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Fasan-Garten
erwachsenen Fasanen bringet man am bestenmit Gersten -Mehl in Wasser eingerühret auf;folgend« giebt man ihnen eingeqvirlten Lei„-Saamen unter d.ls Gersten-Mehl/ und auchbisweilen geschroten- Mittel-Gerste. Davonnehmen sie zusehends zu; weicht man abernocb überdies die Gerste iu Milch, (dochdaß es keine saure sey), so werden sie über dieMassen feist und starck davon, und geben einschönes, wessses, mürbes und Wohlgeschmack.-tes Fleisch, auf grosser Herren Tafeln. DieZurichtung kommt in alle» mit derjenigenüber-ein, so bey Rebhünern gebraucht wird, deshal-ben nian sich daselbst Raths erholen kann.Wenn die Brüt - Hennenden Ms bekommen,muß man ihnen die Schnäbel offt mit Knob-lauch, der mit weichem Hark geflossen sey, be-reiben, und den Pips wie sensten denen andernHünen, nehmen.
Fasan-Garten, ist ein gewisser, mit Fleißverfertigter, oder ader von Natur begveni gele-gener Play zur Zucht und Unterhaltung derFasanen. Die Grösse und Weite eines sol-chen Gartens stehet in des Eigenthums-HerrnBelieben. Der Ort darzu aber muß mit Brun-nen-Qvellen, Bachen und Geröhricht, sonder-lich aber mit Gesträuch und Beer-tragendenStauden, davon die Fasanen ihte Nahrungnehmen können, wie auch mit Bäumen, daß»e bey der Nacht ihren sichern Sitz darauf ha-ben mögen, versehen, ingleichen mit hohenPlaiicken oder Zäunen umgeben se»u, damitsolch Geflügel vor dem Ansprengen der wil-den Thiere gesichert, ihre Brüt in Ruhe ver-richten , im Winter aber an einem gewissenOrt gespeiset werden könne. Das Lager einesFasan-Gartens betreffend, muß solcher vonWasser-Güssen Nicht überschwemmet werden:Denn weil dieselben meistentheils im Juitiound Iulio zu komme» pflege», da die Fasanenentweder noch i» der Brüt sind, oder doch diejungen noch nicht fliegen können, so würde eingrosser Schaden dadurch verursachet werden.Wenn man anfänglich einen solchen Gartenmit Fasanen beseizen will, fo muß man ohnge-fehr vier Hüner aus einen Hahn rechnen, unddenenselbeii an den lincken Flügeln dieSchwing-Feder», deren etwa» acht seyn möch-ten, hinweg schneiden und mit heisser Aschebrennen, so heilet'es wieder., und denen Fasa-nen ist die Gelegenheit, jaus dem Garten zufliegen, benommen. Die jungen hingegen, «0von diesen in dem Frühling ausgebrütet wer-den , fliegen zwar des Tages, um ihre Nahrungzu suchen, in die nächst gelegenen Felder,kom-men aber des Nachts wieder in den Gatten,darein mall auch wohl Ameis-Hanffen nutsamt ihren Eyern bringen mag, weil die A-meisen sich leichtlich vermehren, und denenjungen Fasanen eine uükliche Speise geben.Damit man aber dis Fasanen auch begvemlichsüttern könne, werden in dem Garten ein odermehrere Futter-Piäke für dieselbe zubereitet,und grosse weite geflochtene Korbe, die obenoffen sind, und unten vier Thurlein haben,hingesetzet, durch welche die Fasanen aus-undeingehen msMi. 2» diese K»lbe gieber man
Fasan-Hund Fasan-Räuch
ihnen Trauet und Speise, daß sie also de§wohl gewöhnen, und alle Morgen frü^ 5dahin versammle,,, ihre Mahlzeit einm^men. Wenn nun die Zeit kommt, dassie heraus fangen will, wird etliche Ta .e vorher der Korb oben mit einem Netze irolst v»wahret, an denen vier Thurlein äberdie Fall-Breter, die vorhero allezeit dar,Wgestanden, mir einem Zug gerichtet; hier»»?wenn die Fasansn alle um die gewöhnliche?«bey ihrem ordentlichen Essen, lässer man di-Fall-Breter geschicklich herab falle», sM,Vereines von denen vier Thürlein cinenß«,-cken Sack oder Hamen von Rebhuner-Zmund ziehet das Fall - Bret auf; So bald ßedie Oeffnung des Lichts und die Lufft sehe»,lauffen sie einer nach dem andern in den ««-aestelltei, Jeuz, und daraus nimmt man dieübrigen Hahnen, sonderlich diejeniaen, svWwerde» , und die junaen vertreiben, anch diegar allen, und zur^Brut nicht mehr taus-chen Hennen, die übrigen lässet man nieder-heraus, und nach Proportion der Hüner sv ricljunge Hahnen bey ihnen, als man -ur Zuchtnöthig erachtet, welche sich desto häuffiaer'«-der mehren werde», nachdem die alten, bos«Streit-süchtigen Hähne auf die Seite geschchfet uud ausgemertzet worden. Und also rMman feinen jährlichen Nutzen von den Fch-ne» haben.
Fasan-Hund, ist ein pur alleine aus dieFasanen abgerichteter Hund, dessen gi oßte Tu-gend diese ist, wenn er einen Fasan mit Ge-walt aufgetiieben, und sich derselbe semerGe-wohnheil nach, aufeinen Baum auksclMinzel,und an einem dicken Ast setzet, daß er densel-ben tapffer und laut anbelle, um deii Bm»herumspringe, »nd au dem Stamm sichaui-bäume, als ob er hinauf steigen wollte! Msolches geschiehet, schmiegt sich der Fasan Mden Ast, und siehet immerdar den Hund chdergestalt, daß derWeydemann sicher hinzu tre-ten, und den Vogel frey herab fchicffeiik»n<denn ie stärcker der Hund bellet, ie ircnigckhat man zu besorgen, daß der Fasan hi»>Wfliegen werde.
Fasan-Rauch, wird ein denen KssaMangenehmer Rauch gsnennet, welcher biS!vei°len in denen Falanen-Gärten gemacht,»»»dadurch verursachet wird, daß die KaMwlieber darinnen bleiben, nn» von an^l»nicht so leichtlich abgelocket werden iiieüeii,denn die Fasane» gehen dergleichen RauKtrcflich nach, und d-ivero kommr es, daß mandieielben auch aus andern Orten, wohin mansie verlanget, locken und l'riuaen kan,zwarsolaender Gest.lt: Erstlich mm,' man 0 °Geiegenhcit.wo sie sich aufhalte», beBeii,»ach aber eine Viertel- oder halbe ^ 'von, einen Ort aussuchen, wo man die^ar-»en gerne hin hätte, sodenn inußausaezogene» und zusamen gebundenenBüsche», dar,» noch viele Körner smd, v»'>ehen und acht habe», wen» der W»wdem Ort, da man sie habe» will. .
gend, wo sie sich zuver «ufhnlttn,