und m»creutzweis gesteckten Nadeln zusammen HM?,get; Das Frauenzimmer bediente sich den>,.'ben in vorige» Zeiten, als eine Zieraih aukder Stirne zu tragen. >
Februarius, oder Hornung, istder-iv^Monat im Ichr, welcher in einem ordMiwoder gemeinen Jahr acht und iwaiir.iq, ,n».nein Schalt-Zahr aber neun und zwanni,ge, und also einen Tag, so der Schall.^genennet wird, und jederzeit der vier und mm-zigste ist, mehr als sonsten har, Die CM-tritt den ncunzehenden dieses MonatS indsjZeichen der Fische. In deutscher SpracheHeisset er deswegen Hornung, weil die Hir-,che» darinnen meistenteils ihre Gehörne ad-wersse». Die Verrichtungen, soeinguterwd-und Haus-Wirt diesen Monat über in seinerHaushaltung hierund dar vorzunehmen hat,zeigt der zu Ende dieses Buchs befindlicheLand - und Haus-Wirtschaffts-Calendcr.
Fecher, wird dasjenige Instrument zelien-»et, das ma» theils zu einem Schinn widerdie So»»en-Strahlen gebraucher, theils aberauch durch seme Bewegung, sich eine kühleLuftt im heißen Wetter zuzuwehen, odersonßWmd damit zu machen pfleget. Es wird die-ser auf vielerlei) Manier gemachet, genieich-lich bestehet solcher aus verschiedenen schn>-che» Stäblein, die sich an dem einen Weum einen Stisst bewegen, auch aus-und ndseinander schieben lassen, mit dem and«schmalen und spitzige» Theile hergegen, m-den sie zwischen die gebrochene doprelleW-ten, von Papier, Taffet, Atlaß und dergleichengestecket, und fest geieimet, oder es werden ansolchen Stäben die Theile, welche mansMspitzig machet, und in die gebrochene Falteneinschiebet, von gantz schwachem feinenWn-bei» ziemlich breit gelassen, und mit dnrchw-chener Arbeit, auf das netteste gezieret, unddamit sie sich nicht weiter, als es nöthig/einander «eben, zu oberft sowohl, als n«unten, bey dem Stiel, mit einem M M«,nicht allzubreitenTaffet-Rand eingesaM.Man selbiges geleimet; Man bediente ficb ^vor diesem, derer aus eben solche Art !>>!»niengesekte» Straussen-Federn, DiV^schrieben« Arten der Zecher, werden zum >scheid der soigenden Sonnen-Fecbernet. DennmanhatnocheineArt, ?a au°»'new etwas langen Stiel, dünne hoMSpane also verschoben, neben einander >Fade» oder schwachem Drat l^Mgetwc"daß sie einem ausgespannete» Sonnen-ahnlich sehe», wiewohl sie etwasgrosser,^ >es werden die starcke» Schwung-se^den GänseAügeln aus die Weile
ander geseK, die Spulen an eliicn
mäßigen Stiel, und -inen- ubergehÄ'de' 1^»-,
gen heftstiget/ daß ami